Pinned Das Problem mit dem Blitz-Chat lösen [neue Regeln]

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  • Das Problem mit dem Blitz-Chat lösen [neue Regeln]

    Sollen Spieler, die einfach nicht antreten, wenn sie gegen bestimmte User spielen müssen... 24
    1.  
      a) trotzdem immer wieder zur Anmeldung zugelassen werden. (Sie können ja dann auch nicht das Turnier gwinnen) (10) 42%
    2.  
      b) die Turniersperre neutral und mit Hilfe strengerer MMPs regelen. (2) 8%
    3.  
      c) nicht mehr Zulassen, wenn es zu oft vorkommt. (Die Entschiedungsgewalt hat der jeweilige Turnierleiter) (12) 50%
    Hallo Schachfreunde,

    wie vielen bereits bekannt, hat sich die Stimmung im Blitz-Chat im Laufe der Zeit langsam aber stetig verschlechtert. Grund hierfür sind eigentlich nur ein paar wenige User, die den Chat zweckentfremden und diesen u.a. für indirekte Beleidigungen nutzen, permanent unsinnige Verbesserungsvorschläge posten, oder Dinge ansprechen, die gar nichts mit dem Turnier zu tun haben. Technische Fragen können in der Regel auch nicht im laufenden Turnier beantwortetet/behoben werden. (Das System läuft eh meistens vollautomatisch, ohne Turnierleiter)




    Deshalb gibt es nun die neuen Richtlinien für den Chat zum Blitzturnier:

    1. Der Chat ist ausschließlich für die Kommunikation der Turnierteilnehmer untereinander gedacht, und es sollten auch nur Themen besprochen werden, die (im weitesten Sinne) etwas mit dem Turnier zu tun haben.

    2. Verbesserungsvorschläge müssen hier im Forum angesprochen werden und auch technische Probleme gehören hier rein (oder an webmaster@schacharena.de) und nicht in den Chat.

    3. User, die nach den neuen Vorgaben gegen die Richtlinien zu oft verstoßen, können von einem Moderator mit oder ohne Angabe von Gründen nur für diesen Chat für 3 bis 365 Tage gesperrt werden.
    3.2 User, die zu oft unfaires Verhalten am Brett im Sinne der allg. Umgangsformen (bewusst nicht antreten, in verlorener Stellung nicht aufgeben, plötzlich absichtlich schlecht spielen e.t.c.) veranstalten, können von bestimmten Turnieren vorübergehend oder permanent ausgeschlossen werden.

    3.3 Es gibt auch die Zulassungsbeschränkung durch MMPs, wobei diese Regeln noch einmal verschärft werden können, wenn die Turniereilnehmer es so wünschen.


    Die Regeln treten ab nächster Woche (ab 7. 11.) in Kraft.






    Dann stellt sich noch die berechtige Frage, wie mit einem User umgegangen werden soll, der sehr oft am Mittwoch im Schweizer System antritt, aber fast nie alle 7 Partien (aus welchen Gründen auch immer) durchspielt. Hier haben ja die Gegner, die zufällig gegen ihn antreten müssen und verlieren einen Nachteil. (Systembedingt)
    Andererseits kann immer nur der gewinnen, der alle Partien durchspielt (also gewinnt der User auch nie) und man hat ja auch das Recht (wie beim Fall Maguns Carslen) ein Duell einfach abzulehnen

    Was mein ihr????



    Gruß Stefan - Webmaster
  • Magnus Carlsen hat ja im Grunde nichts mit der Arena zu tun,
    außer dass er auch Schach spielt.

    Hier auf der Arena gelten die Regeln des des Webmasters, also deine.
    User wie benannt, würde ich einfach vom Turnier dauerhaft ausschließen,
    sofern diese Aussetzer öfter vorkommen.

    User die sonst zuverlässig sind mal ausgenommen.

    Anderen das Turnier vermiesen, das ist das letzte und sollte nicht toleriert werden.

