Kandidatenzüge

    • Kandidatenzüge

      Denke und spiele wie ein Grossmeister,
      sind zwei Bücher
      von Kotow.
      In ihnen beschreibt er unter anderem,
      die Variantenberechnung.
      Zuvor stellt Kotow die Regel von den
      Kandidatenzügen auf.
      Nach den einleitenden Zügen,


      der Partie Boleslawski vs Flohr 1950 folgend
      lässt Kotow dem Leser in die Gedankenwelt des
      Grossmeisters hinein schauen:
      Den Partiezug Le7:

      Le7, 17.Tde1 Sd5, 18.Lg5 0-0-0, 19.Lxe7 Sxe7,
      20.Txe7
      die Figur zurück geben und verlor schnell
      gegen die erdrückende Übermacht.


      die mögliche Alternative Kf7
      16...Kf7, 17.Txf6 gxf6, 18.Dh5+

      sicher die 4 Kandidatenzüge sind leicht zu
      finden:

      A. Kg8
      B. Kg7
      C. Ke7
      D. Ke6


      Nun erst erläutert Kotow seine Methode der
      Variantenberechnung. Dies gilt auch für die meisten Fälle
      und auch selten sind die Kandidatenzüge so leicht zu
      finden wie hier.


      "Die Kandidatenzüge (die in Betracht kommenden Züge)
      muss man sofort ermitteln und sie genau durchrechnen.
      Man darf diese Arbeit nicht nur teilweise machen:
      nur einen Zug anschauen und beim nächsten abschweifen."

      so Kotow

      Die Ausschluss Methode

      Im allgemeinen ist es ziemlich schwierig, die Auswirkungen
      des stärksten Zuges genau aus zurechnen - einfacher ist es,
      sich lediglich davon zu überzeugen, daß alle anderen Züge
      schlecht oder zumindest in jedem Falle deutlich schwächer
      sind.
      Das Ergebnis ist, das gerade dieser Zug ausgeführt werden
      muss!
      Die fehlerfreie Anwendung setzt die Ermittlung aller
      Kandidatenzüge voraus!
      Hier macht nur Übung den Meister.

      Quellen: Denke wie ein Grossmeister
      .........von A.Kotow
      .........Moderne Schachtaktik
      .........von M.Dworetski

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    • Nach der Ermittlung aller Kandidatenzüge
      beginnt die Variantenberechnung.
      Bleiben wir zunächst bei unserem Beispiel

      A. 18..., Ke7, 19.Te1+, ist furchtbar für
      Schwarz: 19...,Kd6, 20.Lf4+,Kd7, 21.Df7+,
      nebst 22..Te8+,
      .........19...,Kd8, 20.De8+,Kc7, 21.Lf4+,
      Ld6, 22.Te7 matt..
      .........19...,Kd7, 20.Df7+,Kd6, 21.Lf4+,Kc5,
      22.Le3

      B. 18...,Ke6, 19.Te1+, analog der ersten
      Variante kann auch abgehakt werden.

      C. 18..., Kg7, Dauerschach habe ich durch
      ..............19.Dg4+,Kf7, 20.Dh5+, was
      gibt es noch?
      ..............19.Lh6+, Kg8, 20.Dg4+,Kf7,
      21.Td7+, Le7, 22.Dg7+,

      D. 18..., Kg8, 19.Dg4+, nun gibt es zwei
      Verteidigungen. Lg7 und Kf7.

      D1. 19..., Lg7, 20.Dc4+,Kf8, 21.Lb4+,
      matt oder Damenverlust.

      D2. 19..., Kf7, 20.Dc4+, nun gibt es drei
      Verteidigungen, Ke8, Kg7 und Kg6,

      D2.1 20...,Ke8, 21.Te1+,Le7,
      D2.2 20...,Kg7, 21.Le3, die Drohung Td7
      .....entscheidet.
      D2.3 20...,Kg6, 21.De4+,Kf7, 22.La5,
      nun kann Schwarz das Ende nur noch
      hinaus zögern.

      Kotow gibt dem Lernenden nun folgende
      Hilfestellung.
      " Die graphische Darstellung der Varianten."
      Dies beginnt mit dem Variantenbaum, führt
      über das Dickicht zum Baumstamm und zum
      Busch.

      Quelle: Denke wie ein Grossmeister
      ........von A.Kotow
    • buon giorno wizzard, wünsche zunächst mal frohe ostern!
      habe zu diesem anlass diese reihe geschenkt bekommen:
      geheimnisse moderner schacheröffnungen von john watson,
      sind insgesamt vier bände 1. e4 2. d4 3. c4 4. ? hmm, auf den ersten blick ein mix aus gambit, fianchetto etc.
      nach einem ersten durchsehen, scheint das eine gelungene reihe zu sein;
      ich packe normalerweise kein theoriebuch an, aber sehr locker und verständlich geschrieben,
      so wie ich das bei deinen kommentaren so schätze, ciao, luca