Slawische Verteidigung

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    • Slawisch: Tolusch-Geller-Gambit mit 6.Dc2

      Beim Chessable Masters, der zweiten Station der Champions Chess Tour 2023, spielte Matthias Blübaum gestern eine wunderbare Angriffspartie mit dem Tolusch-Geller-Gambit:

      GM Bluebaum, Matthias (2601) - GM Nguyen, Ngoc Truong Son (2575)
      Chessable Masters, Division III, 4.4.2023



      Hier die Analyse von Conrad Schormann

    • Slawisch mit 4.-dxc4 5.a4 e6

      Beim Dortmunder Sparkassen-Open gewann Alexander Donchenko in der 2. Runde gegen seinen taiwanesischen Gegner Adelard Bai eine Glanzpartie mit einem Springeropfer auf f7:

      GM Donchenko, Alexander (2667) - FM Bai, Adelard (2414)
      50th Sparkassen Open-A 2023, Dortmund, 2. Runde, 25.6.2023



      Alexander Donchenko erläutert die Partie mit Pressesprecher Patrick Zelbel: Dortmund Festival 2. Runde
    • Slawisch mit 3.Sd2 - eine teuflische Eröffnungsfalle

      Nach 1.d4 d5 2.c4 c6 entwickelt Weiß üblicherweise sofort (3.Sc3) oder später seinen Damenspringer auf sein bestes Entwicklungsfeld c3, wo er maximalen Einfluß auf das Zentrum nimmt. Jeder Anhänger der klassischen Schachauffassung, die Generationen von Schachspielern von Siegbert Tarrasch gelernt haben, wird ohne groß nachzudenken diesen Springerzug machen.

      Die Springerentwicklung nach d2 sieht im Unterschied dazu etwas gekünstelt aus, denn erstens verstellt der Springer dort den Läufer c1, und zweitens übt er keinen Druck auf d5 aus. Es gibt jedoch eine ganz konkrete Eröffnungsfalle, die Weiß seinem Gegner damit stellt. Die Stammpartie zu dieser Falle (die mittlerweile unzählige weitere Opfer gefunden hat) fand im Jahr 2008 in Griechenland statt und verlief so:

      FM Vragoteris, Antonios (2317) - Malikentzos, Sotirios (2043)
      Chalkidiki Open, 6. Runde, 3.5.2008



      Mit dieser Idee im Kopf spielte Eric Rosen gestern beim Schachfestival Biel gegen seinen 14-jährigen Schweizer Gegner den ominösen Springerzug 3.Sd2 - das aber hatte leider nicht den gewünschten Erfolg:


      IM Rosen, Eric (2344) - Malli, Suvirr (2094)
      Biel Chess Festival, 2. Runde, 18.7.2023



    • Slawisch mit 4.-dxc4 5.a4 Lf5 6.Se5

      Heute gewann Vincent Keymer auf der Isle of Man eine beeindruckende Partie mit einer Slawisch-Variante (6.Se5), die schon Nimzowitsch und Capablanca in den 1920er Jahren spielten. Andre Schulz hat die Partie im Rundenbericht 7. Runde kommentiert. Der Artikel enthält auch ein Video-Interview von Fiona Steil-Antoni, in dem Vincent am Demobrett seine Partie erläutert.

      Keymer, Vincent (2717) - Korobov, Anton (2658)
      FIDE Grand Swiss, Douglas, 7. Runde, 1.11.2023



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    • Slawische Abtauschvariante: Schönheitspreis für Katharina Koschel mit Läuferopfer auf h7

      Wenn man an Eröffnungsvaranten denkt, die Feuer auf dem Brett entfachen können, ist die Slawische Abtauschvariante nicht zwingend der erste Kandidat, der einem einfällt, Möglich ist das aber auch hier. Das zeigt die Partie Katharina Koschel (1578) - Markus Simmler (1584) von der Amateur-Weltmeisterschaft auf der griechischen Insel Kos (11.-20. Mai 2024), die einen der beien Schönheitspreise erhielt. Passend zum Austragungsort (Griechenland) entkorkte die Weißspielerin ein spektakuläres Läuferopfer auf h7, das im englischen Sprachraum als "greek gift sacrifice" bekannt ist. Daniel King kommentiert:



      Katharina Koschel vom SC Braunschweig-Gliesmarode belegte mit 4,5 Punkten aus 9 Partien den 15. Platz in der Ratinggruppe E (1401 - 1600). ACO 2024 World Amateur Chess Championship
    • Slawisch: Abtauschvariante mit 4.Lg5 ("The Doof Attack")

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      Der Läuferausfall nach g5 im vierten Zug der slawischen Abtauschvariante ist ein relativ seltener Gast in der Turnierpraxis. Aber der Zug ist nicht unlogisch und wurde auch schon auf höchster Ebene gespielt, z.B. hier:

      Caruana, Fabiano (2835) - Vachier Lagrave, Maxime (2778)
      Chessable Masters, 8. Runde, 23.6.2020



      Dennis Norman spielt seine Lieblingsvariante 4.Lg5 schon seit langem erfolgreich und hat dazu tiefschürfende Analysen gemacht. Nach seinem Online-Nick "ChessDoofus" hat er den Zug "The Doof Attack" getauft.

      In einem m.E. sehr gut gemachten Einführungsvideo



      gibt er einen Überblick über die Ideen, Detailanalysen gibt es in drei weiteren Videos von ihm.