Spezialfrage (Spielantritt)

    • dfuchs schrieb:

      P.S: Der Schiedsrichter ist zwar bei der Karrenzzeit gebunden, nicht jedoch beim Festlegen den Spielgebinns und erst dann beginnt die Karrenzzeit nur so als Tipp.

      Daß die Karenzzeit erst mit Spielbeginn zu laufen beginnt, erscheint mir logisch. Das wird aber offenbar nicht in allen Landesverbänden so gesehen, wie der folgende Fall aus der laufenden Oberliga-Saison (der möglicherweise entscheidenden Einfluß auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat) zeigt:
      svw.info/referate/schiedsgeric…chiedsrichterentscheidung

      Warum kann in solchen Fragen eigentlich jeder Landesverband sein eigenes Süppchen kochen? Sollte das nicht bundeseinheitlich geregelt sein?
      Wenn ich als Spieler ein Turnier in Württemberg spiele, will ich doch nicht erst die dortige Turnierordnung studieren müssen, um zu sehen, ob es dort irgendeine kuriose Karenzzeitregel gibt, die von der sonst praktizierten abweicht?
    • Auch in Baden wird bei den Mannschäftskämpfen die Karenzzeit mit der angesetzten Zeit begonnen. Das ist auch sinnvoll für alle Partien ohne neutrale Schiedsrichter, da ansonsten die Karenzzeit willkürlich vom Start des Kampfes durch den Heimschiedsrichter abhängen würde.

      Nun gibt es noch die Oberliga. Da gibt es neutrale Schiedsrichter. Aber zumindest in Baden wollen wir nur das in der OL abweichend regeln, was nötig ist.
      In Württemberg kann das ähnlich sein.

      Grüße Daniel
    • dfuchs schrieb:


      Zu Fall1: Im Nachhinein wahrscheinlich die schlimmste - wenn auch leider richtige- Entscheidung meines Lebens. Ich habe tatsächlich 10 Bretter genullt. Der Grund, für den ich mich heute noch ohrfeigen könnte, war:
      Ich hatte die Runde schon frei gegeben, als ich von der Sperrung erfuhr. Die Regeln lassen (regulär) aber nur eine Verschiebung des Spielbeginns zu, nicht aber eine Ausweitung der Karenzzeit. Hätte ich vorher nachgeschaut, warum etwa ein Viertel der Spieler fehlen, dann hätte ich sehr wahrscheinlich auch hier den Start der Runde um 20 Minuten verschoben. Das wäre das Maximum gewesen, dass ich verantworten konnte.
      Auch nach Ablauf der Wartezeit kann der Schiedsrichter die Partie trotzdem stattfinden lassen, da die Regeln für die Verlusterklärung die Einschränkung "außer der Schiedsrichter entscheidet anders" (6.7.1 in der aktuellen Version der FIDE-Regeln) enthalten. Der geschilderte Sachverhalt erscheint mir wie geschaffen für diese Ausnahmeregelung!