Wir coronieren

    • Um wieder aufs Thema zu kommen.

      Die Situation in Deutschland erinnert mich ein wenig an Österreich. - Auch hier gabs über Wochen einen weichen lockdown (und selbst der war viel zu spät) mit dem Ergebnis, daß sich alles im besten Fall auf viel zu hohem Niveau stabilisiert hat, mit einem ganz schlechten Ergebnis, was die schweren Fälle anbelangt. - Als letzter Ausweg blieb einfach nur mehr der harte lockdown, von dem wirklich zu hoffen ist, daß man endlich in der zweiten Woche runterkommt.

      Ident siehts für mich in Deutschland aus. - Ebenfalls zu spät, ebenfalls stabiler auf viel zu hohem Niveau. - Anzunehmen, daß am Montag/Dienstag mit den Nachmeldungen das klar sein wird. - Auch da müsste ein harter lockdown kommen, um halbwegs vernünftig gegen Ende Dezember ins Frühjahr zu kommen. - Vielleicht nicht in allen Bundesländern, obwohl Einheitlichkeit klüger wäre (wie von Merkel am Mittwoch gefordert - und von den Min. Pr. abgelehnt), dann aber doch in sehr vielen Bundesländern.

      Wie ich beim Durchzappen auf deutschen Sendern gehört habe, zerbrechen sich jetzt bis zum Mittwoch die Ministerpräsidenten die Köpfe. - Bissl spät, aber auf ihre Lösung darf man gespannt sein.

      The post was edited 1 time, last by franzli ().

    • Bin auch sehr gespannt, was die Ministerpräsidenten vorschlagen.

      Bin mir sicher, dass zu Weihnachten Familientreffen erlaubt sein werden trotz hoher Infektionszahlen, per Ausnahmeregelung wegen der besonderen Bedeutung.

      Das ist auch gut, aber vorher sollte die Anzahl der Infizierten stark reduziert werden, und dazu werden sich die Ministerpräsidenten nicht durchringen können nach den bisherigen Erfahrungen. Selbst ein einfacher Beschluss, die Winterferien eine Woche früher beginnen zu lassen, wird zerredet bzw. (aus Sachsen) sofort zurückgewiesen.
      Ob wohl die Landesregierungen und die Kirchen Weihnachtsgottesdienste zulassen? Das fände ich unverantwortlich.
      Und ich fürchte, die "Ausnahme" gilt dann nicht nur 3 Tage, sondern länger und auch für Silvester --
      die Folgen werden wir sehen.

      Ich fürchte sehr: Danach kommt der Winter, und die 3. Welle, ausgehend von hohem Niveau, ist vorprogrammiert.
      Der Lockdown-light kann die Herbsteffekte neutralisieren, aber was ist mit dem Winter, wo man noch mehr zu Hause bleibt? Hoffe, ich liege falsch.
    • hirni wrote:

      Was versuchst du hier gerade künstlich zu kreieren ? Dass es ältere Menschen gibt, die kurz vor dem Tode stehen und nun in Einsamkeit sterben müssen, weil es behördlich verboten wurde, diese unter dem Weihnachtsbaum zu besuchen ? Davon kann überhaupt keine Rede sein.
      Deinen weiteren Ausführungen kann ich entnehmen, dass es in der Hauptsache mal wieder um die eigene Lebenszeit geht, die man nach den "eigenen Vorstellungen " verbringen möchte und weil ja aufgrund des eigenen Alters eine gewisse Zeitknappheit herrscht, man diese doch bevorzugt zu behandeln hätte.
      Selbstbestimmung und Freiheit um jeden Preis kann und wird es in einer Solidaritätsgemeinschaft aber nicht geben.

      Ausdrücke wie "auf ein Jahr Lebenszeit zu verzichten" gehören schlicht in die Kategorie "völlig inhaltsleere/sinnbefreite Superlative, die nichts mit der vorliegenden Realität zu tun haben".
      Aber solche Worthülsen klingen so schön fetzig & reißerisch, gelle ? Da haut man schon gerne mal so etwas raus...