    Wenn jemand wiederholt Verbindungs, oder andere Probleme hat,
    dann ist das seine Sache.
  • Angesichts der Verhaltensweisen, die hier in die Rubrik "unfaires Verhalten" einsortiert werden sollen, scheint mir die Entscheidung darüber, was sanktionswürdig ist und wie hoch das Sraftmaß ausfällt, von vornherein der Willkür anheimzufallen. Diese entsteht schon einmal dadurch, dass die Beispiele für unfaires Verhalten nicht abschließend ist; auf diese Weise könnte jegliches unliebsame Verhalten plötzlich als unfair tituliert und sanktioniert werden. Auch die beispielhaft genannten Verhaltensweisen - das absichtliche kampflose Verlieren, das Nichtaufgeben verlorener Stellungen und das absichtliche Drücken der eigenen Elozahl - sind kaum objektiv zu bewerten: Was wie ein Drücken der Elozahl aussieht, könnte eine schlechte Phase sein. Was der eine für eine hoffnunglos verlorene Stellung hält, ist für den anderen völlig unklar, wobei sich das sowohl auf ein geringeres als auch auf ein höheres Schachverständnis des Spielers zurückführen ließe. Was wie ein absichtliches kampfloses Verlieren aussieht, könnte eine Verbindungsunterbrechung sein. Aufgrund all dieser Unwägbarkeiten scheint mir ein generelles Teilnahmeverbot für betroffene Spieler ungerechtfertigt.

    Noch eine Bemerkung zu kampflosen Niederlagen, weil ich hier sicherlich überdurchschnittlich beteiligt bin: Zugegeben, bei einem gehäuften Auftreten ist eine zufällige Verbindungsunterbrechung unwahrscheinlich und es ist in der Tat ein systematisches Vorgehen anzunehmen, jedoch kann ich mir kaum vorstellen, dass irgendjemand auf diese Weise dazu genötigt werden möchte, gegen jemanden zu spielen, gegen den man aus irgendeinem Grund nicht spielen möchte (z. B. weil man denjenigen für einen Cheater hält). Darüber hinaus liegt der Vorteil beim Kampflosverlieren, wie vom Webmaster bereits angemerkt, niemals auf Seiten desjenigen, der die Partie kampflos verliert, sondern es profitieren davon immer andere. Der einzige Schaden, der entsteht, ist - so wie ich das sehe - eine Verzerrung der Rangliste. Die Abwägung zwischen einer Verzerrung der Rangliste ohne eigenen Vorteil und einer Nötigung wegen sonst drohender dauerhafter Sperre, gegen jemanden zu spielen, gegen den man nicht spielen möchte, ist natürlich jedem selbst überlassen, aber meine Präferenz ist da eindeutig.
    • Die Initiative des Webmasters ist lobenswert und zu begrüßen.
    • Den Anmerkungen von SF Köhler ist wenig hinzuzufügen.
    • Ich spiele in den Blitzturnieren prinzipiell nicht gegen einen User, der mich permanent beleidigt hat bzw. beleidigt. Das würde dich auch am realen Brett nicht tun und dieses mein Verhalten werde ich auch nicht ändern.
    • Mich stört an den oben beschriebenen neuen Regeln die Floskel "mit oder ohne Angabe von Gründen". Die Angabe von Gründen sollte eigentlich in Deutschland seit 1945 bei Strafen wo auch immer verpflichtend sein.

    VG Butjenter
  • Dieses Thema ist einiges vielfältiger als schon aufgeführt...
    Da ich mit der Angelegenheit schon einiges erlebt habe,
    nenne ich hier ebenfalls ein Beispiel, das viele einfach ärgert:
    Beim Samstagabend Turnier trat neulich ein Spieler in meiner Liga nicht an,
    also entstand eine Wartezeit von ca. 20min. Außer am Montag sind es
    immer ca. 10min, das kann sogar 2x vorkommen und da wir ja spielen wollen,
    ist der Ärger vorprogrammiert!
    Manche User spielen sogar live in der Zeit auf der Arena, das geht schon gar nicht!

    Mit Punkt 1+2+3 volle Übereinstimmung.
    Dafür müsste jedoch ein Turnierleiter bzw. ein Moderator oder eine Aufsichtsperson in Abstimmung im
    Chat präsent sein, auch um mögliche Fragen neuer Mitspieler zu beantworten. Würde mich gerne mit zur Verfügung stellen...

    Zu Punkt 3,2 da kann nicht immer das Richtige nachgewiesen werden,
    doch bei Beleidigungen, bei Mobbing oder wiederholende unsinnige Sätze muss Einhalt geboten werden!
    Zu 3,3 die nehmen die meisten Spieler gar nicht wahr.

