Remis-Absprachen

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  • Remis-Absprachen

    Im noch laufenden PM-Turnier / Liga 2 gab es reihenweise (ca. 20 - 25 mal) Remis-"Vereinbarungen" nach wenigen Zügen (unter 15, sogar unter 10). Ich finde, das ist zum Nachteil all der Spieler, die sich nicht an dieser Praxis beteiligen und wird darüber hinaus dem SCHACHSPIEL-Gedanken nun wirklich nicht mehr gerecht. Es sollte m. E. mit einer Mindestzahl zu spielender Züge wenigstens versuchsweise unterbunden werden.
  • Gute Idee, allerdings schwierig durchzusetzen.

    Man könnte zwar in der Turnierordnung eine bestimmte Zugzahl, z.B. 30, festlegen, unterhalb derer
    eine Remis-Vereinbarung nicht zulässig ist.

    Das verhindert allerdings nicht, dass die remis-willigen Spieler eine der vielen Eröffnungsvarianten wählen,
    die zwangsläufig zu einem schnellen Unentschieden führen, wie beispielsweise in der berühmten Partie

    Aljechin - Botwinnik, Nottingham 1936 (Sizilianisch - Drachenvariante)


    1/2 : 1/2 durch Dauerschach bzw. Zugwiederholung

    Wie sollte man denn die beiden Protagonisten, die solch eine schöne Kurzpartie produziert haben, für ihren
    "verfrühten" Friedensschluss bestrafen?

    :) HaJo :)
  • @adlershofer

    ich denke den Vorschlag solltest du direkt im entsprechenden Turnier bringen.

    @hajoja

    von dir bin ich qualifiziertere Aussagen gewöhnt

    Demnach kann man ja die Sophia Regel die in vielen großeren Turnieren gibt auch wieder abschaffen.

    Achja bei der aktuellen WM gibt es auch so eine Regel dass man mindestens 30 Züge spielen muss bevor man remis VEREINBART.

    die ist ja laut deiner aussage auch sinnlos ;)
  • @Gambitspieler Der Beitrag über Ihnen dient ja nur dazu zu veranschaulichen, dass es auch "ungewollte Remisen" gibt, jedoch diese als Vorlage für ausgemacht Remisen dienen können (Bsp. die unsterbliche Remispartie), andererseits gibt es manche Eröffnungen, in denen andere Züge einfach schlechter sind als die wiederholten Züge, bzw. man keine anderen kennt z.B. Najdorf 6.Le3 Sg4 7.Lc1 Sf6, klar könnte Schwarz hier Db6 oder ähnliches spielen, aber Sf6 ist ein vollwertiger Zug und lädt Weiß dazu ein etwas anderes zu probieren, sollte der Weiße nur Le3 und e5/e6 kennen, dann wird er die Züge wiederholen...
    Also als Zusammenfassung: Wenn die Spieler Remis wollen, bekommen sie es auch, jede Regel kann man umgehen...
  • @hajoja / @Feeling_Hot / @Gambitspieler

    Danke für Eure Beiträge zu meiner Anregung, die ich sowohl der TL als auch einem der beteiligten Spieler bereits mitteilte. Ich meinte allerdings weniger "schachliche" als stillschweigend vereinbarte Remis, also solche, die auch nach dem ersten Zug möglich gewesen wären, wenn ich mir die gespielten Züge anschaue... Es ist eigentlich nur ein Appell; denn, wie @Feeling_Hot richtig feststellt: "Wenn die Spieler Remis wollen..."
  • Als TLs der E-Mail Liga machen wir uns schon Gedanken über dieses "friedliche" Remis. Wir werden vielleicht in der nächsten Saison den Passus einführen, dass ein Remis erst ab den 15. gespielten Zug gilt. Ansonsten geht die Partie mit 0:0 in die Turnierwertung.

    Es wird aber immer schwierig bzw. unmöglich sein darüber hinaus Remis-Absprachen zu verhindern und auch zu kontrollieren. Das Turnier hat fast 4000 Spiele und für die TL ist es nicht zu schaffen sich jede Remis-Partie anzuschauen. Man kann da nur an den Sportgeist erinnern.

