Königsgambit

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    • @ Schroeder:

      Danke für die eröffnungstheoretische und historische Einordnung! Dass 7...Kd8?? der entscheidende Fehler war, hatte ich bereits in der Nachanalyse herausgefunden. Neu war für mich, dass diese Variante das 'Thema' eines Wettkampfs zwischen Steinitz und Anderssen war.

      P.S.: Die Variante, die in der zweiten Partie aufs Brett kam, heißt "Rosentreter-Gambit" (laut Wikipedia).
    • Königsgambit: Rosentreter-Gambit

      Im Rosentreter-Gambit opfern die Weißspieler oft mit



      eine Figur, um - ähnlich wie im Muzio-Gambit - schnell dem schwarzen König zu Leibe rücken zu können (Punkt f7). Am Brett ist das für Schwarz extrem schwer zu verteidigen, objektiv dürfte das Opfer aber nicht ganz korrekt sein.

      Weiß kann aber auch mit 5.Se5 seinen Springer in Sicherheit bringen, was objektiv besser sein dürfte als das Figurenopfer:



      Weiß hat vorübergehend einen ganzen Turm ins Geschäft gesteckt, aber der schwarze König schwebt in großer Gefahr, und die schwarze Dame ist auf h1 erstmal aus dem Spiel. Nach Analysen von John Shaw in "The King's Gambit" sollte das bei bestem Spiel mit einem Remis durch Dauerschach enden. Die Varianten sind aber halsbrecherisch und für niemanden auch nur ansatzweise am Brett zu finden.


      Übrigens: GM Daniel King ist diese Woche in Hamburg, um im Chessbase-Studio eine neue DVD aufzunehmen - und zwar zum Königsgambit. In seiner Power Play Show 22 gab er am letzten Freitag einen Vorgeschmack darauf, welche Varianten er dort vorstellen wird. Er beschäftigte sich mit einer weiteren Variante, in der Weiß seinen Sf3 opfert und die sowohl aus dem Quaade-Gambit als auch aus dem Rosentreter-Gambit entstehen kann.

    • Königsgambit: McDonnell-Gambit

      Der Franzose Louis-Charles Mahé de La Bourdonnais und der Ire Alexander McDonnell waren um 1830 die unbestritten besten Spieler der Welt. Zwischen Juni und Oktober 1834 spielten die beiden eine Serie von 6 Matches (insgesamt 85 Partien) im Westminster Chess Club in London. De la Bourdonnais siegte mit insgesamt 45 Siegen, 13 Remis und 27 Niederlagen und wurde danach als inoffizieller Weltmeister angesehen.

      In 5 Partien dieses Marathon-Matches wandte McDonnell das später nach ihm benannte McDonnell-Gambit an. Dabei gelang ihm in der 8. Partie des 4. Matches eine Miniatur - er fegte seinen Gegner in nur 19 Zügen vom Brett.


      McDonnell, Alexander - de La Bourdonnais, Louis Charles Mahe
      4. Match, 8. Partie, London, Westminster Chess Club 1834




      GM Daniel King hat im Hamburger Chessbase-Studio neben seiner Königsgambit-DVD auch ein 12-minütiges Video aufgenommen, in dem er diese Partie erläutert:

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