Wir coronieren

    • Es ist mir auch unverständlich, wieso wir so lange diese Meldeprobleme haben.

      Wir haben einen Notstand. Vielen Betrieben wurde die Arbeit verboten, wir haben Ausgangsbeschränkungen, Reisebeschränkungen usw usf.

      Dazu stehe ich auch. Aber dann erwarte ich auch, dass die Gesundheitsämter keinen Meldeverzug haben.
      Dasselbe erwarte ich auch von den Laboren -- diese können vollen Feiertags- und Nachtzuschlag bezahlt bekommen.
      Bei der Sitzung der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin ging es um die essentielle Frage der Art der weiteren Fortführung. Dafür brauchen diese Daten, die so gut wie möglich sein müssen.

      Völlig verschlampt wurde die Entwicklung der neuen UK-Virusvariante und was das für uns bedeutet.
      Wieso kündigt der Bundesgesundheitsminister erst jetzt ein Nachholprogramm zur Untersuchung der Gensequenzen an?
      Ich will ja nichts sagen, aber selbst ich habe am 15. Dez. über die neue Variante hier aus englischen Medien berichtet.

      Die Ministerien wollten offenbar lieber Weihnachten machen.
    • haz.de/Nachrichten/Der-Norden/…In-Weyhe-in-Niedersachsen

      Nachrichten die nicht wirklich das Vertrauen in die Impfung stärken dürften, zumal man es bestenfalls durch Zufall erfährt.


      EDIT:

      Manni5 wrote:

      Dasselbe erwarte ich auch von den Laboren -- diese können vollen Feiertags- und Nachtzuschlag bezahlt bekommen.

      Ich denke, dass du mit dieser Forderung daneben greifst.
      Du forderst quasi von den Angestellten, dass sie für die Versäumnisse der Politiker büßen sollen.

      Ich gehe sogar soweit, dass das Hauptproblem nicht bei den Laboren liegt sondern eher beim RKI und eventuell bei den Gesundheitsämtern.
      Was nützen die Ergebnisse der Labore, wenn RKI und Gesundheitsämter diese nicht den richtigen Tagen zuordnen können?

      The post was edited 1 time, last by Gambitspieler ().

    • Manni5 wrote:

      Es ist mir auch unverständlich, wieso wir so lange diese Meldeprobleme haben.

      Wir haben einen Notstand. Vielen Betrieben wurde die Arbeit verboten, wir haben Ausgangsbeschränkungen, Reisebeschränkungen usw usf.

      Dazu stehe ich auch. Aber dann erwarte ich auch, dass die Gesundheitsämter keinen Meldeverzug haben.
      Dasselbe erwarte ich auch von den Laboren -- diese können vollen Feiertags- und Nachtzuschlag bezahlt bekommen.
      Bei der Sitzung der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin ging es um die essentielle Frage der Art der weiteren Fortführung. Dafür brauchen diese Daten, die so gut wie möglich sein müssen.

      Völlig verschlampt wurde die Entwicklung der neuen UK-Virusvariante und was das für uns bedeutet.
      Wieso kündigt der Bundesgesundheitsminister erst jetzt ein Nachholprogramm zur Untersuchung der Gensequenzen an?einzigen
      Ich will ja nichts sagen, aber selbst ich habe am 15. Dez. über die neue Variante hier aus englischen Medien berichtet.

      Die Ministerien wollten offenbar lieber Weihnachten machen.
      Ich fürchte @'Manni5 das unsere Lockdown besessene Regierung die genauen Zahlen gar nicht braucht, da sie weiterhin die Altenheime nicht ausreichend schützt und lediglich auf das Impfen hofft.
      Die Sterbefälle in den Altenheimen bleiben konstant hoch, Experten werden das Wissen, und es schon an die Politiker weiter gegeben haben, nicht umsonst werden wir schon auf ein Lockdown bis Ostern vorbereitet. :(

      Die Alternative, die Boris Palmer anbietet, wird leider nicht beachtet ! (Noch nicht )
    • In den Alten- und Pflegeheimen sterben sehr viele. Dass es ein großes und schwieriges Problem ist, diese sicherer zu machen, ist auch aus vielen anderen Ländern bekannt.

