Geldanlagen, private Altersvorsorge

    • Geldanlagen, private Altersvorsorge

      Ich möchte gerne einen Thread eröffnen, der sich rund um das Thema Geld beschäftigt. z.B. was uns Ältere beschäftigt ist - reicht mein Geld im Rentenalter aus bzw. was kann ich unternehmen, dass ich im Alter kein Sozialfall werde. Oder ich habe liquide Mittel und möchte es langfristig anlagen - was soll ich tun ?
      Geld ist nur ein Mittel zum Zweck, aber mit Geld umzugehen sollte gelernt sein. Ich glaub Kostolany war es, der gesagt hat " Gier frisst Vernunft ".

      Einige von uns werden ein Teil ihres Kapitals in Aktien angelegt haben. Aber für diejenigen, die jetzt neu einsteigen wollen in was soll man investieren.
      Ich bin kein Aktienguru und weiss nicht wie lange noch die Aktienhausse anhält.
      Aber eins habe ich aus den Fehlern am neuen Markt gelernt. Sobald eine Sau durch die Medien getrieben wird, wird es Zeit auszusteigen.
      Derzeit sind es die Bitcoins... meine Meinung hierzu.. Finger weg !

      Im nächsten Jahr wird ein neuer EZB Präsident gewählt , der hoffentlich die lasche Gelpolitik von Herrn Draghi abwählt.

      Daher mein Tip zu längerfristigen Anlage EURO / Dollar Zertifikat - der EURO sollte weiter steigen.
      Und immer daran denken:

      The Trend is your friend.

      MD
    • Ja Rico. Das ist der Punkt . Die Staatsschulden werden weniger und wir Kleinsparer werden immer mehr belastet.
      Oder anders ausgedrückt - der Staat wird reicher und der Bürger ärmer. Somit wäre es nur gerecht , dass der Normalbürger durch Steuerentlastungen am Schuldenrückgang mit profitiert. Wie soll der Bürger bei einer Nullzinspolitik private Altersvorsorge betreiben ?
      Ich persönlich habe Angst davor als Rentner ein Sozialfall zu werden. Deswegen frage ich mich, wie muss ich die nächsten Jahre wirtschaften, damit dieser Fall nicht eintritt.
    • @Rico: Der Staat verschuldet sich, in dem er Bundesschatzbriefe, Anleihen, Rentenpapiere verkauft. Die Käufer sind i.d.R. Banken und Versicherungen, die wiederum andere Kunden, Unternehmen aus dem In-und Ausland vertreten.

      Die private Altersvorsorge ist für jemanden mit geringem Einkommen schon schwierig. Wir hatten letztens einen Versicherungsvertreter in der Firma, der uns angeboten hat eine Gehaltsumwandlung für die private Altersvorsorge vorzunehmen. Man zahlt z.B. mtl. einen Betrag X an die Versicherung - wird direkt vom Gehalt einbehalten - soweit so gut. Was viele aber nicht wissen , dass die spätere Rente nach einer Rentenformel vom Nettoeinkommen abhängig ist. Soll heissen, je mehr ich in meine private RV einzahle umso geringer wird meine gesetzliche Rente ausfallen, weil das Nettoeinkommen sich um den privat eingezahlten Beitrag verringert.
    • Die beste Altersvorsorge ist eine Immobilie, die man jedoch auch selbst nutzen sollte, um im Alter mietfrei wohnen zu können.
      Also eine Immobilie, die man selbst bewohnt ist im Grunde immer eine gute und sinnvolle Geldanlage.
      Ansonsten würde ich jedoch Aktien bevorzugen, denn eine Immobilie würde ich wie gesagt nur zum Eigennutz, aber nicht als reine Kapitalanlage empfehlen, weil eine Immobilie nicht nur Einnahmen sondern auch viele Ausgaben mit sich bringt und weil ja grade dadurch auch die Mietpreise steigen, wenn Immobilien allgemein zu sehr als reine Kapitalanlage genützt werden.
    • Rico schrieb:

      Die Frage bleibt: Wohin bezahlt der deutsche Staat seine Schulden???
      mfG Rico
      DER DEUTSCHE STAAT BEZAHLT SEINE SCHULDEN AN SEINE GLÄUBIGER ...

