Lieblingsthema Nr. 1 - Fußball

    • HorstSchlaemmmer schrieb:

      Andere Leute dürfen hier über politische Themen schreiben, während ich direkt dafür gesperrt werde...

      Was soll das ???

      Horst, in Deiner Welt stehst Du im Mittelpunkt und alles dreht sich nur um Dich herum.
      Nur DIR wiederfährt immer besonderes großes Unrecht usw.

      Warum meldest Du nicht, Deiner Meinung nach politische Beiträge, so wie es jeder gemeine Normal-User machen würde?
      Wenn daraufhin nichts passiert, sind nicht die MODs gerade zu DIR ganz besonders böse, nein Du soltest mal darüber nachdenken, eventuell falsch zu liegen.

      Gruß
      dangerzone
    • Eden

      Das menschliche Leben beginnt gemäß des Alten Testamentes im Garten Eden: „Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.“ (Gen 2,8-9) Dieser Garten Eden, synonym zum Paradies (vom altpersischen paridaida, dem Lustgarten) verwendet, ist ein Ort des wunschlosen Glückes; Adam und Eva brauchen nichts weiter zu tun, als umherzugehen, erlaubte Früchte zu genießen und sich des sorglosen Daseins zu erfreuen.

      Was sie verloren haben, wird dem Mann und der Frau erst nach dem Sündenfall klar: Gott vertreibt sie aus dem Paradies und bereitet ihnen in der Folge große Mühsal. Der Mann muss im Schweiße seines Angesichtes dem Ackerboden das Korn für das Brot abringen, die Frau wird unter Schmerzen Kinder gebären (Gen 3,16-19). Das menschliche Elend mit harter Arbeit, Konkurrenz, Gier und Missgunst nimmt hier seinen Anfang. Eden ist das mythische Reich, das noch ohne Trennung von Gott definiert war und zugleich weiter wirkt als Utopie und Verheißung.

      Bei der gerade laufenden Fußball-WM in Russland gibt es einen Spieler, der auf den magnetischen Vornamen „Eden“ hört. Im belgischen Team, das es bis in die Vorschlussrunde geschafft hat, ist er zuständig für die kreativen und verblüffenden Momente im Spiel nach vorn. Er ist schnell und wendig, kann den störrischen Ball eng am Fuß kontrollieren, hat eine panoramaweite Übersicht für seine Mitspieler und ist obendrein torgefährlich. Er strebt nach Vollkommenheit und agiert so wertvoll, dass er im Garten Eden sicher in eine Startelf berufen worden wäre.

      Doch damit nicht genug: Eden trägt auch noch den sprechenden Nachnamen „Hazard“, was im Englischen so viel wie Zufall, aber auch Wagnis bedeutet (die arabische Wurzel az-zahr meint den Würfel zum Spielen). Der Wallone Hazard spielt mit dem populären Fußball ein Spiel, das bei aller Kommerzialisierung und Verwissenschaftlichung offen geblieben ist für das Scheitern des eigenen Bemühens, für die geglückte Finte des Gegners, für das Pech in Gestalt vergebener Gelegenheiten. Der Zocker, also der Hasardeur, weiß das – und schätzt seine Chancen zu gewinnen höher ein als die des Opponenten.

      Eden Hazard ist in der beneidenswerten Lage, sich niemals Gedanken über einen Künstlernamen machen zu müssen. Auch mögliche kommende Ehrentitel zur Charakterisierung seines Auftritts sind in seinem Taufnamen bereits enthalten. Er steht zum einen für die schiere Freude am Spiel um des Spieles willen, das in der Kindheit angelegt ist und im Wachstum verloren zu gehen droht; er steht zum anderen für das Vertrauen, dass alles schon gut ausgehen werde, wie hoch auch der Einsatz sein möge. Die Summe beider Namen darf man Glauben nennen.
    • Frankreich verdient im Finale der WM

      Belgien ereilte das Schicksal vieler Mannschaften, die in der Vorrunde und in den ersten KO-Spielen vergangener WM´s teils begeisternden Fussball boten und dann scheiterten.