      Haben unsere Bundesregierung oder einzelne Ministerpräsidenten eigentlich wenigstens versucht, dort vorzusorgen und diese Heime zu unterstützen? Oder wurde z.B. die Bundeswehr erst eingesetzt, als es wieder zu spät war? Ich weiß dazu nichts.
    • In Großbritannien waren die Infektionszahlen explodiert, so dass die Krankenhäuser nahezu voll waren und die Krankenwagen vor einigen Schlange standen. Aber es sieht so aus, dass der kurz vor Weihnachten verschärfte Lockdown dort erste Wirkung zeigt:

      dailymail.co.uk/news/article-9…-Covid-cases-flatten.html

      Allerdings werden die Mortalitätszahlen noch 1-2 Wochen sehr hoch sein.

      Da dort die mutierte Variante sehr verbreitet ist, in etlichen Landesteilen sogar mehr als die bisherige, zeigt dies, dass auch sie sich mit einem harten Lockdown bekämpfen lässt.

      Und es bestätigt sich abermals das Schulbuchwissen der Epidemiologen: je eher, desto besser insgesamt.
    • Der französische Gesundheitsminister hat heute in einer Pressekonferenz geschätzt, dass in Frankreich mit der neuen UK-Virusvariante täglich ca. 200-300 Personen infiziert werden. Trotz des französischen Lockdowns.

      linternaute.com/actualite/guid…irus-la-plus-inquietante/

      Er hatte vorgestern die Gesamtzahl dieser Infektionen mit der Mutante auf 1.000 geschätzt, siehe post 3398.
    • Da hat wohl jemand diesen thread hier nicht verfolgt:

      to do

      Wir sollten Prof.Dr.Wieler zu dieser illustren Runde hier einladen. Dann kann man ihm mal erklären, "how the lockdown-bunny runs" ..


      Danach schalten wir auch noch das ganze Team des Paul-Ehrlich-Instituts live hinzu:

      impf den pimf

      Die können dann eifrig hinterherhoppeln....


      Ok, das deutsche Ärzteblatt genießt jetzt nicht den seriösen Ruf des intellektuell stimulierenden Axel Springer Verlages, aber ein Fünkchen Wahrheit könnte sich ja doch in dem einen oder anderen Sätzchen verstecken.
      Wenn auch sehr unwahrscheinlich....

      Egal, mein Fokus verschiebt sich ohnehin Richtung Distributionsdesaster, das sich ein Kopf an Kopf-Rennen mit dem Bürokratiewahnsinn liefert.
      Verwaltungsvölkchen Deutschland halt...
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      dw.com/de/wie-t%C3%BCbingen-se…a-sch%C3%BCtzt/a-55941233

      In der Tat ist der Schutz der älteren pflegebedürftigen Menschen eine Herkules Aufgabe in der heutigen Zeit.
      Unabhängig von Corona verrate ich aber auch kein Geheimnis, das diese Gruppe bei jährlichen Grippe / Hitzewellen u.s.w. ebenfals besonders anfällig und gefährdet sind.
      Der Schutz der Pflegeheime ist eine Komponente aus Bewohnern, Pflegepersonal und Besuchern , welche bei Missachtung einer davon katastrophale Folgen hat.
      Die sicher Kosten aufwendigen Maßnahmen haben in den Altenheimen in Tübingen auch in Kombination mit logistischen Änderungen gute Erfolge vorzuweisen.
      Eine Vermutung von mir ist , das nicht überall in Deutschland dieser kombinierte Schutz durchgeführt wurde.(wird doch auch sonst von der Bundeskanzlerin auf einheitliche Maßnahmen gedrängt 8) )
      Das Impfen soll ja nun die Zahl der täglich sterbenden senken, da es ja bekanntlich bei der Bestellung und der Menge des Impfstoffes Schwierigkeiten gab, bleiben spekulative Fragen, die wir zwar diskuttieren, aber leider ändern können.
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      Ein Schutz von Pflegeheimen ist illusorisch, wenn die Anzahl von Infizierten vor der Tür zu hoch ist. Bei uns in Bayern sind viele Heime betroffen, obwohl Schutzausrüstung vorgeschrieben ist, Schnelltestungen täglich bei den Bewohnern durchgeführt werden und Besucher nur mit negativen PCR-Test nicht älter als 48 h reinkommen.
      Auch Palmers Pflegeheime haben diese Probleme.
      welt.de/politik/deutschland/ar…g-fuer-Tuebinger-Weg.html