      Du tust ja gerade so, als ob dir sämtliche Lebensqualität geraubt wird. Dem ist aber in keiner Weise so. Und eine gewisse "Gängelung" wird man ertragen können.

      Gravierende Besuchsbeschränkungen in Pflege- und Altenheimeinrichtungen im Rahmen eines Pandemiefalles sind das einzige Problem, das sich nicht für alle Beteiligten zufriedenstellend lösen lässt.
      Allerdings wird auch hier von der üblichen Demo-Fraktion nicht selten so getan, als ob Familie und Verwandschaft bis zum Zeitpunkt der Einschränkungen täglich 24 Stunden lang die Einrichtungen belagerten, um das betreffende Familienmitglied zu betreuen und nun gähnende Leere in den Pflegeeinrichtungen herrscht. Die Bedürftigen sind mitnichten sich selbst überlassen, aber natürlich fehlen zumindest eine Zeit lang vertraute Personen.


      Aber wer auch nur einen Funken Verantwortungsgefühl besitzt, macht sich die Gefahren bewusst, die das Einschleppen des Corona-Virus in eine Pflegeeinrichtung mit sich bringen.
      Denn diese sind sprichwörtlich tödlich - für alle dort ansässigen Personen. Unfassbar, dass man darüber noch diskutieren will...
      ich kreire gar nichts. selbst einem corona fetischisten wie dir dürfte die tatsache nicht entgangen sein, dass viele ältere menschen alleine verstorben sind, ohne verwandschaft. das ist fakt, auch wenn es nicht gefällt. ich kenne da selbst fälle.

      es kann ja gut sein, dass du noch 50 jahre hast, aber es gibt ganz sicher millionen, bei denen anders ist. wie auch bei mir.
      ich sehe es auch def. nicht ein, dass wegen menschen wie dir, und ihrem übersteigerten sicherheitbedürfniss, die allgemeinheit in sippenhaft genommen wird. niemand, außer du selbst, bist für deine sicherheit zuständig. dieses permanente "solidaritätsgeschwafel" dient doch nur dazu, die eigene unfähigkeit zum selbstschutz zu verdecken. wenn eine gewisse gängelung doch zu ertragen ist, wieso bleibst du dann nicht zu hause, bestellst dein essen beim caterer, und hältst ansonsten deinen sicherheitsabstand ein? wohl zu viel des guten? ich bin der meinung, wer nicht in der lage ist, selbst auf sich aufzupassen, sollte vielleicht über einen vormund nachdenken. der übernimmt dann die verantwortung.

      ja, es wird mir lebensqualität geraubt. ich kann keine restaurants besuchen, der stammtisch fällt aus, und noch ein paar dinge.

      die pflegeeinrichtungen kann man auch anders schützen, ohne dafür das ganze land vor die wand zu fahren. jede quarantäne station in einem krankenhaus ist hermetisch abgeriegelt. rein kommt nur personal im schutzanzug. so ähnlich könnte man es auch dort machen.

      aber ehrlich gesagt, mache ich mir keine hoffnung auf vernünftige lösungen, wenn man die allgemeine paranoia betrachtet, die um sich greift.
    • Sirrdatha wrote:

      Kjeld wrote:

      Sirre...der Dislike deswegen, weil ich diesen - deinen verbrochenen Thread echt nicht leiden kann!
      Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich ihn abgrundtief hasse,
      aber das wäre wohl übertrieben...na ja oder auch nicht...^^

      Bei Gambit hat es keinen Zweck sich zu echauffieren, der macht einfach weiter mit seiner Gülle,
      weil er es einfach ich schnallt, dass sein Müll niemanden wirklich interessiert.
      Wie bist du denn drauf... :cursing: du liest immer wieder hier mit
      was du nicht magst und
      bezichtigst mich eines Verbrechens.
      Scheint aber irgendwie eine Hassliebe zu sein
      und kannst wohl doch nicht ohne diesen von dir verhassten Thread.
      Dann lass es doch einfach........ :thumbup:



