Schachlehrkämpfe - Kommentare, Fragen und sonstiges

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    • Der SC hat sich heute beim 45. Zug recht eigenartig verhalten. Dass er sich im Laufe der 48 h mehrfach umentschieden hat ( erst Kd2, dann Ke2, dann b5, stand dann bis zum Schluß auf Te3) meine ich dabei aber nicht.
      Seltsam ist, er hat Ke2 gezogen, obwohl er Te3 anzeigt!?
      Ke2 kam erst einen Halbzug später in der Hauptvariante vor: 1. Te3 Kf6 2. Ke2 Lf4 3. Td3 Ke7

      Komisches Verhalten....
      Te3? ist wohl ein schlechter Zug,stellt den Turm auf die Farbe des Läufers?!

      Übrigens hatte er die Lage in den letzten Zügen wieder ausgeglichen (43. Lxd6 sogar mit + 0.27 ) bewertet, jetzt aber nur noch - 0,36.
      Die Rechentiefe wurde nur noch mit dem 4. Ast im 12. Hz angezeigt.Das ist im Endspiel natürlich sehr dünne!
    • Ich wäre jetzt gerne Mäuschen in Christoph's Kopf! Was denkt er, wenn er genau nicht mit diesem Zug rechnet, er dann aber doch gespielt wird!!?
      Wie stark ist der psychologische Faktor? Ein SC hat damit ja keine Probleme.

      Ich hoffe darauf, das Christoph im Nachgang der Partie, hoffentlich dazu nochmal Stellung nimmt, was er in dieser Situation gedacht hat.
      Seine Formulierung "Nachdem ich die Varianten nochmal überprüft habe...." drückt ja aus, dass er nachdenklich war.

      Interessant wird es, falls sich der SC jetzt auch noch zu Kd3 entschließt, der Zug konkurriert aber mit Td2.
    • Hallo an alle Zuschauer und Diskutanten jetzt auch von mir!
      Hier ein paar nachträgliche Gedanken zur 3. Partie:

      Mephisto hat mich mit der starken Abwicklung 14.Sxd5! mit der Pointe 16.Lf3! (das hatte ich übersehen) überrascht. Damit hat er meinen Angriff zum Stehen gebracht, und im Falle von 17.Lg2 (anstelle von 17.c6) hätte ich wahrscheinlich eine Zugwiederholung (17.-Dh5 18.Lf3) zugelassen.

      In den nächsten Zügen war mir die Stellung völlig unklar, und erst nach dem schwachen 22.g4? hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen.

      Nach 22.-Df7 war ich zum erstenmal sehr zuversichtlich, daß ich eine gute Stellung habe und in dem entstehenden Endspiel meine Chancen bekommen werde. Nachdem ich jetzt die Bewertungen von Mephisto in der folgenden Partiephase gelesen habe, bin ich doch sehr überrascht über seine viel zu positive Einschätzung aus weißer Sicht. Stockfish sieht nach 22.-Df7 schon großen schwarzen Vorteil, weil er offenbar die strukturellen weißen Probleme in dem entstehenden Endspiel antizipiert. Mephisto hat die Gefahren offenbar überhaupt nicht wahrgenommen und sogar dann noch Ausgleich angezeigt, als seine Stellung längst jenseits von Gut und Böse war.

      Nach 36.-a4 war ich mir ziemlich sicher, daß ich die Partie gewinnen werde, hatte aber noch starken Widerstand erwartet. Aber anstatt eines Aufbäumens unter Bauernopfer hat Mephisto mehrfach passiv gespielt (37.Td3 anstatt 37.Th1, 44.Kd1 anstelle von 44.e5!?) und mir damit die Sache relativ leicht gemacht.

      Nach 46.-Tc2+ hatte ich 47.Kd3 Ta2 48.Th1 als einzige sinnvolle Möglichkeit für Weiß angesehen, die Partie fortzusetzen. Aber ich hatte gleichzeitig auch die starke Vermutung, daß Mephisto 47.Td2 spielen würde - weil der Materialverlust in dieser Variante erst etwas später eintritt als nach 47.Kd3.

      Insgesamt eine interessante und inhaltsreiche Partie - Dank an @dangerzone für die Spielidee und Durchführung!