Sizilianisch / Morra-Gambit

    • Tipp zu dem 2. ... a6 Sizilianer:

      Ähnelt natürlich dem Sizilianischem Flügelgambit, was widerlegt ist, also nicht unbedingt Vorteile verschafft. Den Zug 3. b4 nach 2... a3 finde ich eigentlich gut spielbar für Weiß. Schwarz wird sich wahrscheinlich dann anders Aufbauen


      Also den Zug bxa3, davon rate ich dem Sizilianisch-Spieler dringend ab! Besser ist 4... e6 mit Blick auf den Bauern auf b4. Die normale Fortsetzung mit 4... d5 verliert einiges an seiner schärfe 5. exd5 Dxd5. Weiß das Feld e5 für die schwarze Dame mit dem Springer f3 bereits unterbunden! 6. bxc4
    • Ich spiele Mora Gambit:
      1. wenn ich kein Bock gegen die sizilianische Verteidigung habe. Denn damit nimm ich Schwaz viele Möglichkeiten so aufzubauen wie er/sie es normalerweise tun würde. Oft weißt ein unerfahrener Schwarzspieler nicht was als nächstes gemacht werden soll.
      2. Um meine Leichtfiguren, Springer und Läufer schnell zu entwickeln. Ich hab dann 2 offene Reihen für meine Türme. Nach Morra Gambit versuche ich schnell zu rochieren.

      Ich hab es des öfteren versucht damit, beim ersten mal mit Sang und Klang untergegangen. Danach hab ich damit jedoch eine Menge Siege rausgeholt und paar unentschieden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Asai ()

    • also ich versteh dein zug nicht den zug 11 von dir nicht lg5 statt den zug hättes du einfach ein turm gewinnen können mit De4 drohung matt auf h7 und turm verlust a8 nicht ab zu wehren

      zug 13 verlirt sogar bei richtigem spiel von deinem gegner er zieht falsch DD8 verlirt
      gewinnen können hätte er mit Dh6 die matt drohung verhindert und eine figur einfach mehr
      mit gewonnener stellung




      zug 23 ist zwar auch ein guter zug droht matt
      in dem man den turm auf f8 schlägt und den könig auif das matt feld f7 lenkt dame f7 matt so ws droht matt
      es ist zwar ein gewinn zug aber er kann die dame auf d6 opfern und da mattt noch ein bishen heraus zögern



      der beste zu am ende 23 zug ist sg5 mit unabwenbares matt auf h7 genau 3 züge prüf selber es ist matt er kann es nicht verhindern
      :D :D :D :D :D



      hoffe ich konnte dir helfen :D den anfang hast gut gespielt :thumbsup:
    • Nico, ja stimmt, aber ich konnte es einfach nicht übers Herz bringen so einen Vorteil daraus zu gewinnen ;)
      Er hat sich dann mit dem Springer-Zug revanchiert. SO hatten wir beide gleiche Chancen :thumbup:

      Danke, Arlen :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Asai ()

    • Auf der Lern-DVD von IM Lawrence Trent, immer schön kommentiert mit weit geöffnetem Hemd, werden eigentlich alle gängigen Varianten behandelt und gut erklärt.

      Eine besonders schöne Partie, mit etlichen Opfern, ist das Spiel Zakaharov-Gusev.



      Schwarz gab auf.

      Furioses Angriffs- und Opferschach von Weiß. Schwarz in der gesamten Partie nur mit einem Fehler, ansonsten zumeist die besten Züge gefunden. Und selbst dieser Fehler war immer noch der zweitbeste Zug (lt. Stockfish).

      Das Morra Gambit kann wirklich wunderschön sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tom_turbo ()

    • Eine schöne Angriffspartie von Vladimir Zakharov, die zeigt, auf welch dünnem Eis sich Schwarz in dieser speziellen Variante des Morragambits (mit a6, e6 und Sge7) bewegt.

      Die Partie wurde im Jahr 2001 gespielt. Seitdem wurde die Variante in mehreren Partien (überwiegend Fernschachpartien) wiederholt, in denen ausnahmslos die von tom_turbo angegebene Verbesserung 18.-Dc8 gespielt wurde. Die Schwarzspieler konnten nachweisen, daß die schwarze Stellung mit diesem Zug haltbar ist. Allerdings sind dazu präzise Zugfolgen nötig, die man als Otto Normalsterblicher nicht am Brett finden kann. Fazit: Die Variante ist für Schwarz spielbar, aber der Preis eines Zuges ist extrem hoch.

