Schachspieler verletzt sich bei Turnier und spielt im Bett weiter

Alireza Firouzja konnte beim Turnier in Rumänien nicht mehr im Sitzen spielen. (Archivbild)© IMAGO/NurPhoto/Foto Olimpik
Von Julian Münz Schach ist normalerweise ein Sport, in dem Verletzungen eher selten vorkommen. Dem iranisch-französischen Großmeister Alireza Firouzja passierte es trotzdem. Von der weiteren Turnierteilnahme hielt es ihn aber nicht ab.
Das Superbet Chess Classic in der rumänischen Hauptstadt Bukarest hat es in sich. 475.000 US-Dollar Preisgeld werden bei dem Turnier insgesamt ausgespielt, dazu ist es Teil der Grand Chess Tour 2026, bei der es um weitere zwei Millionen Dollar geht.
Dementsprechend stark ist das Turnier besetzt: Zehn Großmeister duellieren sich im klassischen Schach an insgesamt neun Spieltagen um den Titel – darunter auch das deutsche Talent Vincent Keymer und der kommende WM-Herausforderer Javohir Sindarov aus Usbekistan.
Ebenfalls dabei: Alireza Firouzja, vor Turnierstart Platz sechs der Weltrangliste und mit einer ELO-Wertungszahl von über 2.700 ein sogenannter Supergroßmeister. Firouzja aber passierte etwas, was Schachspielern selbst bei harten Wettkämpfen für gewöhnlich eher selten passiert: Er verletzte sich am Knöchel.
Wie genau das passierte, ist nicht klar – wohl aber, dass Firouzja deshalb sogar seine vierte Partie gegen Fabiano Caruana verpasste. Das Turnier-Aus also? Nein. Denn schon am fünften Spieltag kehrte Firouzja wieder ins Turnier zurück – und das auf kuriose Art und Weise.
Firouzja spielt vom Hotelbett aus
Denn nach Verständigung mit Gegner Sindarov und der Turnierleitung startete die Partie des fünften Spieltags am Hotelbett von Firouzja. Dort lag der im Iran geborene Franzose mit T-Shirt und kurzer Hose, während er den verletzten Fuß hochlegte. Sein Gegner Sindarov saß ihm klassisch im weißen Hemd gekleidet direkt gegenüber.
Mit einem Klick können Sie die
Firouzja wiederum geriet im denkwürdigen Duell gegen Sindarov früh ins Hintertreffen, rettete nach mehreren Stunden Spieldauer jedoch noch ein Remis. "Es ist ein Beinproblem, also dachte ich, ich muss mich sowieso schonen", erklärte Firouzja, warum er trotz seiner Verletzung weiterspielen wollte. Der Arzt habe eine weitere Teilnahme am Turnier nur im Liegen erlaubt. Und so wird der 22-Jährige wohl auch seine restlichen Partien aus der Horizontale spielen.
Verwendete Quellen

Alireza Firouzja konnte beim Turnier in Rumänien nicht mehr im Sitzen spielen. (Archivbild)© IMAGO/NurPhoto/Foto Olimpik
Von Julian Münz Schach ist normalerweise ein Sport, in dem Verletzungen eher selten vorkommen. Dem iranisch-französischen Großmeister Alireza Firouzja passierte es trotzdem. Von der weiteren Turnierteilnahme hielt es ihn aber nicht ab.Das Superbet Chess Classic in der rumänischen Hauptstadt Bukarest hat es in sich. 475.000 US-Dollar Preisgeld werden bei dem Turnier insgesamt ausgespielt, dazu ist es Teil der Grand Chess Tour 2026, bei der es um weitere zwei Millionen Dollar geht.
Dementsprechend stark ist das Turnier besetzt: Zehn Großmeister duellieren sich im klassischen Schach an insgesamt neun Spieltagen um den Titel – darunter auch das deutsche Talent Vincent Keymer und der kommende WM-Herausforderer Javohir Sindarov aus Usbekistan.
Ebenfalls dabei: Alireza Firouzja, vor Turnierstart Platz sechs der Weltrangliste und mit einer ELO-Wertungszahl von über 2.700 ein sogenannter Supergroßmeister. Firouzja aber passierte etwas, was Schachspielern selbst bei harten Wettkämpfen für gewöhnlich eher selten passiert: Er verletzte sich am Knöchel.
Wie genau das passierte, ist nicht klar – wohl aber, dass Firouzja deshalb sogar seine vierte Partie gegen Fabiano Caruana verpasste. Das Turnier-Aus also? Nein. Denn schon am fünften Spieltag kehrte Firouzja wieder ins Turnier zurück – und das auf kuriose Art und Weise.
Firouzja spielt vom Hotelbett aus
Denn nach Verständigung mit Gegner Sindarov und der Turnierleitung startete die Partie des fünften Spieltags am Hotelbett von Firouzja. Dort lag der im Iran geborene Franzose mit T-Shirt und kurzer Hose, während er den verletzten Fuß hochlegte. Sein Gegner Sindarov saß ihm klassisch im weißen Hemd gekleidet direkt gegenüber.
Mit einem Klick können Sie die
Firouzja wiederum geriet im denkwürdigen Duell gegen Sindarov früh ins Hintertreffen, rettete nach mehreren Stunden Spieldauer jedoch noch ein Remis. "Es ist ein Beinproblem, also dachte ich, ich muss mich sowieso schonen", erklärte Firouzja, warum er trotz seiner Verletzung weiterspielen wollte. Der Arzt habe eine weitere Teilnahme am Turnier nur im Liegen erlaubt. Und so wird der 22-Jährige wohl auch seine restlichen Partien aus der Horizontale spielen.
Verwendete Quellen
- X-Account der Grand Chess Tour
- spiegel.de: Schachstar Firouzja erleidet Knöchelverletzung und spielt aus dem Krankenbett weiter