Kandidatinnenturnier 2019 in Kazan

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    • Kandidatinnenturnier 2019 in Kazan

      Im November 2018 anlässlich des WM-Turniers der Frauen in Khanty-Mansiysk kündigte der neu gewählte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich an, das professionelle Frauenschach aufwerten zu wollen, unter anderem mit einer Reform des Mechanismus der Weltmeisterschaften. Nun wird die FIDE konkret: Im Mai 2019 kommt es im russischen Kazan zum Kandidatinnenturnier zur Ermittlung der Herausforderin der Championesse Ju Wenjun. Das teilte der Weltschachbund FIDE in einer Pressemitteilung vom 25. März 2019 mit.

      Das Kandidatinnenturnier geht über insgesamt 14 Runden, jede der acht Teilnehmerinnen spielt je zweimal gegen die anderen. Nominiert resp. qualifiziert sind Kateryna Lagno (Russland), Mariya Muzychuk (Ukraine) und Alexandra Kosteniuk (Russland) als Halbfinalistinnen der letzten K.-o.-WM. Über das Rating gehen Anna Muzychuk (Ukraine), Valentina Gunina (Russland), Nana Dzagnidze (Georgien) und Tan Zhongyi (China) ins Rennen. Alexandra Goryachkina (Russland) schließlich komplettiert das Feld, da die weltstärkste Spielerin Hue Yifan es vorzieht, sich auf ihr Studium zu konzentrieren. Warum die Nummer Sechs der Weltrangliste, die Inderin Humpy Koneru, nicht am Start ist, bleibt offen.

      Doch auch so verspricht das Turnier ein Maximum an Spannung, liegen die acht Teilnehmerinnen doch innerhalb einer Spanne von gerade 56 Elopunkten (Stand März 2019). Das Turnier findet zwischen dem 29. Mai und dem 19. Juni 2019 statt, es ist mit einem Preisfonds von 200.000,- Euro dotiert. Für das anschließende Match zwischen der Siegerin und der Titelverteidigerin sind laut FIDE gar 500.000,- Euro als Wettkampfbörse vorgesehen. Einmal mehr wird ein Spitzenturnier der Frauen von einem staatlichen Sponsor organisiert und finanziert: Als Ausrichter nennt die FIDE das Sportministerium der russischen Teilrepublik Tartastan (deren Hauptstadt Kazan ist) und den russischen Schachbund.

      >> fide.com/component/content/art…tage-in-womens-chess.html
    • Russisch hat 6 Fälle und Deutsch hat 4 Fälle

      Ich habe eine kleine Erklärung rausgesucht. im i.net.

      Anders als im Deutschen, wo es nur vier Fälle gibt (Nominativ,Genitiv, Dativ, Akkusativ), kennt das Russische sechs Fälle, d.h. neben den oben genannten vier Fällen, gibt es im Russischen noch zwei weitere Fälle: den Instrumental und den Präpositiv.
      Der Nominativ steht immer ohne Präposition, der Präpositiv immer mit Präposition. Alle anderen Fälle können sowohl mit, als auch ohne Präpositionen stehen.

      Ich weiß nur das Nachnamen bei Ehepaare ein Fall haben

      Bsp : Michael Gorbatschow - Raissa Maximowna Gorbatschowa Fall ist ( a ) Maximowna ist Mutter
      Bsp: Wladimir Putin - Ljudmila Alexandrowna Putina Fall ist ( a ) Aexandrowna ist Mutter
      Bsp: Leonid Iljitsch Breschnew -Viktoria Petrowna Denisova Fall ist (a ) Petrowna Mutter
      Iljitsch ist Vater

      The post was edited 1 time, last by PeterHerzberg ().

    • @ Peter...und was hat Dein Beitrag nun unter Läuferin´s Thread Kandidatenturnier zu tun? Das verstehe wer will. Wahrscheinlich hast Du Dich im Thread vertan und wolltest etwas unter Läuferin´s Beitrag im Lese-Thread schreiben oder?
      Es war einmal ein Schiff,Befuhr die Meere alle Zeit,und unser Schiff, es hieß die Goldne Nichtigkeit.
    • lottelenia wrote:

      @ Peter...und was hat Dein Beitrag nun unter Läuferin´s Thread Kandidatenturnier zu tun? Das verstehe wer will. Wahrscheinlich hast Du Dich im Thread vertan und wolltest etwas unter Läuferin´s Beitrag im Lese-Thread schreiben oder?
      Weil irgend jemand meine Post verschoben hat in einen anderen Thread .

      Ich vermute das es die Moderatoren sind ,die manchmal eine Art aufweisen die Mafios sind . Irreführung von Themen und Threads.

      Dieses Post stand unter welches Buch liest du !

      Niemand ausser Moderatoren können Threads verschieben und Themen splitten .

      Im Kalten Krieg wurde so gearbeitet .

      Ich kenne mich da aus . alles was slawisch ist ist böse und feindlich ,weil es fremd ist .
      Einer der schon immer Kartoffeln gegessen hat wird nie Pizza essen weil Pizza fremd ist und giftig sein könnte


      Post 424 unter welches Buch liest du wurde im Kandidatenturnier nach Post 2 verschoben ohne meine Erlaubnis!
    • Gerade (08.06.2019, 14:00 Uhr MESZ) hat beim Kandidatinnenturnier 2019 in Kazan die siebte Runde begonnen, zur Fast-Halbzeit von insgesamt 14 Runden ergibt sich in der Tabelle ein sicher überraschendes Bild. An der Spitze liegt mit 5 aus 6 möglichen Punkten Aleksandra Goryachkina (Russland). Die mit 20 Jahren jüngste Teilnehmerin hat bereits 1,5 Punkte Vorsprung auf die Georgierin Nana Dzagnidze und die Russin Kateryna Lagno, die sie beide in direkten Duellen besiegte. Für die Exweltmeisterin Alexandra Kosteniuk sowie für die Muzychuk-Schwestern Anna und Mariya (Ukraine), allesamt favorisiert ins Rennen gegangen, ist der bisherige Verlauf nur traurig zu nennen, sie kommen jeweils auf magere 2,5 aus 6 Punkten und werden kaum noch Chancen auf den Turniersieg und damit auf das WM-Match gegen die Chinesin Ju Wenjun haben.