    Im übrigen gibt es bei der laufenden E-Mail Liga Saison von 3100 absolvierten Partien nur 26 Remis-Partien, die weniger als 16 Züge hatten.
  • Ob es für ein Finale sinnvoll wäre wage ich mal zu bezweifeln. Das könnte vielleicht noch mehr hemmend sein. Aber für ein Turnier wie das der E-Mail Liga würde das passen. :thumbup:

    Nur müsste dann der Webmaster auch die Punktwertung für die offiziellen Tabellen der E-Mail Liga für PM ändern. Bei mir auf dem PC wäre das kein Problem. :D
  • Unser Verband ist erst von der 3 auf die 2 Punkte Regel zurück gegangen, weil die 3 Punkte Regel nichts gebracht hat.
    Hat London eigentlich noch die 3 Punkte Regel?
    Ich halte nicht viel von dieser Regelung. Die FIDE erlaubt doch eine ganz einfache Sache:


    9.1.1
    Das Turnierreglement darf bestimmen, dass ... oder gar nicht remis
    anbieten oder vereinbaren dürfen.

    Grüße Daniel
  • FIDE wrote:

    9.1.1 Das Turnierreglement darf bestimmen, dass die Spieler ohne die Zustimmung desSchiedsrichters entweder für eine bestimmte Anzahl von Zügen oder gar nicht remisanbieten oder vereinbaren dürfen.
    Das würde bedeuten, dass man ein Remis durch Vereinbarung ausschließen kann (Den Schiedsrichter ersetzt in der Regel die schacharena). Dann gäbe es nur die Zugwiederholung, Patt u.ä. Aber bringt das etwas? Wenn zwei Spieler Remis spielen wollen, so ziehen sie halt dreimal hin und her. Solche Kurzremis sind eigentlich schlecht für die Zuschauer. Es stellt sich die Frage, ob es hier bei der Email-Liga sinnvoll ist, z.B. ein Remis durch Vereinbarung für z.B. die ersten 15 Züge auszuschließen oder nicht.
  • adlershofer wrote:

    Im noch laufenden PM-Turnier / Liga 2 gab es reihenweise (ca. 20 - 25 mal) Remis-"Vereinbarungen" nach wenigen Zügen
    Es gab hier genau 14 Remis mit weniger als 16 Zügen, aber in Liga 2 gab es insgesamt 240 Partien!! Das ist also viel weniger, als behauptet und stellt aus meiner Sicht kein Problem dar.

    Außerdem sollte man die Liste der Vorschriften und Regeln so klein möglich halten. Das hier ist "nur" eine Onlineseite und keine Schach-WM mit Zuschauern.
    Wenn ein Spieler in der Saison keine Lust zum Spielen hat, kann er es ja mit Remis anbieten probieren. Der Gegner muss dem auch zustimmen. Warum ist das eigentlich ein Nachteil für alle??? (wie behauptet)

    Eine technische Lösung gäbe es dennoch: Man könnte zukünftig bei der Erstellung des Turnierbretts eine Mindestanzahl von Zügen mit Remisverbot vorgeben. (Remis mit Stellungswiederholung zählen ja trotzdem -> da könnte man das umschiffen)
    Zudem könnte man auch Turniertabellen mit 3 Punkte für Sieg und 1 Punkt für Remis (wie bei anderen Sportarten oft gemacht) automatisch erstellen lassen, aber beachte: Das hier ist Schach.... und meines Wissens ist eine der wichtigsten Grundregeln "Pro Partie wird genau ein Punkt vergeben".....(ist das auch wirklich in den FIDE-Regeln so drin ???) Daraus folgt: 2 * Remis ist mit 1 Sieg + 1 Niederlage gleichwertig! (In der Feinwertung könnte man da Unterschiede machen) Außerdem kann es eine Strafwertung mit 0:0" auch nicht geben. (Aber meine Regel "Wer nicht ans Brett kommt, kann auch nicht Punkten (Bei Live-Partien) bleibt, obwohl sie dem widerspricht)



    Die Frage ist auch, in wie weit das mit 3 Punkten für den Sieg im Schach schon mal umgesetzt wurde und wie häufig das mittlerweile vorkommt. GIb's das denn auf anderen Schachportalen? Ich habe das nur mal bei der Schacharena-WM so gemacht, weil hier das ganze System übernommen werden musste.
  • Bei zwei Spielern, etwa wie in der WM, ist es völlig unmaßgeblich, ob für einen Sieg 3 Punkte oder 1 Punkt vergeben werden bzw. bei Remis 1 oder 1/2 Punkt vergeben werden.
    Mit einem Sieg eines Spielers und einer Niederlage des gleichen Spielers wären bei der 3-Punkte-Regel diese zwei Partien genau so neutralisiert wie bei der gültige 1-Punkte-Regel.

