Nur noch am Verlieren

    • ChrisNoc123 wrote:

      Ich kann es mir auch langsam nicht mehr erklären.
      Vielleicht solltest Du Deine Partien nicht im 2. oder 3. Zug aufgeben, wie gerade eben geschehen und heute schon mehrmals.

      schacharena.de/new/verlauf_db_…sNoc123&gedreht=1&nr=5985
      schacharena.de/new/verlauf_db_…sNoc123&gedreht=1&nr=5982



      Für ein solches Downpushen, kann man gesperrt werden!
    • Du solltest jetzt nicht die Nerven verlieren,ChrisNoc123,solche Phasen hat jeder von uns schon durchgemacht.Wie oft ist es mir schon passiert,das ich vor dem ersten Zug schon eindeutig auf Verlust stand...da könnte ich Geschichten erzählen...meine Güte,ich darf garnicht daran denken.Ich glaube,das du das Zeug zum 2000er hast,du musst nur an dich glauben.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg,und lass den Kopf nicht hängen,und vor allem:Informiere uns rechtzeitig,wenn du wieder mal gute Tipps brauchst...wir haben immer ein offenes Ohr...schließlich sind wir Schachkollegen.Ich hoffe ,du lachst dich nicht tot über uns Deppen!
    • Vermutlich ist die gestrige Reaktion des Threadersstellers, auf Frustration über schnelle Verluste wie diesen zurückzuführen:

      23.08.18
      schacharena.de/new/verlauf_db_…sNoc123&gedreht=0&nr=5962

      Weiß behandelt die Aljechin-Verteidigung nicht so gut und spielt nicht den üblichen Hauptzug 2.e5 sondern 2.Sc3.
      In dieser Eröffnung bietet sich aber das Jagen des vorwitzigen Springers einfach an:
      2. e5 Sd5
      3. Sb6 d4
      wäre eine gängige Idee.

      Nach 2.Sc3 wird die Stellung dagegen etwas unübersichtlicher und um den Doppelbauern auf der c-Linie zu vermeiden,aktiviert Weiß sehr frühzeitig die Dame.

      Obwohl so das Doppelbauernproblem damit vermieden wird,tauscht er den Springer nun doch noch selber ab, und entwickelt damit den Gegner.Die Dame wird zum Angriffsobjekt und muß erneut ziehen.

      Infolgedessen kommt ein Fehler, der den Turm einstellt.
      Das Ganze erfolgte innerhalb von 90 Sekunden,etwas mehr Gelassenheit bei den Zügen wären angebracht.


      Die Reaktion mit den schnellen Spielaufgaben ist völlig unangebracht und der falsche Weg.Wie im Tread schon beschrieben, einfach mal eine Zeit lang Abstand zum Schach nehmen....
    • dangerzone wrote:

      Vermutlich ist die gestrige Reaktion des Threadersstellers,
      auf Frustration über schnelle Verluste ............ zurückzuführen.


      Die Reaktion mit den schnellen Spielaufgaben ist völlig unangebracht und der falsche Weg.Wie im Tread schon beschrieben, einfach mal eine Zeit lang Abstand zum Schach nehmen....

      Das wurde ihm doch schon mehrmals geraten, trotzdem spielt der TE unbeeindruckt weiter,
      schlägt nach jeder Negativserie wieder hier auf und jammert erneut.
      Solche User sind einfach nur Beratungsresistent!
      "Unterschätze nie die Macht dummer Leute, die einer Meinung sind"
      (Kurt Tucholsky)

      The post was edited 2 times, last by Tatortreiniger ().

    • Mit verarschen hat das nichts zu tun. Die vielen verlorenen Spiele gegen den selben Gegner waren schlicht Frust. Warum soll ich nach 3 Zügen weiter machen, wenn ich schon eine Figur hinten liege?

      Im Moment spiele ich seit Tagen sehr ernsthaft, versuche mich zu konzentrieren, und komme trotzdem aus dem 1200er Bereich nicht raus. Vielleicht bin ich eben ein schlechter 1200er Spieler. Nur komisch, dass ich es eben auch mal bis 1500 geschafft habe und auch recht lange im mittleren 1400er Bereich mich halten konnte.

      Nicht spielen hilft auch nicht. Habe ich versucht. Aber wenn ich einige Tage nicht spiele, habe ich fast den Eindruck, noch schlechter zu spielen.
    • ChrisNoc123 wrote:

      Mit verarschen hat das nichts zu tun. Die vielen verlorenen Spiele gegen den selben Gegner waren schlicht Frust. Warum soll ich nach 3 Zügen weiter machen, wenn ich schon eine Figur hinten liege?