      ... ALSO Z.B. AN MENSCHEN WIE MICH, DIE 2008 NOCH VOR DER FINANZKRISE
      BUNDESANLEIHEN MIT EINER LAUFZEIT VON 10 JAHREN GEKAUFT HABEN UND
      SICH SEITDEM JEDES JAHR ÜBER EINEN FESTEN ZINSKUPON VON 3 % FREUEN
      KONNTEN.
      :D :D :D

      JETZT BEI DEN MINI- ODER SOGAR NEGATIV-ZINSEN LOHNT SICH DAS NATÜRLICH
      NICHT MEHR.

      gez. A-d-St.
    • Schritt für Schritt werden wir immer mehr entmündigt.
      Still und leise wird an der Abschaffung des Bargeldes gearbeitet.
      Dazu darf es niemals kommen.....

      Das bedingungslose Grundeinkommen ist auch für mich eine gute Option!

      Den Gürtel enger zu schnallen verlangen vor allem jene,
      die ihren Wohlstandsbauch schon mit Hosenträgern abgesichert haben......©...Bernard Vogel
      Dateien
      Bleibe auf dem Teppich deiner Möglichkeiten und hoffe das er fliegen lernt.
    • Die eigene Immobilie ist eine der häufigsten Ursachen für Altersarmut.
      Weil, wann baut man?
      Wenn Familie und Kinder da sind.
      Als drei, vier Zimmer 120 qm.
      Bezahlen kann das im Alter nicht mehr, weil die blöde Heizung die Löffel stellt und plötzlich sind 10.000 Euro weg.
      Fenster haben heute ein Lebenszeit von 25 bis 30 Jahren. Sind auch nur 15.000 Euro.

      Leute, nehmt eine Mietwohnung, die zu euren Verhältnissen passt. Wenn ihr mehr werdet, nehmt eine größere. Wenn ihr weniger werdet eine kleinere.

      Ich habe aufgrund eines sehr unerwarteten Todesfalls jetzt eine Immobilie am Hals. Zahle mich daran dumm und dämlich und habe jetzt Aussicht auf einen neuen Job 180 km von meiner Immobilie weg.

      Lasst den Mist mit dem Eigenheim.

      Grüße Daniel
    • dieser generellen aussage von Daniel muss ich widersprechen

      wenn einige Parameter stimmen, kann es durchaus sinnvoll sein, sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen.

      schauen wir das uns das mal am Beispiel einer hundert Quadratmeter Wohnung hier im Raum Heidelberg , Mannheim, Weinheim an:

      bei den Grundparametern mittlere lage und gute Ausstattung kostet so eine Wohnung im Neubau 400ts, in einem 30 bis 40 jahre alten Gebäude 200ts, die Erwerbskosten belaufen sich auf ca. 40ts und ca. 25ts

      die Miete für beide Wohnungen würde ca.1100 Euro und ca. 900 Euro kalt betragen

      bei Vollfinanzierung und einem Festzins für 20 jahre (ca. 2%p.a.) und 3% Tilgung beträgt die monatliche annuität 1830 euro bzw 930 euro (da wir im Moment ein niedriges Zinsniveau haben , würde ich diesen langen Festzins nehmen, da hat man dann Sicherheit und ist vor plötzlich steigenden Zinsen gefeit) (sehr gut verdienende können natürlich auch noch eine höhere Tilgung vereinbaren, je eher sind sie mit dem Darlehen fertig)

      nach Ablauf er Zinsbindung beträgt die Restschuld noch 116Ts bzw. 59ts, bei gleich gebliebenen Zins müsste man also nochmal je ca 6 jahre weiterzahlen

      aber dann gehört einem die Wohnung oder das haus!! die miete, die man 20 jahre gezahlt hätte, ist unwiederbringlich weg.

      natürlich muss man bei all dem natürlich auch seine eigene Lebensplanung einbeziehen, und wie im falle von Daniel, die berufliche Situation, wer schon weiss, dass er vom Job her oft umzieht, schafft sich wohl eher keiner Immobilie an.

