GRENKE Chess Classic (31. März bis 9. April 2018)

    • GRENKE Chess Classic (31. März bis 9. April 2018)

      Das Grenke Chess Classic 2018 ist ein Rundenturnier mit 10 Spielern, das vom 31. März bis 9. April stattfindet. Die ersten drei Runden finden parallel zum Grenke Chess Open in Karlsruhe statt. Nach einem Ruhetag zieht das Turnier ins Kulturhaus LA8 in Baden-Baden um. Neben Weltmeister Magnus Carlsen sehen wir mit Titelverteidger Levon Aronian, Fabiano Caruana, Maxime Vachier-Lagrave und Vishy Anand vier weitere Top 10-Spieler. Komplettiert wird das Feld mit Hou Yifan, Georg Meier, Mattias Blübaum, Nikita Vitiugov (Sieger des Grenke Opens 2017) und Arkadij Naiditsch, der sich beim Grenke Chess Classic 2015 Magnus erst in der Armageddon-Partie geschlagen geben musste.

      Vorbericht von IM Georgios Souleidis: Carlsen gegen Caruana: Spitzenduell bei den Grenke Chess Classic

      Turnierseite: grenkechessclassic.com/de/
    • Die meisten Spieler wohnen im Novotel gegenüber der Schwarzwaldhalle.

      Auf dem Weg vom Hotel zur Halle kann man sie ansprechen, die Reaktion ist verschieden.
      Magnus C. zB hat im Gehen einige Sachen signiert !

      Das Ambiente ist schön, die Top-Leute sitzen auf einer gut ausgeleuchteten Bühne.
      Man kann sehr gut Fotos ohne Blitz machen.

      Es wird kein Eintritt verlangt !!!!DSC_0576.jpgDSC_0592.jpgDSC_0480.jpgDSC_0497.jpg
    • Kommt her, schaut zu, aber seid anständig :) .
      Die Bretter hinter der Zuschauerreihe sind die TOP-Bretter des Open und damit in der Regel von > 2600 ELO GMs besetzt. Also setzt auch bitte nicht auf den Tisch neben deren Bretter :)

      Achja und wenn ein Fuchs euch streng anschaut, dann wart ihr zu laut, zu aufdringlich, zu ungeschickt oder seid sonst irgendwie negativ aufgefallen.
      Die richtige Reaktion ist dann scharmvoll auf den Boden schauen und am Abend dem Schiedsrichterteam ein Bier ausgeben :) .

      Grüße Daniel

      P.S: Achso, bitte kein Applaus auch nicht bei einem schönen Partieende.
    • Ich habe mein Autogramm bekommen...

      HouAutogramm.jpg
      Hou Yifan war leicht zu erkennen unter den anderen Teilnehmern. Sie war vollständig weiß gekleidet...naja und die einzige Frau ;)
      Weltmeisterin gegen ehemaligen Weltmeister war für mich die Spitzenpartie.
      HouAnand.jpg




      Anand bietet einen Bauern an....

      Ich wollte ihr noch sagen: "Nimm ihn", da hatte sie schon 7. d4 gezogen und bot ihrerseits einen Bauern an. Anand nahm ihn sofort an, sie gab ihm auch noch das Läuferpaar, aber das dicke Ende hatte sie bereits vorgesehen. Er war sehr gierig geworden und verlor prompt die Qualität.




      Hätte sie genommen, wäre es vielleicht so weitergegangen:




      So oder so, beide einigten sich auf ein Remis ... mir hat es gefallen.
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      Ach so, Caruana gegen Carlsen? Ein falscher Zug im Endspiel und Magnus kippte von Gewinnstellung auf Remis. Aber wer interessiert sich für Alpha- und Betamännchen....grins...

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    • Nach dem Ende der ersten Turnieretappe (in Karlsruhe) liegen Vitiugov und MVL mit 2,5 aus 3 an der Spitze. Morgen ist Ruhetag, und ab Mittwoch geht es in Baden-Baden weiter.

      Die Berichte zu den bisherigen Runden:
      Grenke Chess Classic Rd. 1: Nikita Vitiugov einziger Sieger
      Grenke Chess Classic Rd. 2: Vitiugov siegt erneut
      Grenke Chess Classic Rd. 3: Vitiugov und Vachier-Lagrave führen
    • Eine kleine Sensation gab es im GRENKE Chess Open 2018.

      Der erst 13 jährige Vincent Keymar gewinnt das Turnier.
      Der IM mit einer ELO von nur 2420 gewann in der letzten Runde mit den schwarzen Steinen gegen Weltklasse Spieler und 2700 Super GM Richard Rapport eine wilde Partie und sicherte sich so den 1. Preis.