      Die Leistungen eines Eden Hazard, der in der ersten Halbzeit zuhauf 2,3 oder gar 4 Franzosen ausspielte, waren letztendlich kopflos und auch brotlose Kunst, weil viele andere Leistungsträger neben sich standen.

      Den Franzosen langte eine geschlossene Mannschaftsleistung. ihre Stars glänzten nicht, es reichte vollkommen, drei viertel ihres Leistungsvermögens auf den Platz zu bringen (ausnahmen sind hier varane und umtiti , beide Innenverteidiger spielten grossartig).
    • Sehr sehr schade, hätte es den Belgiern wirklich gegönnt - die Franzosen haben sich bei mir schon wieder unbeliebt gemacht mit solchen *******-Aktionen wie von Mbappe in der Nachspielzeit, der bei gegnerischem Einwurf den Ball wegwirft und dann auch noch wegdribbelt - was spricht dagegen, für sowas einfach mal glatt Rot zu zeigen?

      Frankreich war von Anfang an mein Favorit auf den Titel, aber gönnen würde ich es den beiden übrigen Mannschaften England oder Kroatien eigentlich mehr, obwohl ich nicht recht dran glaube.

      Schade, dass z.B. ein de Bruyne gestern nicht annähernd so glänzend gespielt hat wie gegen Brasilien... aber klar ist auch, wenn der einzige Treffer nach einem Standard fällt, dann kann auch die Leistung der Franzosen nicht wirklich viel besser gewesen sein.
    • und zur frage, ob die Franzosen besser waren; ja, waren sie. erstens, weil sie ein Tor geschossen haben und die Belgier nicht, zweitens weil sie 6 bis 7 Torchancen hatten, die Belgier 2 bis 3

      und aus einer verstärkten Abwehr zu spielen ist durchaus erlaubt. ich möchte mal an die total defensive Spielweise von Holland und Argentinien bei der letzten WM hinweisen. die haben sich einfach hinten reingestellt im Viertelfinale und Halbfinale und das obwohl sie mit robben,vanpersie,sneyder und Messi,higuain, aguero,dimaria überragende Angriffsreihen hatten. für Argentinien hat es mit dieser Taktik fast zum Titel gereicht, sie machten im Finale ein tolles spiel und scheiterten nur knapp an einer aufopferungsvoll kämpfenden und überragend spielenden deutschen Mannschaft.
    • Neu

      Insgesamt ein relativ faires Spiel mit einem verdienten Sieger.

      Wenn der Mbappe jetzt allerdings auch anfängt, Starallüren al´a Neymar zu entwickeln, dann sollte man doch mal darüber nachdenken dürfen, so etwas nachdrücklich unterbinden zu dürfen.

      Wenn ich Schiedsrichter wäre, dann würde ich den Mannschaftskapitänen vor dem Spiel klipp und klar sagen: Für eine eindeutige Schwalbe oder Schauspieleinlage gibts sofort gelb und im Wiederholungsfall rot.
      Das sollte auch bei übertriebenem Zeitspiel möglich sein.
      Der Sieg der Zeit über das Material erfordert Opfer!
    • Neu

      windus09 schrieb:

      Ich finde, wegen übertriebenes Zeitspiel gelb zu zeigen auch ausreichend. Es besteht ja für den Schiri immer noch die Möglichkeit diese Zeit nachzuspielen.
      Für mich ist sowas kein Zeitspiel mehr, sondern eine grobe Unsportlichkeit - auch als Erziehungsmaßnahme würde ich als Schiri da meinen Ermessensspielraum nutzen und einen jungen Spieler wie Mbappe in die Schranken weisen.
    • Neu