      Ansonsten werden die Spielerinnen ihrem Ruf, furchtloses und attraktives Schach zu spielen, einmal mehr gerecht. Von den 24 Partien der absolvierten sechs Runden wurden glatte 14 entschieden, damit liegt die Remisquote bei gerade 42 %. Neben eröffnungstheoretischen Debatten gibt es riskantes Angriffsschach mit Opfern à la Tal ebenso zu sehen wie Endspiele mit Fischer-würdiger Technik. Über Pfingsten könnte sich eine Vorentscheidung auf den Turniersieg anbahnen. Sollte Aleksandra Goryachkina weiterhin so konsequent und druckvoll spielen und im Zweifel das Glück auf ihrer Seite haben, könnte sie im Herbst dieses Jahres um den WM-Titel spielen. Ihre Verfolgerinnen müssen, wollen sie noch den möglichen Sieg im Auge behalten, das Risiko hochschrauben und gleichzeitig auf einen Einbruch der Führenden hoffen. Die Spannung bleibt.

      Die Partien werden unter anderem von IM Elisabeth Pähtz und GM Evgenij Miroshnichenko auf Englisch kommentiert, eine deutschsprachige Begleitung ist anscheinend nicht vorgesehen. Zusätzlich respektive hauptsächlich werden die Partien von den russischen Großmeistern Ilya Smirin und Sergey Schipow kommentiert - eine willkommene Gelegenheit, neben einer Schachlektion parallel eine zusätzliche in Russisch zu erhalten.

      Live-Übertragung >> chess24.com/de/watch/live-tour…ens-candidates-2019/7/1/1
      Offizielle Turnierseite >> fwct2019.com/
      Rundenberichte Deutsch >> de.chessbase.com/post/kandidat…d-6-goryachkina-im-glueck
      Rundenberichte Englisch >> fide.com/component/content/art…didates-to-15-points.html
    • Beim Kandidatinnenturnier in Kasan sind zwölf von vierzehn Runden gespielt, der Zweck der Auseinandersetzung ist aber bereits erreicht: Aleksandra Goryachkina liegt bei noch zwei ausstehenden Runden mit 2,5 Punkten in Führung, damit ist ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen. Die junge Russin wird die nächste Herausforderin der Weltmeisterin Ju Wenjun aus China sein. Am heutigen Ruhetag kann sie sich entspannen und sich über das wohlverdient Erreichte freuen.

      Aleksandra Goryachkina ist als einzige Spielerin des Achterfeldes noch unbesiegt. In der gestrigen Partie gegen die ehemalige Weltmeisterin Tan Zhongyi demonstrierte sie eine zähe Verteidigung in einer komplizierten Position mit einem Minusbauern und konnte die Partie mit Schwarz durch Zugwiederholung ins Remis retten. In der wohl vorentscheidenden Partie des Turniers aus der Runde 9 gegen Valentina Gunina konterte sie die scharfe Spielanlage ihrer Gegerin kaltblütig aus und siegte in offener Stellung mit forschem Spiel. Diese Vielseitigkeit, gepaart mit hoher qualitativer Konstanz bei geringer Fehlerquote, hat in Kasan keine Konkurrentin aufzubieten, so geht der Sieg völlig zurecht an die ehemalige Mädchenweltmeisterin und zweifache russische Meisterin Aleksandra Goryachkina.

      Im Live-Rating (15.06.2019) liegt sie mittlerweile auf Platz 3 der Weltrangliste, von der zweitplatzierten Ju Wenjun trennen sie noch 24 Punkte. Diese knappe Distanz lässt den Schluss zu, dass sich die beiden Spielerinnen im Herbst auf Augenhöhe begegnen werden, wenn sie sich zum Match am Brett gegenübersitzen. Bewerbungen zur Ausrichtung nimmt der Weltschachbund FIDE ab sofort entgegen. Die ausgelobte Wettkampfbörse von 500.000,- Euro für dieses Match lässt einen quasi staatlichen Ausrichter aus Russland respektive China wahrscheinlich sein. Eh bien, die beiden abschließenden Runden des Kandidatinnenturniers von Kasan werden für Aleksandra Goryachkina zum einen zur Kür ihres Spieles werden, zum anderen den Beginn ihrer Vorbereitung auf das Match gegen Ju Wenjun markieren.

      fide.com/component/content/art…-two-rounds-to-spare.html
      fwct2019.com/
      chess24.com/de/watch/live-tour…ns-candidates-2019/12/1/1
    • Vielleicht noch ein Kommentar zur Berichterstattung. Ich finde das "Gespann" Elisabeth und Jevgeniy für nahezu genial, um einer breiten Öffentlichkeit Schach näher zu bringen. Beide sind innovativ , aber trotzdem lustig , inspirierend und natürlich vom Fach - da knistert es förmlich.
      Viele Grüße an Elisabeth Pähtz von mir.
      Das ganze Leben ist ein Angebot.