      Im Moment spiele ich seit Tagen sehr ernsthaft, versuche mich zu konzentrieren, und komme trotzdem aus dem 1200er Bereich nicht raus. Vielleicht bin ich eben ein schlechter 1200er Spieler. Nur komisch, dass ich es eben auch mal bis 1500 geschafft habe und auch recht lange im mittleren 1400er Bereich mich halten konnte.

      Nicht spielen hilft auch nicht. Habe ich versucht. Aber wenn ich einige Tage nicht spiele, habe ich fast den Eindruck, noch schlechter zu spielen.
      Kenne ich.
      Habe es gekannt.
      Versuch mal 1 Monat Pause zu machen,und vertrau mir,du wirst besser,allein dadurch dass du keine Figuren eiunstellst,kommst du auf 1500!
    • Hallo @ChrisNoc123 ,

      ich habe mir nochmal Zeit genommen, und mir eine Deiner letzten Partien angesehen.Auch wenn Du diese am Ende gewonnen hast.
      Ich hoffe, es hilft Dir.


      ChrisNoc123 - N.N.
      1-0





      1. e4 e5


      2. Lc4 (aggressiv und gut! Es muß nicht immer 2.Sf3 sein!)


      2...d6 (Schwarz deutet an, eher defensiv zu sein.Aggressiv wäre Sf6)


      3. h3 (Du verlierst mit diesem unnötigen Zug die Initiative! Besser sind d4 (Angriff Zentrum) Sf3 (Ziel Rochade!) d3 (Weg frei machen) Sc3 (Figur entwickeln) )


      3...Sf6


      4. d3 Le7


      5. Sf3 0-0


      6. 0-0


      6....h6 (kann Schwarz hier spielen)


      7. Sc3


      7....Sh7 (Schwarz plant wohl den Läuferabtausch, ist aber zu früh gespielt.Besser eine nächste Figur entwickeln. z.B. Le6/Sc6)


      8. Sd5 Sg5


      9. Sxg5 Lxg5


      10. Dh5 (Nicht gut! Warum nicht Lxg5? Schwarz kann nur hxg spielen und bekommt eine schlechte Struktur. Dxg5 geht wegen Sxc7 nicht!)

      (nach 10. Lxg5 ist Dxg5 keine Gefahr: Sxc7 Lxh3 Df3! Lxg2? Dxg2 Dxg2 Kxg2 und Weiß verbleibt mit großem Vorteil)

      10...Lxc1


      11. Taxc1 c6


      12. Se3 Sd7


      13. Sf5 (zu aggressiv gespielt,besser wäre wohl Sg4, da Sf6 schon in der Luft liegt)


      13...Sf6


      14. Df3 Lxf5


      15. Dxf5 b5


      16. Lb3 a5


      17. a4 b4


      Dir fehlt jetzt der nötige Druck auf die dunklen Felder (g7 und h6) des Gegners!Du hast dafür keine passenden Leichtfiguren mehr.
      Ein längerfistiger Plan wäre es nun, den Turmschwenk Tce1-Te3-Tg3 anzustreben.Die Dame braucht Unterstützung.

      Gruß
      dangerzone

      The post was edited 1 time, last by dangerzone ().

    • Zwischenzeitlich hatte ich eine mal wieder eine sehr gute Phase. Habe natürlich auch mal verloren, aber im Grunde habe ich sehr gut gespielt, und mich wieder bis aus 1460 hochgearbeitet. Hab auch viele Spiele gegen 15xx und 16xx -er Gegner gewonnen und einfach insgesamt echt gut gespielt.

      Seit einigen Tagen ist erneut total der Wurm drin und ich gewinne überhaupt gar nichts mehr.

      Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Phasen (sowohl die, wo man reihenweise Spiele gewinnt, als auch eben diese sehr schlechten Phasen) am Glück liegen.

      Ich weiß; das Wort "Glück" ist im Schachspiel verpönt, und man geht allgemein davon aus, dass es Glück im Schach nicht gibt. Für mich bedeutet Glück aber: Wenn sich etwas zu meinem Vorteil entwickelt, ohne dass ich selber was dafür getan habe. Bzw: Das, was ich tue, führt durch nicht-beeinflussbare Faktoren zum gewünschten Ergebnis.
      Und im Schach kann ich eben nicht alles kontrollieren. Vor allem (und natürlich) nicht die Züge des Gegners.