    LG Mohni
  • Ich finde es auch gut, dass man das Thema einmal aufgreift.
    Aber bitte, warum ist es denn so schwer, beleidigende User vom Schachbetrieb auf dieser Seite auszuschließen?


    *entfernt, da falsch



    Es dürfte doch für den Webmaster ein leichtes sein, diese User für immer aus dem Verkehr zu ziehen, da doch die Mailadressen, auch bei Mehrfachaccounts bekannt sind.


    Im übrigen frage ich mich sowieso, warum man auf einer Seite, die zum SCHACHSPIELEN da ist, einen CHAT einrichtet.
    Das merkwürdige Geschreibsel der Insassen, die den ganzen Tag hier verbringen, erträgt man eh nur schwer und dient auch nicht dem entspannten Spielen, wozu die Seite eigentlich da sein sollte, denke ich mal, Herr Hammer.


    Wenn die Dauerchatter meinen, sich grüßen zu müssen, Wetterinfo`s und " Huhu", " Hallo ", " Du kannst nix ", irgendwelche Videos hochladen und austauschen wollen, können sie das doch über PN machen. Weil, sonst bekommt man echt leicht Augenkrebs...



    Von daher, Chat aus! Dann gibt es auch keine Beleidigungen. Das wäre mal was...


    Gut, dann haben die Insassen wieder keinen zum Reden / Schreiben...


    Hach, ist alles eine Krux...

    The post was edited 7 times, last by hirni ().

  • Köhler wrote:

    Noch eine Bemerkung zu kampflosen Niederlagen, weil ich hier sicherlich überdurchschnittlich beteiligt bin:


    Zugegeben, bei einem gehäuften Auftreten ist eine zufällige Verbindungsunterbrechung unwahrscheinlich und es ist in der Tat ein systematisches Vorgehen anzunehmen, jedoch kann ich mir kaum vorstellen, dass irgendjemand auf diese Weise dazu genötigt werden möchte, gegen jemanden zu spielen, gegen den man aus irgendeinem Grund nicht spielen möchte (z. B. weil man denjenigen für einen Cheater hält).


    Darüber hinaus liegt der Vorteil beim Kampflosverlieren, wie vom Webmaster bereits angemerkt, niemals auf Seiten desjenigen, der die Partie kampflos verliert, sondern es profitieren davon immer andere.


    Der einzige Schaden, der entsteht, ist - so wie ich das sehe - eine Verzerrung der Rangliste.


    Die Abwägung zwischen einer Verzerrung der Rangliste ohne eigenen Vorteil und einer Nötigung wegen sonst drohender dauerhafter Sperre, gegen jemanden zu spielen, gegen den man nicht spielen möchte, ist natürlich jedem selbst überlassen, aber meine Präferenz ist da eindeutig.


    Bestünde eigentlich die Möglichkeit, auch mit einem extra für diese Turniere angelegten Zweitaccount anzutreten?

    Einem Account, mit dem man seinen eigentlichen Hauptaccount pusht?
    Indem man durch Nichtantreten usw. versucht,
    unliebsame Konkurrenten aus dem Weg zu räumen...?

    Kann der Webbmaster das erkennen, wenn so versucht wird,
    Ergebnisse zu manipulieren?

    Wenn ja, dann kann man hier an der Stelle ja meinen vor nicht all zu langer Zeit angelegten Zweitaccount benennen...?

    Also ich bin da offen und gespannt.......!
  • Schön, dass das "Blitzproblem" erkannt ist. Es ist eigentlich erst durch die Abschaffung der Turnierleiter akkut geworden. Aufgefallen ist z.B., dass save chat seit geraumer Zeit keine Folgen mehr hat, sowenig wie die MMP's.
    Das was ich jetzt schreibe ist meine Meinung und nur meine. Ich würde mich freuen, aber ich erwarte nicht, dass diese umgesetzt werden.

    1. Auch wenn das Turnier von einem Automaten durchgeführt wird, sollte immer ein Turnierleiter anwesend sein.
    2. Dieser Turnierleiter muss mit Kompetenzen ausgestattet sein, damit er sofort ins geschehen eingreifen kann.
    3. Der Turnierleiter muss einen verbindlichen Strafkatalog zur Hand haben, damit er Strafen direkt umsetzen kann. Zum Beispiel:
    • Für Beleidigende Äusserungen sofortige Sperre für den Blitzchat für eine Woche. Im Wiederholungsfall mehr.
    • Nach Anmeldung zum Blitzturnier und statt dort zu spielen, Partien auf der Arena spielen, Sperre für mindestens einem Monat für alle Blitzturniere.
    • Anprangern, Sperre für einen Monat von allen Blitzturnieren.
    Die Strafen sollten im Blitzchat durch den Turnierleiter bekannt gemacht werden. Zum Beispiel: Der Turnierleiter verhängt folgende Strafe: Der User XY wird...