      Das einzige was allen hilft sind wenig Infizierte und wenig Kontakte.
    • New

      johnniered wrote:

      Ein Schutz von Pflegeheimen ist illusorisch, wenn die Anzahl von Infizierten vor der Tür zu hoch ist. Bei uns in Bayern sind viele Heime betroffen, obwohl Schutzausrüstung vorgeschrieben ist, Schnelltestungen täglich bei den Bewohnern durchgeführt werden und Besucher nur mit negativen PCR-Test nicht älter als 48 h reinkommen.
      Auch Palmers Pflegeheime haben diese Probleme.
      welt.de/politik/deutschland/ar…g-fuer-Tuebinger-Weg.html

      Das einzige was allen hilft sind wenig Infizierte und wenig Kontakte.


      Es stellt sich nur die Frage was passiert, wenn weniger oder kaum noch Kontakte für die Alten zur Außenwelt zugelassen werden...^^

      Die Alten völlig von der Außenwelt abschirmen, bedeutet dann auch, dass vermehrt alte Menschen an Vereinsamung sterben.
      Lässt man es so wie es derzeit ist, sterben die Alten an Coronainfektionen.
      Was ist letztlich der schönere Tod?

      Sterben durch Corona oder sterben weil man wie ein Schwerstverbrecher eingesperrt wird
      und nur noch Kontakt zur Außenwelt mittels TV Gerät, im besten Fall mittels Internet hat...?!

      Hat man die Alten denn mal gefragt, was sie darüber denken und was ihre Meinung ist ?
      Nein!
      Man entscheidet über die Köpfe, der in der Mehrzahl mündigen alten Menschen hinweg, was sicher auch dazu beiträgt, dass sich die Alten negative Gedanken machen, was ihr ohnehin angegriffenes Immunsystem zusätzlich schwächt.

      Man wird das Ei des Kolumbus auch in diesen Fall nicht ausgraben können.

      Eher sollte man sich endlich mal geeignete Maßnahmen einfallen lassen,
      um hier konstruktiv das Problem anzugehen, als die Alten einfach wegsperren zu wollen.
    • New

      Zum leidigen Meldeproblem
      Inzwischen sind täglich mehr als 1.000 Todesfälle an oder mit Corona und über 20.000 gemeldete Neuinfektionen zur traurigen Realität geworden.
      Die Meldepraxis mit durchschnittlich 14 Tagen Verzug ist jedoch eine einzige Bankrotterklärung.

      Die Fallmeldungen verteilen sich schließlich auf rund 400 Gesundheitsämter. Jeder kann selber ausrechnen, wie wenige Datensätze pro Gesundheitsamt täglich im Mittel zu verarbeiten sind. Damit ist nicht einmal ein einziger versierter Datenbearbeiter auch nur annähernd ausgelastet.

      Ich behaupte sogar, dass der gesamte Meldeweg von der behandelnden Klinik bzw. vom behandelnden Arzt zum lokalen Gesundheitsamt, von dort zur zuständigen Landesbehörde und von dort an das RKI mit geringem Aufwand vollautomatisiert werden könnte.

      Das wäre leicht über entsprechend eingerichtete Onlineportale oder noch leichter (wenn auch dilettantisch) auch nur per E-Mail mit automatischer Weiterleitung möglich, wenn man sich denn auf ein einheitliches Meldeformular, das eine automatische Auswertung ermöglicht, einigen könnte.