      Ich habe das Gefühl, dass sich bei den Spielen, die ich verliere, die gesamte Spielsituation einfach zu meinem Nachteil entwickelt. Ohne, dass mein Gegner diese Situation willentlich herbeigeführt hat und ohne dass ich einen offensichtlichen Fehler gemacht habe.
      Es kann mir keiner erzählen, dass er ein Schachspiel derart kontrollieren kann, dass sich ALLES so entwickelt, wie er das möchte. Die Spiele entwickeln sich einfach in eine gewisse Richtung. Eher öfter als seltener entsteht auf dem Brett eine "Gesamtsituation", sie von keinem der Spieler bewusst herbeigeführt wurde.
      Gerade in letzter Zeit, entwickelt sich auf dem Brett einfach eine Konstellation, die extrem zum Vorteil meines Gegners führt. Und ab da ist das Spiel für ihn gewissermaßen derart einfach zu gewinnen, dass er dann nichtmal besonders gut spielen muss um zu gewinnen.

      Und das meine ich eben mit "Glück": Diese Konstellationen oder Situationen auf dem Spielbrett, die "einfach so" entstanden sind. Oft mache ich keinen offensichtlichen Fehler, aber irgendein unscheinbarer Zug setzt eine Kettenreaktion aus, die das gesamte Spiel zu meinem Nachteil entwickelt.

      Ein weiterer Faktor zum Thema Glück:
      Manchmal macht der Gegner einfach genau die Züge, die ich mir wünsche, oder die in meine Strategie passen. Und manchmal eben nicht. Das ist für mich auch Glück. Wenn der Gegner meine Strategie nicht erkennt und entsprechende nicht verteidigt, ist das auch Glück für mich. Wenn keine meiner Überlegungen aufgeht, weil der Gegner einfach Züge macht, die mir überhaupt nicht passen, dann ist das Pech.

      Ich denke also, dass diese "Phasen" in denen man ständig verliert (oder am laufenden Band gewinnt) gar nicht so sehr was mit den eigenen Fähigkeiten was zu tun haben, sondern man eben schlicht und einfach manchmal Pech hat.
    • "Ich war mal so gut. … Ich habe ALLES gesehen. Ich hatte die totale Übersicht über das Spielfeld. Mir ist nichts entgangen. Ich konnte jeden Plan des Gegners durchschauen. Ich konnte jeden seiner Züge vorhersehen."

      Es gibt einen bekannten Spruch von Wilhelm Busch: "Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!"

      Doch in Deinem Fall trifft er leider nicht zu. Mit dieser Einstellung wirst Du das Mittelmaß kaum überwinden können.
      Der Sieg der Zeit über das Material erfordert Opfer!
    • ChrisNoc123 wrote:

      Ich habe das Gefühl, dass sich bei den Spielen, die ich verliere, die gesamte Spielsituation einfach zu meinem Nachteil entwickelt. Ohne, dass mein Gegner diese Situation willentlich herbeigeführt hat und ohne dass ich einen offensichtlichen Fehler gemacht habe.
      Es kann mir keiner erzählen, dass er ein Schachspiel derart kontrollieren kann, dass sich ALLES so entwickelt, wie er das möchte. Die Spiele entwickeln sich einfach in eine gewisse Richtung. Eher öfter als seltener entsteht auf dem Brett eine "Gesamtsituation", sie von keinem der Spieler bewusst herbeigeführt wurde.
      Gerade in letzter Zeit, entwickelt sich auf dem Brett einfach eine Konstellation, die extrem zum Vorteil meines Gegners führt. Und ab da ist das Spiel für ihn gewissermaßen derart einfach zu gewinnen, dass er dann nichtmal besonders gut spielen muss um zu gewinnen.
      Einfach nur witzig, selten so gelacht in letzter Zeit. Danke

      Aber jetzt mal was sinnvolles dazu...

      Man kann nicht alles kontrollieren, aber stark beeinflussen schon, z.B. in den meisten Sizilianern gibt es zig-Varianten, sollte einer der beiden zum Beispiel bei der PPV vom Najdorf abweichen, ist die Partei schon am Verlieren (überspitzt gesagt)

      Sollte eine Partei ein frühes Gambit spielen (Königsgambit, Nordisches,...), so hat er das Spiel sehr früh in eine Richtung gelenkt, in der er sich (wahrscheinlich) besser auskennt als sein Gegenüber und dadurch schon einen theoretischen Vorteil hat...