    Ferner sollten User welche in einem Turnier mehr als eine Partie verpassen von diesem Turnier für einen Monat gesperrt werden sofern dem Turnierleiter keine sinnvolle Erklärung geliefert wird. Solche Strafen sollten durch den Turnierleiter am Ende des Turniers bekannt gemacht werden.
    Spieler welche offensichtlich sandbaggen sollten direkt dem Webbi gemeldet werden.

    Noch eine kleine Anmerkung. Ich würde mich auch freuen, wenn einige der in einem andern Thread vorgeschlagenen Neuerungen zur Atraktivitätsförderung der Blitzturniere umgesetzt werden könnten.
    Gruss Rohb
  • Im Fall von Beleidigungen, unberechtigtes Anprangern, Nicht-Antreten aber auf der Arena spielen -- siehe die drei Punkte unter Punkt 3 in @Rohb's obigem Post -- wäre ich auch für diese Strafen, wobei ich Anprangern aber wie Beleidigungen einstufen würde. Insbesondere das "Nicht-Antreten aber auf der Arena spielen" geht gar nicht. Und auch mit Angabe der Gründe, da die Beleidigungen, das "Nicht-Antreten aber ..." ja offen und für jeden sichtbar erfolgten, und aus Gründen der Transparenz.

    Es gibt einen Punkt, der heikel ist, den ich aber trotzdem klar ansprechen möchte, weil er öfter zum Nicht-Antreten führt. Es gibt mindestens einen Spieler, der des Cheatens verdächtigt wird, wobei dies im Blitzschach-Chat auch öfters offen angesprochen wurde. (Ich selber hatte auch so ein Erlebnis.) Was soll man davon halten, wenn jemand hier in z.B. 3+2 Blitzpartien Angriffe mit wirklich schönen Kombinationen hinlegt, über die sich ein GM, IM sogar in Normalpartien freuen würde? Und das auf unserem Niveau und, wie gesagt, in Blitzpartien und mit demselben Zeitverbrauch für diese Züge? Es ist sehr schwer, das Cheaten zuverlässig nachzuweisen. Die Superzüge könnten ja evtl. zufällig entstanden sein, oder aber "nach Gefühl": wir versuchen es, weil die Stellung es herausfordert, aber die Richtigkeit sehen wir nicht und erfahren sie -- im Gegensatz zum GM, IM in der Normalpartie -- erst später?? -- Wenn das mehrmals vorkommt, erscheint es mir ziemlich zweifelhaft. Das lässt sich mitunter nicht durch eine Computeranalyse nachweisen, sondern nur durch Spielanalyse und Beurteilung durch Spieler entsprechender Spielstärke. Daher sind im chess.com-Anti-Cheating-Team GMs dabei und haben das letzte Wort.

    Das ist auf einem viel geringerem Niveau, aber im Prinzip genau dasselbe wie in der Carlsen-Niemann-Affäre. Carlsen trat zurück, weil er gegen einen vermeintlichen (und für andere, frühere Partien später nachgewiesenen) Cheater nicht spielen wollte. Wie zweischneidig und unklar das ist, sieht man daran, dass die FIDE gegen beide, Carlsen und Niemann, ermittelt. Wenn das auf dem hohen Niveau offen ist und diskutiert wird, ist wahrscheinlich, dass der Webbi hier keine Lösung haben kann. Eine nochmalige Überprüfung des vermuteten Cheaters wäre gut, ist aber vermutlich bereits erfolgt. Ich persönlich meine, Carlsen hatte ein Recht hierzu. @Köhler gibt in seinem Post am Ende eine Abwägung an, der ich zustimmen würde: ohne eine eindeutige Lösung sollte keine Sperre erfolgen. Aber einen Vorschlag zum Verfahren habe ich dafür auch nicht.

