Remispartien - die gar keine sind/waren

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    • Remispartien - die gar keine sind/waren

      Ich möchte hier den Anfang für einen interessanten Thread machen, mit der Partie zwischen


      Wassili Smyslow - Michail Botwinnik
      Moskau 1958
      7. Wettkampfpartie der 22. Weltmeisterschaft

      1/2 : 1/2

      Weiß hatte soeben Db3 gezogen und Remis angeboten,welches von Schwarz angenommen wurde!?
      Siehst Du warum, die Partie hier aufgeführt ist?

      Bitte nicht hier auflösen!!


    • Hab ich ja geschrieben. Txf3 bringt garnichts.

      Was soll also der Satz bedeuten
      "Deshalb wäre die sofortige Antwort 2. Dxc4 schlecht und es muss gxf gespielt werden."

      Ist doch für Weiß nichts passiert nach gxf.

      Wird hier auch schachlich diskutiert oder nur Behauptungen aufgestellt? Schachlich sehe ich keinen Grund für Txf3. Kann man, aber muss nicht; man kommt eh aus der Remisbreite nicht raus.
    • @dangerzone

      Das war ein klassisches Selbsttor. Schwarz hat keinen Gewinnzug.

      Txf3 wird mit gxf3 beantwortet, und nach Dc6 hat Weiß zwar eine Qualität mehr aber die schlechtere Bauernstruktur, in der das schwarze Läuferpaar stark zum Einsatz kommt und leicht Remis hält.

      z.B. stehen die schwarzen Läufer irgendwann auf f5 unangreifbar und auf f6, womit eine uneinnehmbare Festung entsteht.
      Schach ist ganz einfach, man muss nur statt des letzten den vorletzten Fehler selber machen!

      The post was edited 1 time, last by Widder ().

    • b-point wrote:


      Wird hier auch schachlich diskutiert oder nur Behauptungen aufgestellt?

      @b-point
      Solange Deine anonyme Kritik nicht mit ehrlich erspielter Leistung unterfüttert wird, bleibt es für mich ein Rumgemotze um der Sache willen.



      @Widder
      Ich werde den GM der diese Aufgabe gestellt hat, über Deine Ideen informieren.Auch wenn mir nicht ganz klar ist, für welche Seite denn Du nun genau bist.
    • @eberhardt

      Ach Du siehst Schwarz auf der Siegesstraße? Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
      Mir scheint eher, das Weiß leicht im Vorteil ist, der sich aber aus beschriebenen Gründen nicht realisieren lässt.

      Jetzt habe ich doch einmal Komodo angeworfen, und das Programm findet keinen Vorteil für Schwarz.

      Auf Tf8 folgt Tc1-Dd5; b3-Txf3; Th2 und das Programm sieht Weiß im leichten Vorteil.

      @dangerzone

      Vielleicht sieht der GM ja mehr als Komodo, aber bei 3399 Elo, glaube ich das eher nicht.
      Schach ist ganz einfach, man muss nur statt des letzten den vorletzten Fehler selber machen!
    • Ob die besagte "Schlacht am Brett" wirklich kräftezehrend war, möchte ich anhand der Tatsache,
      dass sie nur 16 Züge lang dauerte, doch erheblich bezweifeln.

      Smyslow - Botwinnik, Match um die Weltmeisterschaft 1958 (Partie 7)




      Man muss aber wissen, dass Botwinnik zu diesem Zeitpunkt im WM-Match gegen Smyslow bereits
      mit 4,5 : 1,5 Punkten führte und deshalb mit einem schnellen Remis als Nachziehender im Spiel
      mit dem amtierenden Weltmeister bestimmt zufrieden war.

      Ob die in Frage kommende Fortsetzung 16.- Txf3!? 17.gxf3 (Nicht 17.Dxc4? wegen 17.- Txe3+!)
      17.- Dc6 18.Dd1 Ld5 den Herausforderer Botwinnik wirklich entscheidend in Vorteil gebracht haben
      könnte, ist daher müßig zu ergründen.
      Der große Positionsspieler und Stratege Botwinnik war sich dabei wohl auch bewusst, dass er im
      schachtaktischen Kombinationsspiel dem 10 Jahre jüngeren Weltmeister möglicherweise nicht ganz
      ebenbürtig war.


