Schottische Partie

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    • Der meistgespielte Zug gegen Schottisch wurde hier noch gar nicht erwähnt: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4 Lc5

      Magnus Carlsen gewann damit in Moskau eine bemerkenswerte Partie gegen Teimour Radjabov, die von D. Monokroussos in dem Video Learn from Capa and Carlsen kommentiert wird. Carlsen demonstriert hier die Stärke des schwarzen Bauernblocks e5,d6,c6,c7,b6, die in ähnlicher Weise von Capablanca in einer 1936 gespielten Partie gegen Kan zum Gewinn geführt wurde. Carlsen strebte diesen Stellungstyp an, weil er sich an die Capa-Partie erinnerte und wußte, wie chancenreich diese Bauernformation ist. Es lohnt sich also, von den "Legenden" zu lernen. Überhaupt sieht GM Gserper angesichts frappierender Parallelen zwischen diesen beiden Spielern Carlsen als den Capablanca der heutigen Zeit an: Past and Present.

      Radjabov, T. (2784) - Carlsen, M. (2835)
      7th Mikhail Tal Memorial (5. Runde), Moskau 13.6.2012


      0-1

      Im gleichen Turnier (Tal-Memorial) gewann Fabiano Caruana, der zum ersten Mal im Leben Schottisch spielte, in der vorletzten Runde gegen Vladimir Kramnik in der Mieses-Variante. Der Sieger kommentiert die Partie in launiger Weise hier.

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    • Der mit Abstand am meisten gespielte schwarze Zug ist 4.-Sf6 mit Übergang ins Zweispringerspiel/4.d4!?. Gut spielbar sind auch 4.-Lc5 (das kann nach 5.c3 Sf6 zur Italienischen Partie führen) und 4.-Lb4+ (Schwarz will den Mehrbauern behaupten. Dies ist der einzige unter den drei schwarzen Hauptzügen mit eigenständiger Bedeutung).

      In Meister und Meyer: Episode 2 kommentiert Jan Gustafsson die Partie Simon Meyer (1737) - Ervin Sevecke (1683) aus der Hamburger Stadtliga, in der 4.-Le7?! gespielt wurde. Gustafsson geht dabei auch auf die oben genannten schwarzen Alternativen im 4. Zug ein.

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    • Ich spiele immer 4...Lc5:



      Falls 5.c3 kommt, spiele ich 5...Sf6 und leite in andere Varianten über.
      Falls 5.0-0 so , 5...d6 und nich etwa 5...Sf6 ,was glaub ich in den Max-Lange-Angriff überleitet.
    • Schottisches Gambit

      Zunaechst wollte ich euch ueber die zahlreichen Kommentare danken.
      Es tut kir leid, aber ich wollte eigentlich nur auf das schottische GAMBIT eingehen, nicht auf die schottosche Partie.
      Es wurde oft die Variante mit 4. Sf6 angesprochen. Die agressivste Variante ist demnach:

      Wenn der Gegner 5. Se4 zieht, kommt c3. Wenn er dxc3 spielt, kommt Dd5 mit Springergewinn.
      Wenn er 5. Sg4 zieht, kommt Lxf7+ Kxf7 Sg5+ Ke8 und Dxg4
    • Hohes Lob hat die neue DVD von GM Parimarjan Negi mit dem Titel The Modern Scotch Opening erhalten. Hier eine Rezension von Felix Graf, der von der "unglaublichen Tiefe und Präzision" des Autors beeindruckt ist. Die DVD ist laut Graf für Spieler ab 1800 Elo geeignet und vermittelt das Gefühl, daß Schottisch für Weiß "einfach Spaß zu spielen macht".

      Jan Gustafsson beschäftigt sich in Jans Kolumne: Wie kilt man Schottisch mit der Mieses-Variante und dort speziell mit folgendem Abspiel:

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    • Auf der oben genannten DVD empfiehlt Parimarjan Negi gegen 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4 Lc5 die alte, etwas in Vergessenheit geratene Variante 5.Sb3, die er mit tiefgründigen Analysen und neuen Ideen wiederbelebt. Oft kommt es dabei zu einem scharfen Kampf mit heterogenen Rochaden. Vermutlich durch Negis Analysen bedingt, hat die Variante in letzter Zeit einige Anhänger gefunden. So wandte in der laufenden Frauenweltmeisterschaft die Chinesin Shiqun Ni den Zug 5.Sb3 in der heutigen zweiten Achtelfinalpartie gegen Natalija Pogonina an, erreichte aus der Eröffnung heraus eine aussichtsreiche Stellung und eliminierte die favorisierte Russin aus dem Wettbewerb.