    Noch ein Zusatz zur letzten Abwägung in @Köhler 's Post: beim nicht mehr Antreten tritt nicht nur eine Verzerrung der Rangliste auf. Man hat anderen Spielern, die evtl. in dieser höheren Liga antreten wollten, den Platz weggenommen. Und der starke Spieler hat den schwächeren Teilnehmern des Turniers Punkte abgenommen. Das war im Sinquefield-Turnier anders: Carlsens Partien wurde aus der Turnierwertung gestrichen. Im Online-Turnier mit 16 Teilnehmern hat er anschließend weiter gespielt. Trotzdem bleibt für mich die Abwägung der Maßnahmen am Ende dieselbe.

    The post was edited 2 times, last by Manni5 ().

  • Ab und zu hat mein Internet Schluckauf.
    Dann wäre ich raus aus dem Blitz Turnier. :cursing:
    Dann würde ich im Nachhinein auf alle Fälle
    Bescheid geben, warum ich nicht weiter gespielt habe. Glücklicherweise ist das bei einem Blitzturnier noch nicht vorgekommen.
    Für den Fall der Fälle wäre es schön, nach dem kurzen Black Out noch einen Link zu finden, der mich zurück zum Turnier bringt.
    Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe das er fliegen lernt.
  • Ich hab mir die jetzigen Ansichten & Ideen durchgelesen und bin doch hier & da ein wenig verwundert.
    Aber von vorne..

    Zunächst einmal: es geht um Verbesserung, nicht um Perfektion. Eine durch und durch objektive Beurteilung von Sachverhalten, die dann noch über jeden Zweifel erhaben ist, bekommt man auch auf den größten Schachservern nicht hin. Und hier auf Schacharena arbeitet ein sehr kleines Team. Das gerät bei manchen ambitionierten Argumentationsketten innerhalb des partizipativen Prozesses gerne mal in Vergessenheit.

    Wenn ein Rahmen ungewünschter Verhaltensweisen vorgegeben ist, kann nicht "jegliches unliebsame Verhalten plötzlich als unfair tituliert" werden. Es könnten natürlich Verhaltensweisen im Nachgang an den Tag gelegt werden, an die man zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht dachte (wer ist schon im Kopf eines Dauerstörers), aber einem Update steht ja - nach Austausch mit den Turnierteilnehmern - nichts im Wege.

    Was die Beurteilung als solche angeht kann es keinen Absolutheitsanspruch geben, aber mit der Kombination Wahrscheinlichkeitsrechnung & gesunder Menschenverstand ist durchaus ein großer Schritt in die richtige Richtung möglich.
    Das absichtliche kampflose Verlieren sehe ich nicht ganz so problemlos wie manch anderer hier. Zwar hat der Spielverweigerer keine Chance auf den Turniersieg, aber die Absicht hatte er wohl auch gar nicht. Er verzerrt aber u.U. das Gesamtergebnis und kann im worst case den Sieger mitbestimmen, wenn er Punkte verschenkt. Verbindungsunterbrechungen sind Raritäten und keine Regelfälle, von daher finde ich dieses Argument nicht stichhaltig. Sollte doch jemand unter dauerhaften Netzausfällen leiden, spricht vieles dafür, sich von vornherein gegen die Teilnahme an einem Blitzturnier zu entscheiden.
    Das Thema "Nichtantreten weil ich meinen Gegenüber für einen Cheater halte" ist rein formal kein gültiges Argument, da für jeden Teilnehmer in dubio pro reo gilt, egal wieviel Stimmungsmache vorherrscht.
    So lange ein Spieler nicht vom Prüfteam überführt wurde hat dieser die gleichen Rechte und Pflichten. Es wäre ja auch noch schöner, wenn jeder das Argument " halte ich für einen Progger" einfach so als zulässigen Grund anführen könnte.

    Was das absichtliche Drücken der eigenen Elozahl angeht sind nicht schlechte Phasen gemeint, sondern regel-/unregelmäßige Aufgaben nach wenigen Zügen in einer spürbaren Anzahl.
    Hier & da geht uns ein Pusher durch und diesbezüglich sind wir weiterhin auf die Unterstützung aller angewiesen, da wir nicht ständig die ganze Userliste durchforsten.
    Schlechte Phasen kann man ohnehin nicht prüfen. Wie soll das gehen ? Ergo sind deutliche Fälle gemeint.

