Turm + König vs. Turm + König in klarer Remisstellung

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    • Turm + König vs. Turm + König in klarer Remisstellung

      Hatte heute eine Partie mit je einem Turm und einem König, die wohl klar Remis gewesen wäre. Allerdings wollte mein Gegner das Remis nicht annehmen, da ich einige Minuten weniger auf der Uhr hatte (aber immerhin noch fünf Minuten) und wollte die Uhr runterspielen bis die Partie deshalb zu seinen Gunsten endet weil meine Uhr abläuft. Nun meine Frage. Gibt es eine Möglichkeit den Gegner in einer solchen Situation in eine Stellungswiederholung zu zwingen? Ich hatte den Turm und den König ebenso offen im Feld wie mein Gegner und konnte mich auch mit dem König hinterm Turm verstecken um zwischenzeitlich gegnerischen Schachdrohungen auszuweichen. Ich habe dann aber leider keine Möglichkeit gefunden den Gegner in eine Stellungswiederholung zu zwingen und habe es dann irgendwann aufgegeben und die Partie abgeschenkt.
    • Ich glaube in so einer Situation kann man allenfalls versuchen auf die 50-Züge-Regel zu spielen. Wenn der Gegner "geschickt" spielt, wird sich in diesem Zeitraum ohnehin keine Stellungswiederholung ergeben. Aber Du hast natürlich Recht: Es ist absolut lächerlich, eine solche Stellung auf Zeit zu spielen :thumbdown: .
      Aber wenn jemand um eine negative Bewertung bettelt...
    • Maikel wrote:

      Aber Du hast natürlich Recht: Es ist absolut lächerlich, eine solche Stellung auf Zeit zu spielen :thumbdown: .
      Aber wenn jemand um eine negative Bewertung bettelt...


      Da bin ich anderer Meinung.
      Es ist immer legitim, auf Zeit zu spielen. Du hast dir halt die Zeitnicht richtig eingeteilt.
      Natürlich wird hier oft noch Remis vereinbart und man kann das Remis ja auch noch erzwingen (wenn genug Zeit bleibt)

      Eine negative Bewertung ist unangemessen, denn dein Gegner hat nur auf Sieg gespielt und alle Schachregeln beachtet. Für die Negative gibt es kein Recht !!!!
    • da muss ich Daniel zustimmen.

      wenn bei beiden noch eine lange restzeit übrig ist und noch eine sehr große anzahl von zügen in der verbliebenen zeit möglich ist, sollte man ins remis einwilligen.

      anders liegt der fall, wenn eine Partei noch sehr wenig zeit übrig hat, und die andere viel mehr, dann ist es durchaus legitim und auch nicht unsportlich, durch zeit zu gewinnen.

      ne negative würde ich aber in keinem fall verteilen. das mache ich nur bei massiver Beleidigung.
    • Warum gibt es denn auf Schachturnieren immer einen Schiedsrichter? Unter anderem dafür, dass der in solchen Stellungen remis geben kann. Es ist vielleicht regelkonform, diese stellung weiterzuspielen aber es ist schon eher eine (elogeile) Unsportlichkeit. Auf anderen schachservern wird in solchen stellungen daher auch bei Remisangebot (=Remisreklamation) sofort Remis vereinbart (per Programmentscheidung)).
    • Es ist doch aber kein eindeutiges Remis auf dem Brett, also kann auch kein Remis gegeben werden, weder durch Schiedsrichter noch durch Programm.
      Ich sehe es natürlich genau so, in einer "normalen" Partie, werden sich die Partner eben auf Remis einigen.

      In diesem Falle gab es wirklich nur die Möglichkeit, auf die 50-Züge-Regel zu spielen und das wäre bei 5 Minuten Restbedenkzeit, wohl sehr leicht möglich.
    • Maikel wrote:

      Aber Du hast natürlich Recht: Es ist absolut lächerlich, eine solche Stellung auf Zeit zu spielen :thumbdown: .
      Aber wenn jemand um eine negative Bewertung bettelt...
      Ist es das? Ex-Weltmeister Topalov spielt auch jede Partie bis zum bitteren Ende aus (oder gibt auf) und nimmt niemals ein Remis an. Bisher hat die FIDE ihn nicht bestraft.
      Remis ist, wenn die Regeln Remis sagen.
    • Ich sage ja nicht, das es nicht legitim ist, aber in einem so klaren Fall wie es hier vorlag ist es doch einfach überflüssig und Zeitverschwendung. Hat irgendjemand was von den 3-5 ELOs, die er für sowas bekommt? Ich spiele Schach, weil es Spaß macht; aber solche Stellungen auszuspielen macht einfach keinen Spaß und da kann mich auch kein Topalov vom Gegenteil überzeugen. :|

      PS: Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch fair. Aber das ist wohl subjektiv.