Schachbundesliga Saison 2023/24

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    • Schachbundesliga Runde 14: Der SC Viernheim ist Deutscher Meister

      Der SC Viernheim hat sich mit einem 5:3-Sieg gegen Werder Bremen die noch fehlenden Punkte zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft geholt.
      Spannend bleibt es im Abstiegskampf: Über den vierten Absteiger wird erst am letzten Spieltag (morgen 10 Uhr) im Fernduell zwischen dem Hamburger SK und dem SC Heimbach-Weis-Neuwied entschieden.

      Bericht von Klaus Besenthal: Schachbundesliga: Der SC Viernheim ist Deutscher Meister.
    • Schachbundesliga Runde 15: SV Mülheim-Nord ist vierter Absteiger

      Der SV Mülheim-Nord verlor mit 3,5 : 4,5 gegen Ötigheim und wurde sowohl von Hamburg als auch von Heimbach-Weis-Neuwied überholt, die ihre Spiele gewinnen konnten.
      Damit landet Mülheim mit 12 Mannschaftspunkten und 55,5 Brettpunkten auf dem undankbaren 13. Platz, nur einen halben Brettpunkt hinter USV TU Dresden (12 MP, 56 BP).

      Bericht von Klaus Besenthal: Schachbundesliga: SV Mülheim-Nord ist vierter Absteiger
    • 2. Bundesliga: Relegationsrunde am 4./5. Mai 2024

      Die 2. Bundesliga wird restrukturiert: Aus bisher 4 Staffeln (Nord, West, Süd und Ost) mit ja 10 Mannschaften werden 2 Staffeln (Nord, Süd) mit je 12 Mannschaften gemacht - also eine Schrumpfung von 40 auf 24 Mannschaften. Das hat zur Folge, daß die Oberligasieger dieser Saison nicht mehr automatisch in die 2. BL aufsteigen, sondern daß eine Relegationsrunde erforderlich ist.

      Aus den zwölf Oberliga-Erstplatzierten der Saison 2023/2024 und den vier Sechstplatzierten der Gruppen der 2. Schach-Bundesliga-Saison 2023/2024 wird eine Relegation in vier Gruppen jeweils nach dem KO-System ausgetragen. Hierdurch werden vier Teilnehmer für die neue 2. Schach-Bundesliga ermittelt.

      Mein Verein SK Johanneum Eppendorf ist Ausrichter der Nord-Relegation. Wir haben eine erfolgreiche Oberliga-Saison hinter uns Oberliga Nord/Nord, mit der wir uns die Teilnahme an der Relegationsrunde erkämpft haben.

      Hier ein taktisches Highlight aus der letzten Runde der OLNN: Beim Stande von 3,5 : 3,5 erzwang Robin Keyser mit dem Hammerschlag



      43.-Se5!!

      die sofortige Aufgabe seines Gegners und sicherte uns den 4,5 : 3,5 Sieg.

      Gegen eine starke Mannschaft von SK Kirchweyhe II hat es heute in der Relegation trotz guter Leistung nicht ganz zum Weiterkommen gereicht. Ergebnisse der Relegationsrunde vom 4.5.2024

      In der anderen Nord-Paarung unterlag der SV Glückauf Rüdersdorf mit 3,5:4,5 gegen den SC Kreuzberg und ist damit aus der 2. Bundesliga abgestiegen.

      Der SC Kreuzberg reist morgen nach Hamburg. Hier (im Wilhelm-Gymnasium in HH-Harvestehude) findet morgen um 12 Uhr das Nord-Finale um einen der vier zu vergebenden Aufstiegsplätze statt: SK Kirchweyhe II - SC Kreuzberg

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    • 2. Bundesliga: Relegationsfinale 5. Mai 2024

      Nach den heutigen 4 Final-Matches stehen die 4 Teams fest, die in der nächsten Saison in der 2. BL spielen werden. Dies sind

      SG Solingen II
      FC Bayern München II
      SC Böblingen
      SC Kreuzberg


      Eine überraschende Wendung nahm die Begegnung SF Augsburg - FC Bayern München II. Der Kampf endete 4:4 mit besserer Berliner Wertung für Augsburg. Nachträglich wurde das Ergebnis dann auf 0:8 zugunsten von Bayern abgeändert. Möglicherweise ein Aufstellungsfehler von Augsburg?

      Das bedeutet: zwei der bisherigen Zweitligamannschaften (Solingen II und Bayern II) konnten sich den Klassenerhalt sichern, die beiden anderen (Rüdersdorf und Walldorf) müssen den Gang in die Drittklassigkeit antreten.