    Nichtaufgeben eines Spiels halte ich bei Blitzpartien für sekundäre Kost. Der Zeitverlust hält sich in Grenzen und ausreichend nachweisbar wäre das zudem nur selten. In den meisten Fällen wird es wohl einfach nur in Vergessenheit geraten sein oder es herrscht der Gedanke, dass die Restzeit sowieso gleich um ist. Außerdem geht es im Turnier ja ohnehin erst weiter, wenn alle Partien gespielt sind.


    Und noch zu einem meiner Lieblingsthemen "Die Beleidigung":


    @ Ersatzspieler: deine persönlichen Erfahrungen & Vergleiche haben hier nichts verloren und wurden als offtopic entfernt. Zudem sind die Schlussfolgerungen falsch. Wenn du diesbezüglich noch Erklärungsbedarf hast nutze die
    PN-Funktion. Dann wäre es schön, wenn du hier ein wenig mehr Respekt an den Tag legen und Begriffe wie Insassen oder Augenkrebs unterlassen würdest. Ein gewisses Niveau darf in threads durchaus überboten werden.
    Im Übrigen geht es hier um den Blitz-Chat. Du beschreibst eher den Chat auf der Hauptseite.

    Saves beider Chats landen bei uns und werden bearbeitet. Aber anscheinend muss immer wieder mal betont werden, dass nur der Betroffene gegebenenfalls eine Nachricht/Sanktion erhält.
    Immer wieder stellen wir fest, dass die Save-Steller eine ungeheure Neugierde an den Tag legen, was denn nun aus ihren Saves geworden ist. Diese Neugierde werden wir auch künftig nicht befriedigen.
    Das wird hier keine Ausstellung der Bestraften.
    Auch weiß ich nicht, was gleich immer für "Folgen" erwartet werden. Exmatrikulierung, Exkommunizierung, Verbannung, Löschung oder wie ? Ein jeder kann nachlesen, wie unser Stufensystem funktioniert.

    Ein Tribunal sowie ein dezidierter Strafenkatalog mit unterschiedlichen Folgen, der nicht nur öffentlich durch den Turnierleiter bekannt gemacht wird, sondern auch noch durch administrative Helfer dauerhaft überwacht wird, schießt deutlich über das eigentliche Ziel hinaus. Strafen & Betroffene dann auch noch zu proklamieren hat für mich persönlich nichts mehr mit Attraktivitätssteigerung zu tun, sondern allenfalls mit Genugtuung oder Schadenfreude.
  • Seit einigen Jahren mache ich das Samstag Turnier und es macht immer weniger Spaß.
    Zwar bin ich der Turnierleiter, ich beginne und beende das Turnier, aber das war es auch. Ohne Infos ,wie oft jemand wirklich ein Turnier abgebrochen hat oder unter dem wievieltem Username da jemand spiel, muss ich jeden Samstag den gleichen Mist von den Gleichen Usern lesen.
    Den kenn ich, der war doch früher der und der. Spieler sollten bestraft werden für dies und jenes. Der Spieler bescheißt, muss er ja, er zieht immer nach ca. 20 sec. All der Mist jeden Samstag.
    Ich bin kein Mod und kann keinen vom Schreiben abhalten oder vorher vom Turnier ausschlissen.
    Jeder hat seine Meinung, alle sind richtig, aber wenn man sie ein paar Mal geäußert hat muss es auch mal gut sein.

    Der Webbi sollte uns zu richtigen Turnierleitern machen, oder sie auf Auto stellen.
  • Da bin ich wiederum ganz bei dir. Eine Form der Regulierung und persönlichen Ansprache sollte es schon geben.
    Inwiefern Rechte eingeräumt werden können oder dies gewünscht/unerwünscht ist, kann nur der Webbi beantworten.

    Ich war Sonntag mal im Blitzchat dabei, um mir ein Bild zu machen. Zwei/drei Hinweise haben schon ausgereicht und der Chat war recht ruhig und problemlos.
    Es ist sehr schade, dass dies nicht auch ohne unsere Präsenz möglich ist.

    Leider fehlen bisher die Kapazitäten, jeden Turnierchat zu überwachen, aber ich für meinen Teil versuche nun öfter bei einem Blitzturnier im Chat dabei zu sein.

    Post by Ersatzspieler ().