      Allerdings haben natürlich die Datenschützer wieder etwas dagegen. Die lieben, wie alle Beamten, Papier und Behörden wie auch Arztpraxen und Krankenhäuser verwenden in der Meldepraxis an vielen Stellen immer noch das gute alte Fax. Inwiefern Faxe aus der Sicht des Datenschutzes sicherer sein sollen als die digitale Übermittlung, erschließt sich mir allerdings nicht. Schließlich können Faxe genauso leicht mitgelesen werden, wie offene digitale Übermittlungen.

      Die diesbezüglichen Versäumnisse in der Vergangenheit sind peinlich, die nicht erfolgte Korrektur dieser Verhältnisse in den Sommermonaten ist eher schon kriminell.

      @hirni
      Im Grunde habe ich Vertrauen in die moderne Medizin und stehe auch den beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie aufgeschlossen gegenüber. Trotzdem bleibt mir Manches unverständlich.
      Ich zitiere mal aus dem von Dir angeführten Artikel:

      Schärferer Lockdown laut RKI eine mögliche Option (aerzteblatt.de)

      Dort sagt Wieler u.a.:

      "Dass die Maßnahmen wirkten, sehe man anhand der sehr niedrigen Fallzahlen anderer Atemwegsinfektionen im Vergleich zu den Vorjahren."
      Die Maßnahmen wirken also gut (sehr niedrige Fallzahlen) auf andere Atemwegsinfektionen (Influenza?) aber nicht in gleichem Maße auf die Corona-Viren. Das mag man vielleicht mit höherer Infektiosität der Corona-Viren erklären wollen, befriedigend wäre diese Erklärung aber nicht.

      Wir wissen schlicht nicht, auf welchen Wegen die massenhaften Infektionen (unter Beachtung der Dunkelziffer, Wieler gibt den Faktor 4 – 6 dafür an, sind es ca. 100.000 pro Tag) erfolgen. Auch das ist nach knapp einem Jahr Corona eine Bankrotterklärung.

      Bei aller Achtung für die meist aufopferungsvolle Arbeit in den Gesundheitsbehörden und Einrichtungen. Soviel Kritik muss erlaubt sein.
      Der Sieg der Zeit über das Material erfordert Opfer!
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      Zur Zeit gibt es mehrere mutierte Virusvarianten. Eine Kurzzusammenfassung, so wie ich es mitgekriegt habe (Korrekturen/Ergänzungen sind willkommen!):

      - es gibt vier Varianten aus UK, Südafrika, Brasilien, heute Ohio (USA), die unabhängig voneinander entstanden, aber ähnlich sind. Das Virus dockt sich mit Spikes an die menschliche Zelle an. Die Mutationen haben nun für Änderungen an den Spikes gesorgt, die das Andocken erleichtern. Damit ist die Infektiosität höher.

      Die Gefährlichkeit nach einer Infektion soll für die UK-Variante unverändert sein; die Südafrika-Variante soll nach Berichten von Ärzten für jüngere Personen gefährlicher sein als die bisherige, aber Studien dazu kenne ich nicht.

      Die Impfstoffe dürften wirken; für die UK-Variante aus mehreren Gründen.

      Die UK-Variante ist in UK sehr verbreitet und bei uns bzw. in der EU im Anfangsstadium der Verbreitung, aber der Grad ist unbekannt. Die Südafrika-Variante ist in Südafrika verbreitet, in Europa etliche einzelne Fälle durch Reisende.
      Zu den Brasilien- und USA-Varianten ist noch wenig bekannt.

