Klimawandel

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    • "Extreme Temperaturen schüren Hassrede im Netz

      Temperaturen, die über oder unter dem Wohlfühlbereich von 12-21 Grad Celsius liegen, sind mit einem deutlichen Anstieg aggressiven Online-Verhaltens verbunden, so das Ergebnis einer neuen Studie. Bei der Analyse von Milliarden von Tweets, die auf der Social-Media-Plattform Twitter in den USA gepostet wurden, stellten Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung fest, dass Hassrede in allen Klimazonen, Einkommensgruppen und Glaubenssystemen zunimmt, wenn es zu heiss oder zu kalt ist. [...]"

      --- pik-potsdam.de/de/aktuelles/na…schueren-hassrede-im-netz
    • "Grüne Klebstoffe aus Molke

      Gewinnung von Ethylacetat aus nachhaltigem Bio-Abfall statt aus fossilen Rohstoffen

      Ohne Erdöl und Erdgas: Ein neues Verfahren ermöglicht die Gewinnung des Lösungsmittels Ethylacetat aus Molkeresten statt aus fossilen Rohstoffen wie Öl und Gas. Das für Klebstoffe, Druckfarben oder Lacke benötigte Lösungsmittel kann damit dank einer speziellen Membran einfach und umweltfreundlich aus Resten der Milchverarbeitung hergestellt werden. Ein weiterer Vorteil: Die bisher schwer zu entsorgende Molkemelasse wird so sinnvoll und nachhaltig verwertet. [...]"

      --- scinexx.de/news/technik/gruene-klebstoffe-aus-molke/

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      "Klima: Kippelemente instabiler als gedacht

      Schon bei 1,5 Grad Erwärmung könnten fünf Kipppunkte überschritten werden

      Umkippen unausweichlich? Das Erdklima könnte schon jetzt seinen stabilen Zustand verlassen haben. Denn die Kipppunkte im Klimasystem reagieren offenbar sensibler als angenommen, wie neue Analysen nahelegen. Demnach könnten fünf entscheidende Systeme ihre kritische Kipp-Schwelle bereits überschritten haben. Weitere Kippelemente könnten schon ab 1,5 Grad in einen neuen Zustand wechseln – und einen für Mensch und Natur folgenreiche Kaskadeneffekt auslösen [...]"

      --- scinexx.de/news/geowissen/klim…e-instabiler-als-gedacht/


      "[...] Zwei dieser Kipppunkte betreffen den grönländischen Eisschild beziehungsweise den westantarktischen Eisschild. Die Überschreitung der Schwelle könnte zu einer Dynamik führen, die die Eisschilde auch dann weiter abschmelzen lässt, wenn sich die Temperatur auf der Erde nicht weiter erhöht [...]

      Erderwärmung reduzieren

      Seit 2008 sind mehr als 200 Studien zum Thema "Kipppunkte" erschienen. Armstrong McKay, Lenton und Kollegen haben sie sorgsam studiert und auf der Basis ein aktualisiertes Modell der Klima-Kipppunkte erstellt. Sie ermitteln neun Kipppunkte, die für das weltweite Klima relevant sind, und sieben Kipppunkte, die weitreichende regionale Auswirkungen haben. [...]


      Aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Jahren prognostizieren sie, dass die 1,5 Grad bereits im Jahr 2030 Wirklichkeit werden. Wenn alle von Politikern derzeit geplanten Maßnahmen umgesetzt würden, könnte die weltweite Temperatur bis 2100 auf einen Anstieg um 1,95 Grad begrenzt werden. Bisher eingeführte Maßnahmen würden allerdings nur zu einer Begrenzung der Erwärmung auf 2,6 Grad führen. "Damit ist die Erde geradewegs auf Kurs, mehrere gefährliche Schwellenwerte zu überschreiten, die für die Menschen auf der ganzen Welt katastrophale Folgen haben würden", wird Johan Rockström vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in einer Mitteilung seines Instituts zitiert; Rockström ist ein weiterer Mitautor der Studie.