      Ja du Bösewicht, du hast es verbrochen und du musst jetzt zur Strafe zehn Liter Mineralwasser Medium trinken, damit es dir mal ordentlich aufstößt :)
      (Spaß Ende) :)
    • Sorry @diver100,
      aber unsachlicher, als in deinem Beitrag, geht es wohl kaum!
      Zumal dich hirni in seinem (von dir zitierten) Beitrag gar nicht gemeint hat.

      Darüber hinaus betrachte ich mich nicht als "paranoid", bloß weil ich vorsichtig bin!

      Meine Mutter(wird 80) und meine Schwiegermutter(ist im Oktober 85 geworden)
      möchte ich ungern anstecken, bloß weil ich irgendwo über die Stränge schlagen mußte/wollte!
      Einfach ein bisschen Vernunft walten lassen!
      Was spricht denn dagegen, wenn man sich nach Jahren/Jahrzehnten der Ausschweifungen
      mal ein bisschen zurück nehmen muß?
      Ich erinnere mich grade an die Zeit, als HIV im Fokus stand. Die Meisten haben daraus gelernt.
      Wer bei einem OneNightStand heute noch kein Kondom benutzt ist schlichtweg lebensmüde.
      Und Diejenigen, die es benutzen sind nicht paranoid, sondern einfach nur vorsichtig!
      Vorsichtig sich und dem Partner/der Partnerin gegenüber!
      Hat die Mahnung zur Benutzung eines Kondoms hinsichtlich HIV jetzt auch was mit
      "geraubter Lebensqalität" zu tun?
      Im Verkaufsraum eines Supermarkts tragen wir jetzt MNS!
      Im Bett tragen wir bei einem OneNightStand jetzt ein Kondom!

      Was ist daran so schwer zu verstehen?

      Man hat nicht immer nur an sein Eigenwohl zu denken, sondern oft auch an das Wohl Derer, die man liebt!
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      Schmiddi wrote:

      Sorry @diver100,
      aber unsachlicher, als in deinem Beitrag, geht es wohl kaum!
      Zumal dich hirni in seinem (von dir zitierten) Beitrag gar nicht gemeint hat.

      Darüber hinaus betrachte ich mich nicht als "paranoid", bloß weil ich vorsichtig bin!

      Meine Mutter(wird 80) und meine Schwiegermutter(ist im Oktober 85 geworden)
      möchte ich ungern anstecken, bloß weil ich irgendwo über die Stränge schlagen mußte/wollte!
      Einfach ein bisschen Vernunft walten lassen!
      Was spricht denn dagegen, wenn man sich nach Jahren/Jahrzehnten der Ausschweifungen
      mal ein bisschen zurück nehmen muß?
      Ich erinnere mich grade an die Zeit, als HIV im Fokus stand. Die Meisten haben daraus gelernt.
      Wer bei einem OneNightStand heute noch kein Kondom benutzt ist schlichtweg lebensmüde.
      Und Diejenigen, die es benutzen sind nicht paranoid, sondern einfach nur vorsichtig!
      Vorsichtig sich und dem Partner/der Partnerin gegenüber!
      Hat die Mahnung zur Benutzung eines Kondoms hinsichtlich HIV jetzt auch was mit
      "geraubter Lebensqalität" zu tun?
      Im Verkaufsraum eines Supermarkts tragen wir jetzt MNS!
      Im Bett tragen wir bei einem OneNightStand jetzt ein Kondom!

      Was ist daran so schwer zu verstehen?