      Im Nahschach dürften die meisten Schwarzspieler wohl eher an einer Variante interessiert sein, die weniger halsbrecherisch ist und weniger Variantenwissen erfordert. Dazu kann ich zwei Empfehlungen geben:

      1.) Die Ablehnung des Gambits mit 1.e4 c5 2.d4 cxd4 3.c3 d5 4.exd5 Dxd5 oder 1.e4 c5 2.d4 cxd4 3.c3 Sf6 4-e5 Sd5 mit Übergang in den c3-Sizilianer (Alapin) ist aus Repertoiresicht natürlich der ökonomischste Weg, denn man benötigt auf diese Weise überhaupt keine zusätzliche Vorbereitung gegen das Morragambit. Diese Vorgehensweise bevorzugen auch viele Großmeister.

      2.) Wenn man ambitionierter vorgehen und die Korrektheit des Morragambits in Frage stellen will, ohne allzu hohe Risiken eingehen zu müssen, empfehle ich die Variante, die schon in Posting 7 von endspielexperte angegeben wurde:



      Diese habe ich im Nahschach und Fernschach häufig gespielt. Sie erfordert im Vergleich zu manch anderen Varianten im Morragambit keine allzu großen Variantenkenntnisse, stellt dem Weißen aber dennoch genügend unangenehme Fragen.
    • Ich muss zugeben, dass mir die Variante, die Endspielexperte und Schroeder angeben, etwas Kopfzerbrechen bereitet. Ich spiele ja selbst leidenschaftlich gerne das Morra-Gambit, aber hier finde ich keine tollen Antworten. Zwar ist es nicht wesentlich mehr als Ausgleich (weiß erhält den Bauern ja zurück) aber trotzdem sehr unangenehm. Hoffentlich verbreitet sich diese Idee nicht ;)

      Auf der angesprochenen Lern-DVD von IM Lawrence Trent wird dieses Abspiel leider nicht behandelt, ich wäre gespannt, was er hier für Tipps parat hätte.

      Als beste schwarz-Verteidigungen empfiehlt er die, bereits im ersten Beitrag angesprochene Taylor-Verteidigung und - die noch unerwähnte Finegold - Verteidigung (nach GM Ben Finegold).



      Auch wenn Wege gezeigt werden, wie man auch hier mit Initiative spielen kann und wie leicht schwarz immer noch daneben liegen kann, ist das seiner Meinung nach das solideste. Der schwarze b-Springer kann nach d7 entwickelt werden (erst nach der Rochade) und schwarz steht recht solide.
    • Du schreibst das weiß den Bauern zurück bekommt , kannst das bitte in ein paar Varianten zeigen , denn ich sehe ehrlich gesagt noch nicht wie das gehen soll .

      Wäre ärgerlich wenn das nicht stimmen würde und man sich darauf verlässt !

      sorry , habe verpennt das es schonmal von jemand anderem angegeben wurde

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tufftuff ()

    • endspielexperte schrieb:

      Meiner Ansicht nach ist das folgende System das Beste für Schwarz:

      schacharena.de/new/verlauf_db_…experte&gedreht=1&nr=773#
      Statt 14...La5 = wäre Le7! sehr leicht besser für Schwarz.

      Mfg
      endsp.

      Natürlich, ich habe die Variante nur nicht noch einmal angegeben, da Endspielexperte das schon gemacht hat.
    • Eine recht bekannte und überaus beeindruckende Partie im Morra Gambit ist in diesem Thread offenbar noch gar nicht vorgekommen. Diese Partie ist fast eine Kopie von jener von Zakharovs, was einmal mehr nahelegt, dass das womöglich eine sehr kritische Variante für schwarz ist, oder zumindest, wie Schroeder anmerkt, der Preis eines Zuges sehr hoch ist.

      IM Marc Esserman (wahrscheinlich DER Morra-Gambit Experte schlechthin) vs GM Loek van Wely US Open, 2011



      Wer nur die Partie sehen möchte, diese geht erst ab ca. Minute 7 an
    • Hier die im Video gezeigte Partie, in der Mark Esserman, Autor von Mayhem in the Morra seinen Gegner kräftig verprügelt:

      IM Esserman, Mark (2453) - GM Van Wely, Loek (2683)
      US Open, Orlando, Runde 3, gespielt am 4.8.2011



      Die richtige Verteidigung für Schwarz wurde erstmalig im Jahr 2007 im Fernschach demonstriert:

      Gazi, Miroslav - Cañizares Cuadra, Pedro
      ICCF, 2007




    • In der Rochade zu finden ist diese spektakuläre Amateurpartie, ausführlich kommentiert von GM
      Zigurds Lanka.

      Roettig-Shapiro 1:0, Grenke Chess Classics 2018

      Ich habe lieber das Morra-Gambit abgelehnt und auf nicht ganz so hohem Niveau weitergespielt.



      Wie hätte ich nach 14. Dxd5 weiterspielen müssen, um die Dame trotz Fesselung des Bauern e6 doch erlegen zu können?

      Spoiler anzeigen
      14 ... Se2+ wäre richtig gewesen, um nach 15. Txe2 Dxc1+ den weißen König nach g2 treiben zu können. Danach wäre dann die weiße Dame auf die Reservebank geschickt worden.

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