Zitate, Sprüche, Gedichte oder Kurzgeschichten

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    • Wenn's draußen stürmt und schneit,
      der Schnee so sauber glitzert heut,
      wenn Sterne funkeln droben,
      fühl ich mich gut aufgehoben.

      Denn drinnen wärmt ein Feuer,
      da schreib ich meine Gedichte
      oder les im Forum heuer
      so manch eine Geschichte.

      Da geht's um Sport, Kunst und noch mehr,
      die Musik gibt auch was her...
      Vom Schach ist viel zu lesen,
      Turniere kann man auslesen!

      Ein Spielchen wäre auch mal drin,
      so setz ich mich vorm PC hin.
      Gern plaudere ich auch im Chat
      und ganz zum Schluss dann gute Nacht!
      ©Mohni

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    • Diese Zeilen hat der Schriftsteller Jorge Luis Borges, 85 jährig im Bewußtsein seines baldigen Sterbens geschrieben:

      Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, im nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht mehr so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen. ch wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. Ich würde nicht so gesund leben.Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssens chwimmen. Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten; freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, nur noch gute Augenblicke zu haben. Falls du es noch nicht weißt, aus diesen bestehen nämlich das Leben; nur aus Augenblicken; vergiss nicht den jetzigen. Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich von Frühlingsbeginn bis in den Spätherbst barfuß gehen. Und ich würde mehr mit Kindern spielen, wenn ich das Leben noch vor mir hätte. Aber sehen Sie....ich bin 85 Jahre alt und ich weiß, dass ich bald sterben werde.

      :saint:
      Es war einmal ein Schiff,Befuhr die Meere alle Zeit,und unser Schiff, es hieß die Goldne Nichtigkeit.
    • Bei der Großmutter

      Wie traulich ist's im stillen Zimmer,
      Die Uhr tickt heimlich auf dem Schrank,
      Um Blumen spielt der Sonne Schimmer,
      Und Tisch und Bank sind spiegelblank.

      Im weichen Lehnstuhl sitzt das alte,
      Schier achtzigjährige Mütterlein,
      Auf welker Stirne Falt' an Falte,
      Doch in den Augen Sonnenschein!

      Vertraulich schmiegt sich ihrem Schoße
      Ein blühend Kinderpärchen an,
      Dem sie das Bilderbuch, das große,
      Auf vieles Bitten aufgetan.

      Nun blühen Märchen aus dem Munde,
      Wie Rosen aus dem Dorn erblüh'n,
      Die Kleinen lauschen still der Kunde,
      Und ihre vollen Wangen glüh'n.

      's ist nur ein Bild, doch füllt es immer
      Die Augen mir mit Tränentau,
      Mir ist, als kennt ich dieses Zimmer,
      Die Kinder und die alte Frau.

      Julius Sturm
      (1816 - 1896)
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      Die Sonne bringt es an den Tag.
      (Aesop)
    • Wie freu‘ ich mich der Sommerwonne


      Wie freu‘ ich mich der Sommerwonne,
      Des frischen Grüns in Feld und Wald,
      Wenn's lebt und webt im Glanz der Sonne
      Und wenn's von allen Zweigen schallt!

      Ich möchte jedes Blümchen fragen:
      Hast du nicht einen Gruß für mich?
      Ich möchte jedem Vogel sagen:
      Sing Vöglein, sing und freue dich!

      Die Welt ist mein, ich fühl es wieder:
      Wer wollte sich nicht ihrer freu'n,
      Wenn er durch frohe Frühlingslieder
      Sich seine Jugend kann erneu'n?

      Kein Sehnen zieht mich in die Ferne,
      Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz;
      Da wo ich bin, da bin ich gerne,
      Denn meine Heimat ist mein Herz.


      (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)
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      Die Sonne bringt es an den Tag.
      (Aesop)
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      Spätsommer

      Noch schenkt der späte Sommer Tag um Tag
      Voll süßer Wärme. Über Blumendolden
      Schwebt da und dort mit mildem Flügelschlag
      ein Schmetterling und funkelt sammetgolden.

      Die Abende und Morgen atmen feucht
      Von dünnen Nebeln, deren Naß noch lau.
      Vom Maulbeerbaum mit plötzlichem Geleucht
      Weht gelb und groß ein Blatt ins sanfte Blau.

      Eidechse rastet auf besonntem Stein,
      Im Blätterschatten Trauben sich verstecken.
      Bezaubert scheint die Welt, gebannt zu sein
      In Schlaf, in Traum, und warnt dich, sie zu wecken.

      So wiegt sich manchmal viele Takte lang
      Musik, zu goldener Ewigkeit erstarrt,
      Bis sie erwachend sich dem Bann entrang
      Zurück zu Werdemut und Gegenwart.

      Wir Alten stehen erntend am Spalier
      Und wärmen uns die sommerbraunen Hände.
      Noch lacht der Tag, noch ist er nicht zu Ende,
      Noch hält und schmeichelt uns das Heut und Hier.

      (Hermann Hesse)

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      Die Sonne bringt es an den Tag.
      (Aesop)
    • Der September

      Das ist ein Abschied mit Standarten

      aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
      Goldlack und Astern flagt der Garten
      und tausdend Königskerzen glühen.

      Das ist ein Abschied mit Posaunen
      mit Erntedank und Bauernball
      Kuhglockenläutend ziehen die braunen
      und bunten Herden in den Stall.

      Das ist ein Abschied mit Gerüchen
      aus einer fast vergessenen Welt.
      Mus und Gelee kocht in den Küchen.
      Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

      Das ist ein Abschied mit Getümmel
      mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
      Luftschaukeln möchten in den Himmel
      Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

      Die Stare gehen auf die Reise
      Altweibersommer weht im Wind.
      Das ist ein Abschied laut und leise
      Die Karussels drehn sich im Kreise
      und was vorüber schien, beginnt.

      (Erich Kästner)





      Es war einmal ein Schiff,Befuhr die Meere alle Zeit,und unser Schiff, es hieß die Goldne Nichtigkeit.


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      Die meisten Rosen sind verblüht
      die Sonne hat zu sehr geglüht
      viele Pflanzen sind leider verdorrt
      der Regen fehlt an so manchem Ort

      Der Sommer zeigt sich trocken und heiß
      jeder sucht Schatten und kaltes Eis
      Regenwasser das kostbare Nass
      doch fast leer blieb unser Regenfaß

      Früchte und Gemüse bleiben klein
      das sollte nicht öfters so sein
      auch Bäche und Flüsse wurden leer
      wo kommt denn nur mehr Wasser her?

      © Mohni



      The post was edited 1 time, last by mohnblume ().

    • @ Mohni:

      Physik ist hier das Zauberwort,
      der Regen bleibt noch länger fort.
      Der Wind, der Wolken hergeweht,
      heute nur noch Räder dreht.

      Die Konzerne verändern das Klima sehr,
      das Wasser bleibet nun im Meer.
      Der Wind, der früher Regen verbreitert,
      heute an der Windmauer scheitert.

      Der Westwind bleibt nun zu Hause,
      er macht lieber eine Pause.
      Das Klima, das kontinentale,
      wird sich noch zeigen viele Male.

      Aber welch eine Wonne,
      keine Rechnung schicken Wind und Sonne.
      Nur die Wasserkonzerne
      werden uns schröpfen, gerne.