      Man hat nicht immer nur an sein Eigenwohl zu denken, sondern oft auch an das Wohl Derer, die man liebt!
      nun, du nennst es unsachlich, ich nenne es realität. ich denke, der beitrag war sehr wohl auf mich abgetzielt. wenn dem nicht so war, dann sorry für das missverständniss. aber nichtsdestotrotz bleibt das meine meinung. wie du selbst mit der ganzen geschichte umgehst, spricht dir doch gar niemand ab. du darfst dich einschränken, kannst die maske 24 stunden am tag tragen, kannst alles tun, was du gerne möchtest. aber weshalb sollen dann alle anderen dir folgen? ich rede hier nicht von ausschweifungen, sondern von ganz normalen dingen, wie z.b. reisen, sich mit freunden treffen, etc.

      sicher passe ich auf meine familie auf. aber desshalb verlange ich nicht, dass die halbe welt sich um uns sorgt. wie ich schon sagte, soll sich doch bitte jeder um seinen bereich kümmern, dann klappt das auch. für diejenigen, die das nicht können, bzw. nicht dazu in der lage sind, darf gerne der staat in die bresche springen. aber mündige bürger soll man gefälligst selbst darüber entscheiden lassen, was gut für sie ist. ich hasse diese zwangsbeglückung.
      zum thema HIV schreibe ich jetzt mal nichts, das wäre ein neues thema. nur so viel, auch da kämen wir vermutlich nicht auf einen nenner.
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      Was sind schon ein paar tausend Tote mehr oder weniger, wenn es um Restaurantbesuche und Stammtischrunden geht.
      Das hat nichts mit Verstehen zu tun... derart egomanisches Gedankengut bedarf keiner größeren Aufmerksamkeit.

      Zum Glück hat der Großteil der Bevölkerung verstanden, um was es eigentlich geht und befürwortet die getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung.
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      Schweden

      nachdenkseiten.de/?p=66941

      Dr. Sebastian Rushworth aus Stockholm, siehe unser Interview aus der vergangenen Woche, hat in seinem Internetblog zuletzt eine neue Übersichtsstudie besprochen, die in „The Lancet“, einer der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, veröffentlicht wurde: „Kommen wir gleich zur wichtigsten Erkenntnis, man könnte fast zur Einschätzung kommen, dass die Autoren dies verbergen wollten, da sie es kaum besprechen: Sie fanden keinerlei Korrelation zwischen der Dauer und Härte von Lockdowns und der Zahl der Corona-Todesfälle.“ Es gäbe auch keinen Zusammenhang zwischen Massentests und der Zahl der Toten: „Im Grunde scheint nichts von dem, was verschiedene Regierungen zur Bekämpfung von Corona unternommen haben, irgendeinen Einfluss auf die Zahl der Todesfälle gehabt zu haben.“
      Bild: © Henning Rosenbusch
      Henning Rosenbusch ist auch via Facebook und Twitter zu erreichen und veröffentlich dort interessante Meldungen zu Schweden, Corona und Co.
      Quelle: nachdenkseiten.de
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      hirni wrote:

      Was sind schon ein paar tausend Tote mehr oder weniger, wenn es um Restaurantbesuche und Stammtischrunden geht.
      Das hat nichts mit Verstehen zu tun... derart egomanisches Gedankengut bedarf keiner größeren Aufmerksamkeit.

      Zum Glück hat der Großteil der Bevölkerung verstanden, um was es eigentlich geht und befürwortet die getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung.
      von der ganzen bevölkerung verlangen, dass sie sich einschränken soll, nur weil man es selbst nicht hinbekommt, aber dann von egomanischem gedankengut reden. auf die idee muss man auch erstmal kommen.

      aber zum glück werden es immer mehr, die den irrsinn hinterfragen
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      Zu post 2370 von @Bademeister

      vielen Dank für den Hinweis! Hier ist die angesprochene Studie:

      thelancet.com/action/showPdf?pii=S2589-5370(20)30208-X

      Habe sie mir nur ganz kurz angesehen. Das verlangt Arbeit und Zeit, denn die Materie ist schwierig. Jedoch:

      De angegebene Erkenntnis wird von den Autoren deutlich direkt im Abstract (= Kurzzusammenfassung) zu Anfang ihrer Arbeit angegeben.
      Auch am Ende, in der Diskussion, taucht Covid-19 mehrfach auf, u.a. direkt im 1. Satz.