      Sehr schön hat es die deutsche Schachjugend auf den Punkt gebracht:
      twitter.com/Schachjugend/status/980898214181330944

      Grüße Daniel

      So bin noch nicht wach. War lang gestern.
    • Bei den GRENKE Chess Classics ist heute Ruhe- / Umzugstag.
      Ab morgen geht es in Baden-Baden weiter, das gibt mir Zeit ein bisschen auf die Classics und vor allem meinen Hauptarbeitsplatz, das Open einzugehen.
      Schon der erste Eindruck in diesem Jahr war ein gewaltiges Wow.
      Man betritt die Schwarzwaldhalle in Karlsruhe und wird direkt von zwei riesigen Postern von Magnus Carlsen und Fabi Caruana begrüßt, die in den Fenstern von der Vorhalle zum eigentlichen Eingangsbereich gehen.
      Man trifft direkt alte Bekannte. Ein wahnsinnig umtriebiges Helferteam um Petra, Alex, Andreas und vielen Anderen, die versuchen alles möglich zu machen um den Spielern ihre Wünsche zu erfüllen. Diese sind häufig banaler Natur, wie zum Beispiel in welcher Halle ist mein Brett. Natürlich hängen überall Schilder, aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

      Wir hatten knapp 1500 Spieler, die tatsächlich teilnahmen.
      Das bringt Aufgaben mit sich, die sich ein "normales" Open, von denen ich sehr viele gemacht habe nicht einmal vorstellen kann.
      Beispielsweise hatten wir pro Runde mindestens ein Duzent Spieler, die aus dem Turnier ausgestiegen und wieder eingestiegen sind.
      Wir mussten nach jeder Runde einigen Ergebnissen hinterher rennen, was bei ca 4000 m² Fläche eine etwas größere Aufgabe ist und hatten trotzdem kein einziges falsches Ergebnis!
      Die Pause zwischen den Runden beträgt theoretisch eine Stunde. Leider fangen nicht alle Partien gleichzeitig an und es gibt immer Entscheidungen, die eine Zeitgutschrift notwendig machen. So dass man eher 45 Minuten hat. Das überprüfen der Ergebnisse geht 10 Minuten. Das Ausdrucken der 400! Seiten Paarungen und Tabellen (Ergebnisse haben wir einfach nicht geschafft) zum ankleben an die Tafeln haben wir in 25 Minuten hin bekommen. Gleichzeitig mussten rund 750 Schachuhren neu gestellt werden. Da lernt man das Fluchen über Spieler, die ihr Brett nicht aufgebaut haben.

      Kommen wir zu den weniger organisatorischen Eindrücken.
      Das Turnier hat im Vergleich zum letzten mal deutlich zugelegt. Aus den wenigen Sachen, die man verbessern konnte hat man gelernt und es besser gemacht. So waren zum Beispiel in der größeren Gartenhalle (dem zweiten Spielsaal) Teppichfliesen ausgelegt, die den Geräuschpegel doch stark dämpften und auch besser Aussah. Dicke Vorhänge im Eingangsbereich schlucken wenigstens einen Teil des Lärms von draußen, so dass man obwohl Karlsruhe kein leises Turnier ist, trotzdem vernünftig spielen konnte.

      Apropos nicht leise. Wir hatten für die Chess Classics Zuschauer. Hunderte Zuschauer! Was für tolle Bilder sich da ergeben haben.

      Jeder Spieler hatte seinen eigenen Tisch. Durch dieses Arrangement, das ich allen Turnierveranstaltern nur empfehlen kann, gibt es automatisch weniger Streitigkeiten, weil die Spieler einen größeren Abstand zu einander haben. Gleichzeitig sind die Spieler in Karlsruhe auch im großen und ganzen toll. Natürlich sind es häufig typische Schachspieler mit ihren kleinen und großen Marotten, aber sie waren ruhig, geduldig und fair.
      Ich habe so viel Sportlichkeit und faires Verhalten gesehen, das ich wieder stolz sein kann mich Schachspieler zu nennen.

      Natürlich gab es auch große Partien, dramatische Zeitnotschlachten und überhaupt tolles Schach. Da ich aber viel zu viel unterwegs war um die Details zu kennen und selbst wenn die Protagonisten, Pressevertreter und Schachmeister das eh besser können. Möchte ich darauf nicht näher eingehen.

      Es wieder ein tolles aber auch anstrengendes Erlebnis in Karlsruhe und ich kann nur empfehlen. Wer noch nicht dabei war, plant es für nächstes Jahr ein.

      Auf ein Wiedersehen 2019 von Gründonnerstag bis Ostermontag. Schwarzwaldhalle Karlsruhe.

      Euer Daniel Fuchs
    • Grenke Chess Open

      Der Sieg von Vincent Keymer mit 8 aus 9 ist wirklich sensationell! Sein neuer Trainer Peter Leko sagte dazu: „Das ist Geschichte, mit 13 Jahren in so einem Stil das A-Open zu gewinnen!“ Der Bericht von Hartmut Metz: 13-jähriger stiehlt Carlsen die Show enthält auch ein Video, in dem Vincent mit Georgios Souleidis die wichtigsten Momente der 9 Partien kommentiert. Mit dem Sieg im Open hat sich Vincent das Recht erworben, im nächsten Jahr beim GRENKE Chess Classic gegen Carlsen & Co. zu spielen.

      Hier die entscheidende Partie der letzten Runde:


      Rapport, Richard (2715) - Keymer, Vincent (2403)
      3rd GRENKE Chess Open, Runde 9, 2.4.2018




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