      Ni, Shiqun (2399) - Pogonina, Natalija (2487)
      FIDE Women's World Championship, Achtelfinale (2. Partie), 18.2.2017

    • Schottisch: Mieses-Variante mit 8.h4

      Eine der großen Überraschungen der gestrigen 4. Runde der Schacholympiade in Batumi war der Sieg Polens über Russland. Jacek Tomcak bezwang dabei in der Schottischen Partie Vladimir Kramnik. Das war "Scotch on the Rocks", meint Daniel King in seinem Video. Scotch on the Rocks


      Tomczak, Jacek (2614) - Kramnik, Vladimir (2779)
      Schacholympiade Batumi, Runde 4, 27.9.2018
      Polen - Russland

    • Schottisches Vierspringerspiel

      Beim Europäischen Mannschaftspokal im griechischen Halkidiki spielt der Weltmeister am Spitzenbrett des norwegischen Valerenga Sjakklub. In der 6. Runde spielte er gegen Ding Liren das Schottische Vierspringerspiel, geriet durch einen schwer zu erklärenden Fehler im 23. Zug in Verlustgefahr, konnte aber die Partie aus fast hoffnungslos scheinender Stellung schließlich doch noch ins Remis retten. Damit behauptete er nicht nur die Weltranglistenplatz 1 im Liverating, sondern sicherte seinem Team auch einen wichtigen 2,5 : 1,5 Sieg gegen Alkaloid.

      Carlsen, Magnus (2839) - Ding, Liren (2804)
      European Club Cup, Runde 6, 17.10.2018
      Valerenga Sjakklub -



      Johannes Fischer hat die Partie kommentiert: Club-Cup: Eine dramatische Partie Carlsen - Ding Liren

      Und auch Daniel King hat zu der Partie ein Video gemacht:

    • Schottisch: Mieses-Variante mit 8.c4 La6 9.b3

      In den 90-er Jahren kam bei den Schottisch-Weißspielern eine Variante in Mode, die (ab dem 9. Zug ziemlich forciert) in das folgende Endspiel mit dem Materialverhältnis Läufer + Springer gegen Turm + 2 Bauern mündet.

      Stellung nach dem 17. Zug von Schwarz



      Später wurde die Variante u.a. auch von Magnus Carlsen angewandt.

      Vorgestern wandte Levon Aronian diese Spielweise beim Kampf des Deutschen Abonnementmeisters OSG Baden-Baden gegen den SC Viernheim an. Er setzte seinen Gegner Bassem Amin mächtig unter Druck und erreichte eine klar vorteilhafte Stellung. Obwohl die Partie schließlich remis endete, zeigt sie doch die langfristigen Gefahren auf, die der schwarzen Stellung drohen - was die Variante weiterhin attraktiv für Weißspieler macht.

      Aronian, Levon (2761) - Amin, Bassem (2709)
      Bundesliga Berlin, OSG Baden-Baden - SC Viernheim
      Runde 11, Brett 4, 3.3.2019



      Im Rundenbericht Bundesliga 18/19: Runde 11 wird diese Partie ausführlich von Klaus Besenthal analysiert.

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    • Schottisches Vierspringerspiel

      Die Nordische Meisterschaft wird alle zwei Jahre als Zonenturnier ausgetragen, und der Sieger erhält einen Platz im FIDE World Cup. In diesem Jahr fand das Turnier im norwegischen Sarpsborg statt. Sieger wurde GM Frode Urkedal (8 Punkte)vor GM Benjamin Arvola Notkevich (7) und GM Jon Ludvig Hammer (6,5). Bericht von Holger Blauhut, der mit 5 Punkten Platz 20 von 67 Teilnehmern belegte: Urkedal gewinnt Nordische Meisterschaft

      In der 5. Runde wandte der Zweitplatzierte GM Benjamin Arvola Notkevich im schottischen Vierspringerspiel eine Aufstellung mit 10.h3, 11.Df3 und 12.Lf4 an, die auf Vladimir Kramnik zurückgeht. Beginnend mit 14.Sxd5! brannte er dann ein ein taktisches Feuerwerk ab:

      GM Notkevich, Benjamin Arvola (2485) - GM Ernst, Thomas (2342)
      Nordische Meisterschaft, Sarpsborg, 5. Runde, 24.6.2019



      Diese Partie und andere Highlights von der Nordischen Meisterschaft werden in der aktuellen Folge von Chessbase TV ("Scharfes Schottisch") von IM Oliver Reeh und Pascal Simon gezeigt.