      Tobi_, die Schiedsrichter sind in so einer Situation angehalten sich an das Regelwerk und dessen gängige Interpretation zu halten. Auch die Spieler müssen sich ja gewissermaßen auf den Schiedsrichter verlassen können.
      Grob unsportlich sind i. d. R. Beleidigungen, gefährliche Fouls und solche Kisten.
      Ball wegschlagen oder dribbeln wie Mbappe sehe ich nicht in dieser Reihe.
      Bei strenger Anwendung des Regelwerks hätte denn auch Witsel fliegen müssen - er
      war verwarnt und schubst Mbappe - ist nicht passiert.
      Ich denke, dass eine Rote Karte an der Stelle, selbst wenn man sie für begründbar hält, nicht hilfreich gewesen wäre.
      Zuerst hat man noch wilde Diskussionen mit der halben französischen Mannschaft, was Zeit kostet, also den Franzosen in die Karten spielt. Selbst wenn alles nachgespielt wird, führt solch eine Rote, die auch völlig aus der Linie des Spiels und des Schiedsrichters fällt, nur zu einer unnötigen Eskalation der Partie.
      Auf und ab und wir sind trotzdem hier...
    • Neu

      nochmal zurück zu meinen Beiträgen 4.793 und 4.795 und ocin´s Beitrag 4.797 dazu

      natürlich ist meine Aussage nicht beweisbar. ich bitte aber zu bedenken: Özil war aufgrund seiner schlechten Leistungen in der abgelaufenen Saison und in den Vorbereitungsspielen ein wackelkanditat für die WM. als dann noch Erdogan-Gate und die Weigerung mehsuts dazukam, sich zu seinem Verhalten zu äussern dazukam, haben die verantwortlichen bestimmt darüber nachgedacht, Özil nicht zur WM zu nominieren. wie Oliver Bierhoff in dem Welt-Interview zugibt, hat man die längerfristige Sprengkraft und negativen Auswirkungen total unterschätzt. insofern gibt Bierhoff klar eigene Fehler zu und ich sehe da kein Nachtreten gegen Özil.

      Bei der Entscheidung Özil zur WM mitzunehmen haben vermutlich auch die folgenden Faktoren eine Rolle gespielt:

      1. die werbewirksamen Kampagnen des DFB wie #zsmmn oder auch "wir sind Vielfalt". wie hätte es denn ausgesehen, wenn eine dieser Gallionsfiguren für Migration ausgebootet worden wäre?
      2. wer Kritik an andersfarbigen oder andersgläubigen übt, wird oft in die ecke "ausländerfeindlich" oder "nazi" gestellt.
      3. die Person Mehsut selbst. wie wenig kritikfähig und schnell beleidigt er ist, beweisen ja sein Schweigen und die Aussagen seines Vaters
      4. die Nichtnominierung hätte wahrscheinlich genauso viel Staub aufgewirbelt wie sein Verhalten selbst

      Politiker wie der Ministerpräsident NRW Laschet und Cem Özdemir und Vertreter muslimischer Verbände melden sich jetzt zu Wort und machen Witze oder üben harsche Kritik an den Verantwortlichen des DFB. Forderungen nach Rücktritt der Verantwortlichen und Verbleib von Mehsut Özil in der Nationalelf werden geäussert.

      wäre Mehsut nicht zur WM nominiert worden, wären wahrscheinlich die gleichen Äussserungen gekommen.

      das meinte ich mit: bei einem deutschen Nationalspieler ohne migrationshintergrund wäre das mass schon lange voll. über die Nichtnominierung Leroy Sanés wurde noch ausgiebig in den Medien diskutiert, die Nichtnominierung Mario Götzes wurde nur als Randnotiz erwähnt.
    • Neu

      @eberhardt

      denke schon, daß ich dich hier richtig verstanden habe und halte deine schlußfolgerungen trotzdem für falsch. dein letzter vergleich zwischen der nichtnomminierung von herrn sane mit der von herrn götze hinkt alleine schon wegen der krankheitsgeschichte von herrn götze und natürlich wird hier nachgetreten, denn wenn man diese nummer klären wollte, dann bitte direkt und nicht nach dem scheitern eines ganzen teams ...

      ich persönlich sehe die nomminierungen von herrn löw heute auch in einem anderen licht, aber mal ehrlich, wer konnte mit so einigen ausfällen schon rechnen, zum beispiel herr khedira, bin eigentlich begeistert von seinem spiel, doch bei der wm war er, warum auch immer, ein totalausfall ...