Nur noch am Verlieren

    • Es kommt eben drauf an, wie man "Glück" definiert. Bei den ganzen Beiträgen, scheint ihr Glück im Sinne von "Ohne Ursache" zu betrachten. Davon gehe ich gar nicht aus. Wenn man davon ausgeht, dass alles in unserer Welt kausal abläuft, gibt es für jeden Zug auf dem Schachbrett einen Grund. Wobei ich auch behaupten würde, dass das nicht unbedingt stimmt. Manchmal habe ich 2 oder 3 gute Züge zur Auswahl, und entscheide mich intuitiv für irgendeinen. Es hätte jeder dieser 2-3 Züge sein können. Ich entscheide mich aber ohne Grund für irgendeinen.
      "Ohne Grund" heißt hierbei: Ohne für mich nachvollziehbaren, im Moment oder Nachhinein erkennbaren Grund. Ein Neurologie, Biologe, oder Psychologe könnte meine Entscheidung vielleicht erklären, aber das ist ja wenig alltagstauglich.

      Die Definition von Glück im Sinne von "Ohne Ursache" meine ich aber gar nicht. Ich meine mit "Glück": Eine für mich positive Situation, die ohne mein eigenes Zutun und außerhalb meiner Kontrolle liegt.
      Letztendlich ist jeder Zug des Gegners außerhalb meines Kontrollbereichs. Die Züge des Gegners sind für mein Schachspiel eben vorteilhaft, oder eben nicht. Aber ich kann sie nicht kontrollieren. Ich kann darauf reagieren. Aber ob meine dann gemachten Züge, dann wieder zu seinen "passen" und ein positives Ergebnis für mich hervorbringen, ist Glück.

      Um nochmal auf's eigentliche Thema zurück zu kommen: Wenn man davon ausgeht, dass ich mehr oder weniger immer gleich spiele, dann muss es das Glück oder Pech sein, was zu meinen guten oder schlechten Phasen beiträgt.

      Oder ich spiele nicht immer gleich gut. Dann ist eben zu erklären, wie das sein kann, dass die eigene Spielstärke so stark schwankt.

      Gerade heute wieder einige Spiele mega dumm verloren. Da kann ich sagen, dass ich einfach schlecht gespielt und Fehler gemacht habe. Für mich ist absolut unerklärlich, wieso ich manchmal solche Fehler mache, und manchmal eben nicht.