      Nur als Anmerkung: die Arbeit wurde publiziert in der Zeitschrift EClinicalMedicine (Elsevier), offenbar als Teil von "The Lancet" -- aber nicht in der Zeitschrift "The Lancet" -- nicht Dein Fehler, Bademeister, denn das hat Rushworth missverständlich beschrieben. Die Ansprüche von EClinicalMedicine und The Lancet können unterschiedlich sein. The Lancet hat einen Zitationsindex von 73, EClininicalMedicine nur von 1,7.
      Elsevier ist aber ein sehr angesehener Verlag, daher EClinicalMedicine bestimmt eine gute Zeitschrift.
      Davon abgesehen, kommt es auf den Inhalt an. Hoffe ich komme später dazu.

      The post was edited 1 time, last by Manni5: Tippfehler ().

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      diver100 wrote:

      da sitzt du dann mit zig anderen im wartezimmer, und wenn du noch nichts gravierendes hast, hast du da die besten chancen, dir was mitzunehmen. nein danke. das war früher so, ist heute so, und wird auch immer so sein. wegen sowas war ich noch nie beim arzt.

      diver100 wrote:

      ja, es wird mir lebensqualität geraubt. ich kann keine restaurants besuchen, der stammtisch fällt aus, und noch ein paar dinge.
      Wenn es dir nicht möglich ist,dich beim Stammtisch,im Restaurant oder bei anderen Dingen einen Virus ein zu fangen,dann geh doch zum Arzt,dort sind ja deiner Meinung nach die Cancen am Besten.

      Ich bin auch der Meinung,daß Kneipen alle 3 Tage mal geöffnet haben müssen.Denn nach 3 Tagen ohne Flüssigkeit können Menschen,die nicht wissen,wie man außerhalb von Kneipen was trinken kann,ernsthaften Schaden nehmen.
      Da es Leute gibt ,die zu dumm,zu faul,oder zu bequem sind,sich selber was zu Essen zubereiten,müssen auch alle Restaurants wenigstens ein mal die Woche geöffnet haben.Sonst leidet dieser Personenkreis an Mangelerscheinungen und das will ja wohl keiner.
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      @Bademeister post 2370

      Habe mir die Originalarbeit angesehen und den dazugehörigen Blog von Rushworth inkl. der Leserkommentare ganz gelesen.

      Zur Originalarbeit: Ist schwierig. Eher etwas für Experten.
      Die Autoren haben sich die 50 Länder mit den höchsten Infektionszahlen angesehen und diverse ("alle möglichen", wie Rushworth zu Recht beschreibt) Wechselwirkungen zu Corona-Auswirkungen analysiert.
      Wie Rushworth betont: dies ergibt statistische Korrelationen, stellt aber keine Ursächlichkeiten fest.
      Dabei erfolgte eine Mittelung über alle 50 Länder, was Anlass zu Kritik bietet (s.u.). Eine Auswahl der Resultate:
      Höheres Durchschnittsalter, Adipositas (Fettleibigkeit), längere Dauer bis zu Grenzschließungen korreliert mit höheren Fallzahlen.
      Starke Lockdown-Maßnahmen korrelieren nicht mit geringeren Mortalitätsraten, führen aber zu besseren Genesungszahlen. (?? versteh ich ehrlich gesagt nicht!)
      Höhere Zahlen von Krankenschwestern führen zu wesentlich geringeren Mortalitätsraten. (!!)
      Und vieles mehr.