      - heute wurde über eine weitere neue Variante aus Ohio (USA) berichtet, die drei andere Mutationen aufweist, die ebenfalls zu höherer Infektiosität führen. Diese soll sich bereits in Ohio stark verbreitet haben.
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      Hallo Patzer,
      da bin ich vollkommen bei dir. Es gibt einige Maßnahmen, die deutlich Achselzucken und Kopfschütteln bei mir auslösen.
      Man denke da an den 15km-Radius oder dass z.B. Blumenläden und Hundefrisiersalons öffnen dürfen, während andere Kleingeschäfte geschlossen bleiben müssen.
      Ncht, dass ich Blumen nicht schön finde, aber welch Wirkung geht von so einem Beschluss aus ?
      Oft denke ich, dass sich insbesondere politische Entscheidungsträger zu weit von der Basis bzw. von den wirklichen Problemen der realen Welt entfernt haben und in ihren Entscheidungen ein deutliches Übermaß an Formalismus, Bürokratie und Vorschriftstreue einfließen lassen. Unkonventionelle Hilfe (man denke an Maskenverteilung am Straßenrand) scheidet aus; es könnte ja mit negativen Auswirkungen auf das eigene Amt verbunden sein.

      Abgesehen von diesen Irritationen bleibt für mich der lockdown aber alternativlos. Was eine Abkehr bedeuten kann sieht man am ehemaligen Vorzeigemodell Irland:

      Irland

      Zwar wird versucht, die verheerende Entwicklung komplett auf die Mutation zu schieben, aber derartige Argumentationen bzw. Schuldzuweisungen gehören für mich lediglich zum Standardrepertoir einer Regierung.
      Sicherlich hat die Mutation einen akzeleratorischen Effekt - mit hartem lockdown aber so gut wie keinen Wirt.

      Was die Bankrotterklärung angeht kann ich nur mantraartig wiederholen: kein lockdown dieser Welt - egal wie hart - zeigt den gewünschten Effekt, so lange es noch genug "Winterberg-Fans" gibt.
      Augenscheinlich gibt es noch genug Menschen, die man am besten an den eigenen Fernsehsessel kettet, damit die Erfolgsaussichten deutlich steigen.
      Leider ist es genau das Klientel, welches eine Ansteckung in der Regel ohne größere Probleme übersteht bzw. überstehen würde, aber letzten Endes eine Menge vor allem älterer Menschen ins Verderben stürzt.
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      Am kommenden Dienstag wird eine Verschärfung des Lockdowns beschlossen werden.

      Ein Grund ist, dass die Infektionszahlen hoch sind und höchstens langsam fallen.

      Der Hauptgrund, denke ich, ist die neue Virusvariante aus Großbritannien mit folgender Verbreitung:
      - Massive Verbreitung in UK, 7 Tage-Inzidenz (alte+neue Variante) z.B. in London über 1.000
      - nachgewiesen in Dänemark geschätzt 770 Fälle, in Frankreich über 1.000 Fälle der neuen Mutation geschätzt
      - in Deutschland unbekannt, aber etliche Einzelfälle und erste Nachweise durch Tests (Köln, wie berichtet)

      Das lässt sich am besten nur ganz zu Anfang bekämpfen. Da die Min-präsidenten sich im Okt/November schon einmal gegenüber der Naturwissenschaftlerin Merkel blamiert haben mit tödlichen Folgen (was ja ein paar zugegeben haben), werden sie sich Blockadehaltungen sehr überlegen.
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      hier mal eine Studie, die gegen den Lockdown spricht:

      onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/eci.13484

      zu Irland weiterhin noch ein Artikel:

      heise.de/tp/features/Irland-un…he-Massnahme-5024336.html

      Interessant ist folgender Teil:


      Unumstritten ist, dass die britische Sars-CoV-2-Mutation zur deutlich gestiegenen Zahl der Positivtests in Irland beigetragen hat: Das Vereinigte Königreich ist mit Irland nicht nur wirtschaftlich eng, sondern auch durch Familienbeziehungen eng verbunden. Deshalb überrascht es nicht, dass der Anteil der britischen Variante in Stichproben der irischen Tests zwischen Ende Dezember und jetzt von neun auf 45 Prozent stieg.