      und was die Wertentwicklung betrifft, solange man selber drin wohnt, kann es einem relativ egal sein, ob die preise steigen oder fallen. das wird erst relevant, wenn man die Immobilie verkaufen will/muss.

      und sollte die Wohnung im alter zu gross werden, weil man nur noch allein ist, kann man ja auch Wohnungen tauschen (gibt genug Singles mit kleinen Wohnungen, die irgendwann doch ne Lebensgemeinschaft eingehen und ihre Apartments oder kleine Wohnungen dann gegen was grösseres tauschen wollen, über einen finanziellen Ausgleich wird man sich sicher dann auch einigen können)
    • Das kann man so aber nicht verallgemeinern, dfuchs.
      Es gibt auch einige Leute, die gar keine Kinder haben oder die sich erst später ein Haus oder eine Wohnung kaufen.
      Wer wenig verdient und dann auch noch Kinder in diese beschissene unsoziale Welt setzt, darf sich dann auch nicht beschweren, wenn es dann später eventuell zu finanziellen Engpässen kommt, denn die Einstellung, dass sich die eigenen Kinder später um einen kümmern sollen oder dass die Allgemeinheit für die Kinder aufkommen soll halte ich für verantwortungslos und asozial, denn schliesslich können Kinder auch gar nicht gefragt werden, ob sie dies denn überhaupt wollen...
      Kinder sind in unserer beschissenen Gesellschaft leider auch eine Frage des Geldbeutels und deswegen habe und will ich auch keine Kinder !
      Das, was es aktuell an Kindergeld gibt, ist doch lächerlich gering und reicht grade mal für die Nahrung der Kinder...
      Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen jedoch (am besten weltweit), wie es auch Köhler und Sirre schon vorgeschlagen haben würde ich da wohl auch anders denken.
      Und eine eigene Immobilie muss nicht unbedingt ein Haus, sondern kann auch eine kleine Wohnung sein, die man ja auch erst dann erwerben kann, wenn man sich nicht mehr um eventuell eigene Kinder kümmern muss.
    • Haus und Land scheinen mir eine recht gute Anlage zu sein.
      Bin froh ein eigenes Haus zu haben.
      Im Gegensatz zu Wohnungsbaugesellschaften
      habe ich meine Grunderwerbssteuer gezahlt.
      Wohnungsbaugesellschaften zahlen keine Grunderwerbssteuer :cursing: .
      Dadurch geht z.B. der Stadt Berlin jährlich 25 Millionen Euro Steuern durch die Lappen.
      Hier funktioniert der Lobbyismus. Die kleinen Leute und der Mittelstand zahlt die Zeche
      So ein Schlupfloch gehört von der Politik sofort geschlossen.

      Steuertricks bei Immobilien
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sirrdatha ()

    • Jedes Jahr schleudert die Rentenversicherunsganstalt Millionen Euro Portokosten raus.
      Bergeweise Papier was uns weiß machen will wieviel Rente wir bekommen.
      Das können die sich eigentlich sparen.
      Was die Wenigsten wissen. Das ist der Bruttobetrag.
      Da können aus 1300 Euro Rente mal schnell 900 Euronen werden.
      Jetzt kann ja mal jeder für sich nachrechnen was bei ihm/ihr netto übrig bleibt.
      Wie der Staat bei Rentnern zweimal kassiert.

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    • joh, sirrdatha, da ist in vielen Bereichen einiges im argen.

      ein weiteres Beispiel ist der fall tönnies. das Bundeskartellamt hat massive Verfehlungen nachgewiesen und einem Tochterunternehmen der tönniesgruppe ein Bußgeld von 100 mio auferlegt. aber anstatt zu zahlen, wurde diese Tochterfirma mit allerlei tricks ausgeweidet und war dann mittellos und nach einigen Jahren hat das Kartellamt dann das verfahren eingestellt. bei den tricksereien wurden Schlupflöcher in Gesetzen und Verordnungen ausgenutzt, letztendlich war die ganze choose zwar dubios und verwerflich aber letztendlich gab es keine rechtliche handhabe.

      manchmal fragt man sich, warum bei Gesetzesvorlagen Millionen für zig gutachten ausgegeben wird, wenn dann das Endprodukt trotzdem fehlerhaft ist und missbrauch zulässt.