      Mit der Annäherung der Erderwärmung an zwei Grad werden weitere Kipppunkte möglich: das Abschmelzen der Gebirgsgletscher außerhalb der Polargebiete sowie das Absterben des borealen Nadelwalds im südlichen Verbreitungsgebiet"

      --- heise.de/news/Klimaforschung-K…eicht-werden-7258637.html
    • "Spiegelmoleküle verraten Trockenstress von Wäldern

      Veränderungen von Ökosystemen lassen sich über die Emissionen chiraler Verbindungen genauer vorhersagen

      Weltweit geben Pflanzen etwa 100 Millionen Tonnen an Monoterpenen an die Atmosphäre ab. Zu diesen flüchtigen organischen Molekülen zählen viele Duftstoffe wie beispielsweise das Molekül Pinen, das für seinen frischen Kiefernduft bekannt ist. Da diese Moleküle sehr reaktiv sind und winzige Aerosolpartikel bilden können, die zu Kondensationskernen für Regentropfen anwachsen können, spielen die natürlichen Emissionen eine wichtige Rolle für unser Klima. Für Klimavorhersagen ist es daher wichtig zu wissen, wie sich Monoterpen-Emissionen bei steigenden Temperaturen verändern werden. [...]"

      --- chemie.de/news/1177611/spiegel…nstress-von-waeldern.html
    • "Rekordverdächtiger Wetterumschwung brachte Rekordverschmutzung



      [...] Während der MOSAIC-Expedition des deutschen Forschungsschiffs »Polarstern« im Winter 2019/20 wurden die Beteiligten Zeugnis eines besonderen Wetterphänomens in der Arktis. Innerhalb weniger Tage vom 14. bis zum 17. April 2020 erlebten sie einen bemerkenswerten Wärmeeinbruch, der die Temperaturen von minus 30,8 Grad Celsius fast bis zum Gefrierpunkt ansteigen ließ. Nie zuvor seit Beginn moderner Aufzeichnungen zu Beginn der 1980er Jahre hatten Wissenschaftler in der zentralen Arktis einen ähnlich starken Anstieg beobachtet. Doch das war nicht das einzige bemerkenswerte Ereignis, das in diesen Tagen stattfand und von den zahlreichen Messinstrumenten an Bord des Eisbrechers erfasst wurde [...]


      Mit dem außergewöhnlichen Warmluftvorstoß verwandelte sich die zuvor sehr reine Luft über der Arktis in eine stark verschmutzte Atmosphäre. Die Luftströmung brachte große Mengen an Aerosolen aus Osteuropa und dem nordwestlichen Russland in die Region, darunter auch viele Partikel, die zur Wolkenbildung beitragen und so das Wetter in der Arktis beeinflussen können. »Wir wussten bereits aus den Wettervorhersagen, dass eine warme Luftmasse kommen würde«, [...] »Das tritt in der Region regelmäßig auf. Aber als wir uns die Verschmutzungsdaten ansahen, bemerkten wir etwas, das wir noch nie zuvor gesehen hatten.«

      Die Werte der Luftverschmutzung übertrafen in diesem Zeitraum sogar Vergleichsdaten von Zürich und damit einer europäischen Großstadt – obwohl sich die Expedition tausende Kilometer entfernt von größeren Städten oder Industrieanlagen befand. [...]

      Eine Analyse der Radardaten aus dem Zeitraum zeigte, dass die Aerosole als starke Kondensationskeime wirkten: Es bildeten sich dichte Wolken, die wiederum die unteren Luftschichten zusätzlich aufheizten – sie verhinderten die Wärmeabstrahlung ins All. »Schmutzige« Warmlufteinbrüche können also die Strahlungsbilanz deutlich verändern. Derartige Ereignisse häufen sich wegen des Klimawandels und dauern inzwischen länger an als vor wenigen Jahrzehnten: Die Arktis erwärmt sich seit 1979 viermal schneller als der Rest des Planeten."

      --- spektrum.de/news/arktis-rekord…kordverschmutzung/2056158
    • "Elektrofähre P-12 soll 2023 in Stockholm eingesetzt werden

      [...] Das P-12 Shuttle wird ein 12 Meter langer Katamaran, der von zwei C-Pod-Elektromotoren mit einer Leistung von insgesamt 88 Kilowatt angetrieben wird. Das Schiff ist mit Foils ausgestattet, also Tragflügeln, die es aus dem Wasser heben, wenn sie angeströmt werden. [...]

      Foilen ist effizient

      Vorteil des Foilens sei der verringerte Reibungswiderstand [...] Bringdal ist einer der Entwickler der Sea Bubbles, foilenden Elektrobooten, die als schwebende Wassertaxis auf Flüssen in Großstädten eingesetzt werden sollen. [...]

      Die Fähre soll künftig von Stockholm aus Passagiere in den Vorort Ekerö in den Schären bringen. Aktuell wird die Strecke von zwei dieselbetriebenen Fähren befahren. Die brauchen dafür eine knappe Stunde. P-12 soll nur etwa 25 Minuten brauchen und dabei deutlich weniger Energie benötigen. Das wiederum reduziert auch die Betriebskosten. [...]"