      :) HaJo :)
    • Ich will mal den Threadtitel etwas großzügig auslegen und hier eine Partie zeigen, die nicht zu unrecht Remis gegeben, sondern aufgegeben wurde.

      Im Jahre 1914 ereignete sich in einer Turnierpartie diese Stellung:



      Weiß gab auf, denn der schwarze a-Bauer scheint nicht aufzuhalten zu sein.
      Hätte er die Partie retten können?
    • die aufgabe von Schroeder ist wohl recht einfach durch turm h7 zu lösen. verwandelt sich der Bauer, kommt turm b7:, mit anschliessendem Turm a7+ und weiss gewinnt. auf König a5, kommt dann nicht Turm b7:(das scheitert an König a6, sondern Turm h8 und anschließendem Turm a8

      zurück zum eigentlichen Thema

      wenn ich dangerzone richtig verstanden habe, hat ein starker meister in der Stellung für schwarz einen Gewinnweg gefunden, weil, wie von mir geschrieben, schwarz angriff auf den weissen Feldern gegen den unrochierten König bekommt. die Lösung ist aber wohl recht langwierig und wahrscheinlich mit vielen Nebenvarianten.

      Deshalb stelle ich eine neue Aufgabe vor, die recht eindeutig zu lösen ist.
    • entschuldigt bitte, dass ich jetzt hier kein Brett editiere sondern nur die Notation

      Stellung weiss: König g1, Dame b3 , Turm f1, Läufer e5, Bauern g2 und h2

      Stellung schwarz: König g8, Dame e6, Turm c6, Springer e4, Bauern d4, g7 und h7

      weiss am Zug akzeptierte das Remisangebot seines Gegners. Statt dessen konnte er gewinnen. wie lautet der entscheidende Schlüsselzug?
    • und noch eine remispartie, die durch den richtigen Schlüsselzug mit einem Sieg geendet hätte. es war übrigens ein späterer Weltmeister, der den Gewinnzug versäumte.

      Stellung weiss: König h1, Dame f1, Turm c1 und g2, Bauern a3,b4,e3,f4 und h2

      Stellung schwarz: König h8, Dame f3, Turm d2, Springer h3, Bauern c6,e7,f6 und h7

      schwarz am Zug hat ne Qualität weniger und begnügte sich mit Dauerschach durch Springer f2 und Springer h3. statt dessen hätte er gewinnen können.wie lautet der Schlüsselzug, der die Partie sofort zugunsten von schwarz entscheidet?
    • Asche auf mein Haupt :cursing: ;(

      Die o.g. Aufgabe war nicht von einem GM sondern von IM Mark Dvoretzki (weltbekannter Trainer und Autor u.a. von Die Endspieluniversität ). Ich dachte immer, der wäre GM gewesen...

      Er sieht keinen Gewinn, aber einen Vorteil für Schwarz nach Txf3.
      In einem aufgeführten Zitat von Botwinnik gibt der selber zu, den Zwischenzug übersehen zu haben!

      Gruß
      dangerzone
    • auch wenn sich bis jetzt noch niemand an meinen beiden aufgaben versucht hat, eine dritte remispartie hab ich noch

      Stellung weiss: König g1, Dame b3, Turm f1, Bauern a2,c2,d4,g2 und h6

      Stellung schwarz: König g8, Dame f8, Turm f7, Bauern a6,b5,c6,c7 und h7

      weiss machte sich berechtigte Hoffnungen aufgrund der Fesselung des Turms. In der Annahme, dass sich schwarz nur schwer aus der Fesselung lösen kann, spielte weiss Dame e6, worauf aber schwarz völlig ausreichend Dame e7 antwortete und die Partie remis wurde.

      Weiss hätte aber gewinnen können, wenn er nicht Dame e6 spielt sondern was?