      Relegationsrunde Ergebnisse vom 5. Mai
    • Die Staffeln der neuen zweiten Liga stehen fest

      Die Zusammenlegung der vier Staffeln in nur noch zwei Staffeln (2. BL Nord und 2. BL Süd) war ein genialer Schachzug des DSB. Denn damit wird jetzt die schwierige Frage, ob München denn im Süden oder im Osten liegt, elegant umschifft. :thumbsup:

      Bericht über die Relegationsrunde inklusive aller Partien und Klasseneinteilung für die kommende Saison: Die Staffeln der neuen zweiten Liga stehen fest

      Interessantes Detail: Die SF Augsburg haben Protest eingelegt gegen die 0:8-Wertung ihres Kampfes gegen die Münchner Bayern. Für mich ist das alles etwas mysteriös. ich kann auch nicht erkennen, welchen nicht spielberechtigten Spieler die Augsburger eingesetzt haben sollen. Hier die Augsburger Meldeliste für die Stichkämpfe: Meldeliste SF Augsburg

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    • Der neue König auf dem Kiez heißt Magnus Carlsen

      Magnus Carlsen ist kein Unbekannter in der Bundesliga. Er hat schon für die SF Berlin und die OSG Baden-Baden gespielt. Sein letzter Einsatz liegt allerdings schon 16 Jahre zurück. Der datiert vom 14. Dezember 2008. Da spielte er am 1. Brett des deutschen Abonnementmeisters gegen den polnischen Großmeister Bartosz Socko, damals Frontmann beim SC Kreuzberg. Socko spielt jetzt schon seit einigen Jahren bei St. Pauli und hat dort in der vergangenen Saison am Spitzenbrett einen Riesenscore von 7 auf 8 (!) geholt. Interessanterweise spielen Carlsen und Socko in der kommenden Saison gemeinsam für St. Pauli.


      Carlsen, Magnus (2786) - Socko, Bartosz (2631)
      Bundesliga 2008/09, 9. Runde, 14.12.2008
      OSG Baden-Baden - SC Kreuzberg, Brett 1




      Hier eine ausführliche Erläuterung dieser inhaltsreichen Partie von Conrad Schormann:

    • 2.BL Relegation: Protestfall SF Augsburg - FC Bayern München II

      Beide Vereine halten sich wegen des laufenden Verfahrens vollständig bedeckt, aber aus den verfügbaren Informationen, insbesondere aus dem Artikel Bayernliga: Schachfreunde Augsburg schaffen den Durchmarsch und den dort zu findenden Kommentaren, ergibt sich für mich folgendes Bild:

      Der Spieler FM Thomas Brückner hat in der vergangenen Saison 8 Partien für die SF Augsburg gespielt (SF Augsburg, Oberliga Bayern). In der gleichen Saison hat er aber auch 8 Partien für SF Stuttgart gespielt (SF Stuttgart, Oberliga Württemberg). Da stellt sich dem unbefangenen Beobachter zunächst mal die Frage: Hat Brückner zeitgleich in Stuttgart und in Augsburg am Bett gesessen? Laut Quantenphysik kann ein Objekt ja gleichzeitig an verschiedenen Orten sein. Die Antwort lautet: Nein. Möglich war das, weil es bei den Spielterminen der beiden Oberligen nur eine Terminüberschneidung gab.


      Physikalisch möglich (und das sogar im Rahmen der klassischen Physik) war es also. Daß so etwas aber regeltechnisch erlaubt ist, überrascht mich etwas. Ich hatte bisher immer geglaubt, es sei ein ehernes Gesetz, daß ein Spieler in Deutschland zwar in beliebig vielen Vereinen Mitglied sein kann, aber nur für einen Verein spielberechtigt sein darf. Aber anscheinend hatte weder der bayrische noch der württembergische Schachverband dagegen Einwände.


      Brückner wurde auch in der Relegation gegen den FC Bayern eingesetzt: Ergebnisse 2. Runde. Und da stellt sich die Frage: Fand der in München ausgetragene Mannschaftskampf zweier bayrischer Mannschaften in Bayern oder in Deutschland statt?


      Der Schiri Ralph Alt bestand auf letzterem (deutsches Recht schlägt bayrisches Recht) und wertete den Kampf, der am Brett 4:4 (mit besserer Berliner Wertung für Augsburg) ausgegangen war, nachträglich mit 8:0 zugunsten der Münchner Bayern. Die SF Augsburg legten gegen diese Entscheidung Protest ein.


      Für mich stellen sich dabei 2 Fragen:


      1. Warum hat der Schiri nicht vor Beginn des Mannschaftskampfes die Augsburger auf ihren Aufstellungsfehler hingewiesen? Das Recht dazu hat er. Damit hätte diese für alle unerfreuliche Malaise vermieden werden können.

      2. Warum hat der DSB und der Bayrische Schachbund die Augsburger nicht vor der Relegation darauf hingewiesen, daß die in der bayrischen Oberliga tolerierte Regelung nicht für die Relegation gilt und Brückner da nicht spielberechtigt ist? Da gab es ja offensichtlich eine regeltechnische Grauzone, und die hätte so geklärt werden können.


      Ich bin kein Schiri und habe regeltechnisch wenig Ahnung, nehme aber an, daß die Entscheidung des Schiri formal korrekt war und in den Instanzen bestätigt werden wird.

      Allerdings soll es vor kurzem in Bayern einen anderen Protestfall gegeben haben, der durch drei Instanzen ging, und der in der dritten Instanz entgegen der ursprünglichen Schiedsrichterentscheidung entschieden wurde. Ich werde das weitere Geschehen jedenfalls mit Spannung verfolgen.