      --- golem.de/news/candela-p-12-shu…t-werden-2206-166411.html


      Doppelt so schnell UND deutlich weniger Energieverbrauch ...

      Wir sollten unbedingt beim Verbrenner bleiben, ist doch ganz klar!

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      "Team aus Baden-Württemberg entwickelt Turbo-Ladestation



      Forscher aus dem Südwesten haben eine Ladestation für E-Autos entwickelt, mit deren Hilfe eine übliche Batterie in 15 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden kann. [...]"

      --- stuttgarter-nachrichten.de/inh…90-aef6-183ac80b41a8.html

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      "Bahnbrechende Entdeckung bei der Umwandlung von Kohlenstoff für die Ethylenproduktion

      Neue Methode wandelt Kohlendioxid in Chemikalien um [...]

      Während Forscher seit mehr als einem Jahrzehnt die Möglichkeit erforschen, Kohlendioxid in Ethylen umzuwandeln, ist der Ansatz des UIC-Teams der erste, der eine nahezu 100%ige Nutzung von Kohlendioxid zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen erreicht. Ihr System nutzt die Elektrolyse, um abgeschiedenes Kohlendioxidgas in hochreines Ethylen umzuwandeln, wobei andere kohlenstoffbasierte Brennstoffe und Sauerstoff als Nebenprodukte anfallen.

      Das Verfahren kann bis zu 6 Tonnen Kohlendioxid in 1 Tonne Ethylen umwandeln, wobei fast das gesamte abgeschiedene Kohlendioxid recycelt wird. Da das System mit Strom betrieben wird, kann der Prozess durch den Einsatz erneuerbarer Energien kohlenstoffnegativ werden. [...]

      Bei dem UIC-Konzept wird ein elektrischer Strom durch eine Zelle geleitet, die zur Hälfte mit abgeschiedenem Kohlendioxid und zur anderen Hälfte mit einer Lösung auf Wasserbasis gefüllt ist. Ein elektrifizierter Katalysator zieht geladene Wasserstoffatome aus den Wassermolekülen in die andere, durch eine Membran getrennte Hälfte der Einheit, wo sie sich mit geladenen Kohlenstoffatomen aus den Kohlendioxidmolekülen verbinden und Ethylen bilden.

      Unter den weltweit hergestellten Chemikalien steht Ethylen bei den Kohlenstoffemissionen an dritter Stelle nach Ammoniak und Zement. Ethylen wird nicht nur zur Herstellung von Kunststoffprodukten für die Verpackungs-, Landwirtschafts- und Automobilindustrie verwendet, sondern auch zur Herstellung von Chemikalien, die in Frostschutzmitteln, medizinischen Sterilisatoren und Vinylverkleidungen für Häuser eingesetzt werden.

      Ethylen wird in der Regel in einem Verfahren hergestellt, das als Dampfkracken bezeichnet wird und enorme Wärmemengen erfordert. Beim Cracken entstehen etwa 1,5 Tonnen Kohlenstoffemissionen pro Tonne Ethylen. Im Durchschnitt produzieren die Hersteller jedes Jahr etwa 160 Millionen Tonnen Ethylen [...]"

      --- chemie.de/news/1177640/bahnbre…ie-ethylenproduktion.html

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      "Wissenschaftler entwickeln eine Methode, um gefährliche, saure Industrieabwässer in wertvolle Ressourcen zu verwandeln

      Verfahren reduziert das Abwasservolumen um 90% [...]"

      --- chemie.de/news/1177669/wissens…ourcen-zu-verwandeln.html

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    • "Wald- und Artenschutz­probleme in Regenwald­gebieten erörtert

      Wie bestehende Hindernisse beim Schutz von Wald, Biodiversität und Rechten indigener Völker abgebaut werden können, haben Sachverständige [...] am Beispiel des Amazonas- und Kongobeckens erörtert. [...]

      Johannes Schwegler, Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation Fairventures Worldwide, sagte, der größte Entwaldungstreiber auf der indonesischen Insel Borneo sei die EU-Biospritverordnung gewesen. [...]

      Vom Ressourcenabbau profitierten große Unternehmen, nicht die lokale Bevölkerung. Der Bergbau verursache enorme Schäden in den Wäldern. Illegaler Holzeinschlag sei ein Problem, die Urheber dafür finde man in Europa. [...]"

      --- bundestag.de/dokumente/textarc…eit-biodiversitaet-898220
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      "Habt ihr das auch gehört? Strom ist knapp und teuer?

      Das liest sich bei diesem Windkraftbetreiber ganz anders.
      • Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
      wait, what?!