      Hinzu kommt, dass Studien bereits im letzten Jahr eine genetisch bedingt höhere Anfälligkeit der Haplogruppe R1b für Sars-CoV-2-Viren postulierten. Diese Haplogruppe ist mit über 90 Prozent vor allem in Irland, Wales, Cornwall und im Westen Schottlands und Englands weit verbreitet. In der Bretagne, im Westen Frankreichs und im Nordwesten Spaniens liegt ihr Anteil bei über 80 Prozent, in den Mitten der beiden Länder bei über 60. Auch alle diese Gebiete wurden im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich stark von der Seuche getroffen.



      @Patzer

      Patzer wrote:

      "Dass die Maßnahmen wirkten, sehe man anhand der sehr niedrigen Fallzahlen anderer Atemwegsinfektionen im Vergleich zu den Vorjahren."

      Wenn das wirklich nur die Begründung für die Maßnahmen sind, dann ist das einfach nur schwach.
      Denn mit der gleichen Begründung kann man sagen, dass die Maßnahmen in England dafür gesorgt haben, dass die alte Corona-Version nur aufgrund der Maßnahmen zurückgeht.

      Ansonsten würde es mich brennend interessieren ob bei den Atemwegserkrankungen auch Corona mitgezählt wird oder nicht?
      Leider gibt es dazu keine konkrete Aussage

      Es wäre zumindest im Hinblick auf dieZahlen von Barmer sehe ich diese Aussage als nicht belegt an:

      homburg1.de/aha-regeln-zeigen-…-als-im-jahr-2019-108785/

      KW 41=
      Montag, 05. Oktober 2020Sonntag, 11. Oktober 2020



      In Niedersachsen gab es bei der Barmer 578 Krankschreibungen durch Atemwegserkrankungen
      In der KW 41 2019 gab es 820 Krankschreibungen durch Atemwegserkrankungen

      Differenz von 242

      in Niedersachsen gab es laut dem RKI in dieser Woche 1608 Corona-fälle in denen die Erkrankung begann.
      Es gab in dieser Woche 836 Fälle wo das Meldedatum zur Rate gezogen wurde

      Bei der Barmer sind ca. 10% der Deutschen versichert
      Das macht grob geschätzt 160 Corona Erkrankungen bei den Barmerversicherten

      Wenn man jetzt noch die Fälle zu zählen sollte wo nur das Meldedatm bekannt ist, kommt man mehr oder weniger aus die gleiche Zahl an wie 2019

      Zu behaupten, dass die AHA-Regeln geholfen haben, dass die Atemwegserkrankungen zurückgehen sehe ich nicht als Belegt an.
      Was spricht dagegen, dass Corona die anderen Viren einfach verdrängt haben?
      Schlussendlich ist Corona auch eine Atemwegserkrankung.
    • New

      Fakten, Thesen und Argumente zur Diskussion über den Lockdown - Versuch einer Zusammenfassung
      1. Wir sehen, dass die Fallzahlen im Lockdown, wenn überhaupt, nur sehr langsam zurückgehen.
      2. Wir wissen nicht wirklich, wie hoch die Fallzahlen ohne Lockdown wären, das kann man höchstens schätzen. Offizielle Schätzungen sind nicht bekannt.
      3. Der Lockdown wirkt.
      4. Der Lockdown wirkt, aber nicht im erhofften Umfang.
      5. Der Lockdown wirkt nicht.
      6. Wenn sich das Virus nur durch Kontakte, primär von Mensch zu Mensch, ausbreiten kann, dann sind alle Maßnahmen, die zur Beschränkung von Kontakten führen, ein logisches Mittel zur Eindämmung der Ausbreitung.
      7. Der Lockdown würde besser wirken, wenn sich alle an die Vorgaben halten würde.
      8. Der Lockdown muss zwingend verschärft werden.
      9. Der Lockdown ist alternativlos.
      Wäre ja vielleicht mal interessant, wer welchen Punkten zustimmt oder nicht zustimmt.
      Der Sieg der Zeit über das Material erfordert Opfer!