    This post was deleted by hirni ().
  • Bei allem Verständnis für den Wunsch, möglichst wenig festzulegen, um möglichst frei in der Bewertung von Sachverhalten zu sein, würde ich angesichts der Spannweite der verschiedenen Vorstellungen davon, was bestrafungswürdig ist und was nicht, nicht damit rechnen, dass man mit derart ungenauen Regeln ("mit oder ohne Angabe von Gründen", "3 bis 365 Tage", "zu oft", "e.t.c.", "vorübergehend oder permanent") eine Befriedung der Turniere erreicht. Jede Entscheidung, die auf Grundlage solcher Regeln gefällt wird, wird fast schon zwangsläufig willkürlich sein (kein Vorwurf, ist menschlich und passiert eben!), und dass die betroffenen Personen das dann stillschweigend hinnehmen, wage ich zu bezweifeln.

    Dass der Grund gegen jemanden nicht zu spielen, weil derjenige für einen Cheater gehalten wird, wegen der Unschuldvermutung nicht als gültiges Argument anzusehen sei, leuchtet mir noch nicht ein. Es geht ja nicht darum, jemanden zu löschen, weil irgendjemand ihn für einen Cheater hält, sondern darum, dass irgendjemand gegen denjenigen nicht spielen möchte, weil er ihn für einen Cheater hält. Für ersteres bräuchte man vielleicht einen Beleg, aber für eine persönliche Meinung braucht man das doch im Allgemeinen nicht. Oder um mein Problem mit dieser Aussage anders auszudrücken: Welchen Grund dafür, gegen jemanden nicht zu spielen, würden z. B. Sie, @hirni, denn für zulässig erachten? Oder ist man etwa verpflichtet, gegen jeden zu spielen?
  • Naja, das Problem ist, dass man mit Zulassung dieses Arguments quasi einen Freifahrschein ausstellt, nicht antreten zu müssen.
    Aber wo fängt das dann an und wo hört es auf ?
    Jeder - unabhängig von den Schachkenntnissen - könnte jederzeit ein Antreten verweigern, weil er seinem Gegenüber nicht traut. Bereits ein Gerücht an anderer Stelle könnte ausreichen.
    Das Nichtantreten ist jetzt schon ein Problem. Kleiner wird es dadurch nicht.

    Ein weiterer Grund: eventuell helfen ja auch solche Partien bei der Verifizierung von Verdachtsfällen.
    Wenn man nicht antritt, ist der Punkt ohnehin verloren. Warum also nicht sein Bestens geben, trotzdem verlieren und die Partie dem Prüfteam melden ?
    Nur so als Idee, wenn auch noch weit von einer win-win-Situation entfernt.

    Für das Auslassen eines Spiels braucht es meiner Meinung nach schon etwas Handfestes. Zum Beispiel an die eigene Person gerichtete Beleidigungen, die als solche auch deutlich erkennbar sind.
    Aber auch hier gibt es kein reines "Schwarz & Weiß". Wann ist eine Beleidigung schwer genug und wann nicht ? Was ist mit Provokationen, die nicht unbedingt Beleidgung sind.
    Was ist mit Anspielungen zwischen den Sätzen...und und und.

    Hier sehe ich den Idealzustand eher darin, dass es durch Ausmisten von Störern erst gar nicht mehr zu größeren Beleidigungen kommt und somit das Nichtantreten aus diesem Grund hinfällig wird.
    Wenn auch nicht am gleichen Tag, aber zumindest bis zum nächsten Turnier könnten solche Spieler ausgeschlossen werden.

    Ich plädiere insgesamt schon dafür, dass die Teilnahme an einem Turnier an Pflichten gebunden sein sollte.
    Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er mit den Bedingungen einverstanden ist und dann ggf. persönliche Auffassungen zurückstellen muss oder eben nicht und dann auf eine Teilnahme verzichtet.
  • Bei den vorgetragenen Problemen vor mir,
    denke ich auch, dass eine freie Entscheidung
    jedem überlassen werden sollte...

    Die Freude am Spiel sollte das Wichtigste sein
    und alles "andere" wie geschrieben mit Vollmachten geahndet werden!
    Da bin ich mit Manni5, Rohb, hirni, Zille1 usw. einer Meinung, doch da muss Klarheit her! Den Chat zu deaktivieren hatten wir auch schon erfolglos...
    Und die Kommunikation ist bei Problemen, seitens der Technik oder der User wichtig!

    @Sirrdatha es gibt einen Weg über die Hauptseite, Partien anklicken, Blitzmodus und dann kommt der Warteraum wo du immer rein kannst als Tipp.

    LG Mohni