      • Hunderttausende Kilowattstunden sind so schon bei uns nicht produziert worden. Weil die Politik das gar nicht auf dem Schirm hat. AKWs einschalten, weil der Strom knapp ist. Kohle wieder verbrennen, weil der Strom knapp ist und auch ordentlich noch Gas in die Kraftwerke, weil der Strom knapp ist. Und Windparks ausstellen- damit der Strom knapp bleibt. Lieber Stromkunde: Sie werden verarscht und wir auch.
      Die Details könnten die Bevölkerung beunruhigen."

      --- blog.fefe.de/?ts=9dcf9610
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      Hier ist die Strompreisbildung etwas ausführlicher erklärt.

      Strompreise -
      wenn die EU die Preismechanismen nicht ändert, könnten die Folgen katastrophal sein

      Im Windschatten der Gaspreisexplosion haben sich die Großhandelspreise für Strom in den letzten Monaten mehr als verzehnfacht.
      ...
      nachdenkseiten.de/?p=87221
      Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

      Quelle: NachDenkseiten (24.08.2022)
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      Wollen wir's hoffen. :)

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      "Kunststoffe der Zukunft werden dank chemischen Recyclings viele Leben hinter sich haben

      [...] Neue Forschungsergebnisse [...] beschreiben, wie eine Klasse von langlebigen Kunststoffen, die in der Luft- und Raumfahrt und in der Mikroelektronikindustrie weit verbreitet sind, chemisch in ihre Grundbausteine zerlegt und dann wieder zu demselben Material geformt werden können. [...]

      Die Studie dokumentiert, wie diese Art von Kunststoffen immer wieder abgebaut und neu hergestellt werden kann, ohne die gewünschten physikalischen Eigenschaften zu verlieren. [...]

      Bei den herkömmlichen Recyclingverfahren werden die Polymere mechanisch zu Pulver zerkleinert, verbrannt oder durch bakterielle Enzyme aufgelöst. Das Ziel ist es, kleinere Teile zu erhalten, die für andere Zwecke verwendet werden können. Denken Sie an Schuhe aus recycelten Gummireifen oder Kleidung aus recycelten Plastikwasserflaschen. Es ist nicht mehr dasselbe Material, aber es landet nicht auf einer Mülldeponie oder im Meer.

      Aber was wäre, wenn man aus demselben Material ein neues Produkt herstellen könnte? Was wäre, wenn das Recycling nicht nur ein zweites Leben für Kunststoffe böte, sondern eine neue Erfahrung?

      Genau das haben Zhang und seine Kollegen erreicht: Sie kehrten eine chemische Methode um und entdeckten, dass sie in einem besonders leistungsfähigen Polymer sowohl chemische Bindungen aufbrechen als auch neue bilden können. [...]

      Sie tun dies, indem sie das Polymer - "poly" bedeutet "viele" - in einzelne Monomere, seine Moleküle, zerlegen, ein Konzept der reversiblen oder dynamischen Chemie. Das besonders Neue an dieser Methode ist, dass sie nicht nur eine neue Klasse von Polymeren hervorgebracht hat, die wie Legosteine leicht zu bauen, zu zerlegen und immer wieder neu zusammenzusetzen sind, sondern dass die Methode auch auf bestehende, besonders schwer zu recycelnde Polymere angewendet werden kann.

      Diese neuen chemischen Methoden sind auch für die Vermarktung bereit und können mit der derzeitigen industriellen Produktion zusammenarbeiten. [...]"

      --- chemie.de/news/1177880/kunstst…en-hinter-sich-haben.html
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      "WAS WIR 2022 ÜBER DAS EXTREMWETTER IN DEUTSCHLAND WISSEN

      STAND DER WISSENSCHAFT ZU EXTREMEN WETTERPHÄNOMENEN IM KLIMAWANDEL IN DEUTSCHLAND

      herausgegeben von: Deutscher Wetterdienst und Extremwetterkongress Hamburg [...]