      Zu Rushworths Blog: Dass er direkt im 1. Satz sagt, die Arbeit sei in Lancet erschienen, was zu Missverständnissen führen kann (siehe post 2372), kann "Marketing" sein - schade. Das hätte nicht sein müssen. Es hat offensichtlich zu einer völlig falschen Angabe von "The Lancet" im Artikel von Henning Rosenbusch geführt. Den darauffolgenden Inhalt des Blogs fand ich ziemlich gut. Er erläutert vieles verständlich und mit Fachwissen, ist auch kritisch.

      Man merkt jedoch, er hat eine klare Zielrichtung ("lockdowns sind sinnlos und Schweden brauchte sie nicht"),
      bei der er nicht mehr selbstkritisch ist. Z.B. bespricht er obige Nicht-Korrelation von Lockdowns und Todeszahlen, aber er erwähnt nicht die genauso deutlich in der Arbeit angegebene Korrelation zu besseren Genesungszahlen. (Wie auch immer das zusammen passt). Diese hält er für statistisch nicht relevant, aber was ist dann mit dem 1. Ergebnis?
      Ein Leser weist ihn auf folgende plausible Erklärung hin: wenn die Mortalitätszahlen steigen, führen Länder striktere Lockdowns ein. Daher sind diese eher nicht mit geringeren Mortalitätszahlen korreliert. Genau das sehen wir auch jetzt in Deutschland.
      Hinzu kommt, dass nur die Daten bis 1. Mai berücksichtigt wurden - da waren viele Länder noch im "Abschwung". Die Mittelung über diese Länder kann, wie ein Leser schreibt, zu völlig falschen Ergebnissen führen, das sog. Simpson-Paradoxon (siehe Wikipedia). Dies könnte in der Tat hier genau zutreffen. Die Länder sollten einzeln betrachtet werden. Rushworth gibt das im Prinzip zu (er hatte vorher auch selber Kritik in dieser Richtung an der Arbeit geäußert), möchte aber bei seiner Konklusion bleiben (da merkt man seine Wunschresultate).
      Seine Behauptung, die Autoren würden etwas unterdrücken oder nicht klar herausstellen, seh' ich überhaupt nicht - sie erwähnen die Resultate mehrmals deutlich und sind wissenschaftlich sachlich, genau wie es sein soll.

      Daher: die Arbeit hat verschiedene Angriffspunkte und Unklarheiten, die auch Rushworth selber angibt. Er belegt damit trotzdem seine gewünschten Zielresultate, ohne seine Methodenkritik auch dort anzuwenden - tja, sorry, so geht's nicht.

      Zu Rushworth: Ich hab' was gelernt. Gut zu lesen, aber man sollte sich bewusst sein, das er voreingenommen ist.
      Was er zu Adipositas sagt, ist hervorragend: Bemühungen dagegen würden nicht nur gegen Covid-19, sondern gegen viele Krankheiten helfen.

      The post was edited 3 times, last by Manni5 ().

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      diver100 ...
      (Zitat: Ich sehe es auch def. nicht ein, dass wegen menschen wie dir, und ihrem übersteigerten sicherheitbedürfniss, die allgemeinheit in sippenhaft genommen wird.)
      .....ist ein Querdenker U-Boot. Begriffe aus der Nazizeit werden benutzt, um sie umdeuten zu können und ihres ursprünglichen Zusammenhanges beraubt. Wer sich dieser Technik bedient, siehe Anne Frank Diskussion, dem geht es nicht um Corona.
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      #ostseepower
      Sie haben denn Sinn meines Beitrages völlig richtig interpretiert. Darin ging es nicht um Corona, sondern die demagogischen Bemühungen mancher unserer Mitbürger.
      Achten Sie einmal darauf, wie Begriffe aus dem dritten Reich verwendet werden. Ermächtigungsgesetz, Sippenhaft, Judensterne mit absurden Neubotschaften.
      Schlüpft in die Opferrolle, das ist eine Strategie dieser Leute, die verhindern wollen, dass alle sogleich den Wolf im Schafspelz entdecken.