      Will jemand unbedingt ein Endspiel auf dem Brett haben, weil er die Endspieluni auswendig kann, so wird er dich zum Abtauschen zwingen, oder du hast sonst einen Nachteil und so weiter und so fort, kann man noch ewig weiterführen.

      Der letzte Absatz "Gerade ..." ist einfach nur Müll, es entwickelt sich nichts extrem, ohne dass es vorher Fehler gegeben hat, also wurde einfach ein Fehler deinerseits bestraft, bzw. in einen langfristigen Vorteil umgemünzt.

      Edit: Zum eigentlichen Thema noch ein Zusatz: Es gibt zwar Formschwächen, gerade bei GMs und ähnlichen erkennbar, aber eine gewisse Mindest-/Grundstärke hat jeder. Diese kann man positiv durch Übungen, Analysen, Praxis, Training,... verbessern und dadurch auch die Maxleistung weiter hinaufsetzen, das ist also die "Lösung" zu dem "Problem", da eine Verbesserung immer möglich ist.
    • Vorausgesetzt, der Gegner hat ein solch fundiertes Theoriewissen, dass er alles von dir beschriebene bewusst und gezielt anwendet. Gerade im Hobby-Spieler-Bereich dürfte das aber äußerst selten der Fall sein. Von daher kann ein Spieler mit sehr guter Theoriekenntnis von Außen die Partie sicherlich entsprechend erklären und analysieren. Im laufenden Spiel selbst stellt sich der Vorteil für den einen Spieler jedoch eher zufällig ein und nicht durch wissentlich angewendetes Können.

      Im Übrigen ist mir noch kein Spiel aufgefallen, in dem der 30. Zug irgendwas mit den 5. Zug der Eröffnung zu tun hat. Wie sich ein Spiel entwickelt kann schlicht nicht vorhergesagt werden.
    • ChrisNoc123 wrote:

      Gerade im Hobby-Spieler-Bereich dürfte das aber äußerst selten der Fall sein.
      Kommt darauf an, was man als Hobby-Spieler-Bereich betrachtet... aber grobe Eröffnungskenntnisse haben wohl die meisten Spieler.

      ChrisNoc123 wrote:

      Im laufenden Spiel selbst stellt sich der Vorteil für den einen Spieler jedoch eher zufällig ein und nicht durch wissentlich angewendetes Können.
      Das ist schlichtweg falsch, es kann ALLGEMEIN! gesagt werden, dass eine Engine in einer Stellung einen guten/wenn nicht den besten Zug findet, folglich ist dieser auch mit einem gewissen Vorwissen nachvollziehbar, man zieht ja nicht zufällig einen Zug, sondern hat einerseits gewisse aktuelle (kurzfristige) Überlegungen, wie auch langfristige Pläne, z.B. Königsindische Verteidigung: Weiß spielt am DF, Schwarz am KF, wer schneller ist gewinnt... Daher sind Vorteile kein Zufall, wie du es bezeichnen würdest, sondern durch entsprechenden Betrachter klar nachvollziehbar. Außerdem gibt es auch hier Grundsätze (Türme auf offene Linien,...)

      ChrisNoc123 wrote:

      Im Übrigen ist mir noch kein Spiel aufgefallen, in dem der 30. Zug irgendwas mit den 5. Zug der Eröffnung zu tun hat. Wie sich ein Spiel entwickelt kann schlicht nicht vorhergesagt werden.
      Wie sich ein Spiel genau entwickelt, kann man nie voraussagen, welche Möglichkeiten (Züge, Opfer, Pläne) gut wären oder es wert wären aus der Nähe zu betrachten schon. Die ersten Züge bestimmen das Spiel. (sehr allgemein formuliert) Also haben die ersten Züge folglich immer was mit der entstehenden Stellung zu tun. Speziell Bauernzüge wirken sich extrem auf eine Stellung aus, alle anderen (außer Schlagzüge) können wieder in die Ursprungsstellung gelangen.
    • Meiner Erfahrung nach entscheiden sich Spiele situativ. Das heißt, eine kluge Strategie, die sich innerhalb von ca. 5 Zügen aufbaut, führt zum Ende des Spiels.

      Da werden bestimmte Kombinationen, Möglichkeiten, Fallen, Konstellationen erkannt und genutzt, und/oder entsprechend nicht gesehen, bzw. nicht verteidigt. Blindheit kommt natürlich auch dazu. Da werden gute Züge nicht gesehen oder die Möglichkeiten des Gegners nicht erkannt. Aber alles innerhalb einer recht kurzfristigen Spanne von eben vielleicht 5 Zügen.