      1. LETZTES JAHRZEHNT BEREITS 2 GRAD CELSIUS WÄRMER –DEUTLICH MEHR ALS DER WELTWEITE DURCHSCHNITT

      In Deutschland hat sich seit Beginn der systematischen, flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 die mittlere Temperatur bereits deutlich erhöht. Laut Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes ist die Temperatur in Deutschland seitdem um 1,6 Grad Celsius gestiegen (linearer Trend des Gebietsmittelwerts). Die Temperaturen in Deutschland sind damit deutlich stärker gestiegen als im weltweiten Durchschnitt. Dies verwundert nicht, weil sich die Landregionen generell schneller erwärmen als die Meeresregionen. Das Tempo des Temperaturanstiegs hat in Deutschland (wie auch weltweit) in den vergangenen 50 Jahren deutlich zugenommen:

      Im Gesamtzeitraum 1881-2021 wurde es jedes Jahrzehnt 0,12 Grad Celsius wärmer, für die letzten 50 Jahre (1971-2021) lag die Erwärmungsrate mit 0,36 Grad Celsius pro Dekade mehr als dreimal so hoch. Seit den 1960er Jahren war hierzulande jedes Jahrzehnt deutlich wärmer als das vorangehende und das vergangene Jahrzehnt (2011-2020) 2 Grad Celsius wärmer als die ersten Jahrzehnte (1881-1910) der Aufzeichnungen. [...]

      2. BEISPIELLOSE HÄUFUNG AN WÄRMEREKORDJAHREN [...]

      3. MARKANTE ZUNAHME VON HITZEEREIGNISSEN [...]

      4. ZUSÄTZLICHE HITZEBELASTUNGEN IN STÄDTEN [...]

      5. DIFFERENZIERTE BETRACHTUNG DER STARKNIEDERSCHLÄGE IST WICHTIG [...]

      6. 2022 ERNEUT EIN AUßERGEWÖHNLICH WARMER UND TROCKENER SOMMER [...]

      7. LÄNGERE TROCKENPERIODEN [...]

      8. DIE WALDBRANDGEFAHR NIMMT ZU [...]

      9. HOHE SCHÄDEN DURCH GEWITTER UND BLITZSCHLAG [...]

      10. DIFFERENZIERTE BETRACHTUNG BEI WIND UND STURM [...]

      11. ZAHL DER BEOBACHTETEN TORNADOS [...]

      12. GEFAHR HÖHERER STURMFLUTEN STEIGT [...]"

      --- dwd.de/DE/klimaumwelt/aktuelle…_blob=publicationFile&v=4
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      "Kein Bremsstaub, weniger Reifenabrieb: DLR zeigt "umweltfreundlichstes Auto"

      Auch wenn ein Auto keine Abgase ausstößt, kann es die Umwelt belasten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bietet dafür eine Lösung an. [...]


      Das "Nullemisionsauto" auf der Teststrecke. (Bild: DLR)

      Das DLR bezeichnet den Prototyp Zero Emission Drive Unit Generation 1, kurz ZEDU-1, als das "im Betrieb umweltfreundlichste Straßenfahrzeug der Welt". Möglich wird das einmal durch ein neues Bremssystem. Das Auto hat keine klassische Scheiben-, sondern eine Lamellenbremse, die sich nicht direkt am Rad befindet, sondern in die geschlossene Elektromotor-Getriebe-Einheit integriert ist. Die Lamellen befinden sich in einem Ölbad. Der Abrieb landet im Öl, das laufend durch einen Filter gepumpt und gereinigt wird.

      Außerdem hat das DLR eine Elektronik entwickelt, durch die die Bremsenergie nahezu vollständig zurückgewonnenen – also rekuperiert – werden könne, wie es in einer DLR-Mitteilung heißt. Dadurch konnten die Bremsenkomponenten verkleinert und die Antriebseinheit kompakt gebaut werden. Nebenher hat das DLR für den ZEDU-1-Prototyp eine Induktionsbremse entwickelt. Sie nutzt die Kraft von Magnetfeldern, um eine Bremswirkung zu erzeugen, und funktioniere fast verschleißfrei.

      Umhauste Räder

      Für das Problem des Reifenabriebs hat sich das DLR einen geschlossenen Radkasten ausgedacht, der das Rad "umhaust". Er ist aerodynamisch so ausgelegt, dass während der Fahrt ein Unterdruck entsteht und sich der Reifenabrieb an einer Stelle in der Frontpartie sammelt. Dort saugt eine Lüftereinheit die Partikel und schickt sie durch ein Filtersystem. Die gereinigte Luft tritt aus dem Fahrzeug aus, ähnlich wie es ein Staubsauger macht. [...]

      Bei den Tests habe sich gezeigt, dass Bremsabrieb komplett vermieden werden könne. Beim Reifenabrieb hätten die Messungen gezeigt, dass er bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h komplett vermieden und bei höheren Geschwindigkeiten um 70 bis 80 Prozent reduziert werden könne. Das DLR wolle die Technik nun mit der Industrie weiterentwickeln, um sie in Serie zu bringen. [...]"

      --- heise.de/news/Kein-Bremsstaub-…ichstes-Auto-7279824.html