    Die neue Regel hat nur bei mindestens 3 Spielern einen Sinn.
  • Finde die Diskussion recht interessant.
    3 Punkte für einen Sieg ist meiner Meinung nach viel zu viel. Das sind ja das 6-fache vom Remis.
    Selbst 2 Punkte , das 4-fache vom Remiswert, sind für einen ums Remis kämpfenden Spieler schon fast
    eine Zumutung. 1,5 Punkte für den Sieg wären doch schon ein guter Anreiz um das Remis zu vermeiden.
  • Sehr interessanter Bericht, danger.

    Nur jetzt 0,75 oder 0,25 Punkte bei verschiedenen Remisarten zu vergeben, halte ich für zu kompliziert.

    Ich wäre, wie beim Fußball, 3 Punkte für Sieg und 1 Punkt für Remis. Das wäre dann der 3-fache Wert bei einen Sieg zu einem Remis. Das müsste eigentlich, meiner Meinung nach, genug Motivation sein um auf Sieg zu spielen.
  • Ich leite die E Mail Liga zwar nicht mehr, aber immerhin habe ich diese Liga sowohl erfunden als auch gegründet und will deshalb auch mal meinen Senf dazugeben.

    Ich finde es unsinnig, Remisvereinbarungen zu verbieten bzw. erst nach einem bestimmten Zug Remisangebote zuzulassen, denn wenn 2 Spieler unbedingt auf Remis spielen wollen, dann schaffen sie das auch...

    Auch die 3 Punkte Regel gefällt mir nicht, denn man kann doch Schach überhaupt nicht mit Fussball vergleichen und ich finde, dass ein Remis im Schach auch sehr wertvoll sein kann, z.B. dann, wenn es einem eloschwachen Spieler gelingt gegen einen viel elostärkeren Spieler ein Remis zu erkämpfen !
  • @Webmaster u.a. Remis-Absprachen-Sympathisanten :)

    1.) Natürlich ist es ungerecht gegenüber anderen Turnierteilnehmern, wenn einige untereinander Remis-Absprachen treffen. Ist ja wohl nicht schwierig nachzurechnen (siehe z.B. Skandalspiel Deutschland - Österreich bei der Fußball-WM 1982, Remis zum Nachteil von Algerien). Anders ist es bei allen anderen einzeln gespielten Partien - klar.
    2.) Ein Spieler der Liga 2, der das auch alles ganz in Ordnung findet und hier munter den Daumen hebt, hat es allein auf
    4 x Remis nach 15 Zügen
    2 x Remis nach 12 Zügen
    1 x Remis nach 11 Zügen, einmal nach 9 und einmal nach 6 Zügen gebracht, ein weiterer so ähnlich.
    Wie gesagt, betrifft es ja nur einige Spieler, die sich untereinander die Punkte aufteilen.
    Bei meiner Anregung, mal darüber nachzudenken, ging es mir v. a. um diese Häufung, und ich habe keine Lust, weitere Zählungen vorzunehmen...

    Schönen Gruß an die, die unfehlbar sind.
  • @adlershofer

    mal eine Frage. Bist du wirklich gegen die Abschaffung der Remisvereinbarung?

    Hier bist du sogar gegen die Regel, die eine Remisvereinbarung verhindern könnte.
    Remis-Absprachen

    @Webmaster

    Ich kenne ein Turnier, wo man mit schwarz als Sieger 4 Punkte erhält, mit weiß als Sieger 3 Punkte, mit schwarz Remis 2 Punkte und mit Weiß Remis 1 Punkt.

    Das finde ich sogar fairer, weil man es als schwarzer deutlich schwerer hat vs weiß zu gewinnen, wenn der Gegner sich einmauert.

    Ansonsten würde ich bei den Turnierleitern mal nachfragen wegen der technischen Lösung für die vorgeschriebene Mindestzügen für das Remis.
    Wenn diese sich dafür aussprechen, dass es durchaus angebracht ist, würde ich es programmieren.


    Ansonsten bleibe ich dabei, dass diese Thematik eher ein Thema in den entsprechenden Turnieren ist.
    Eine allgemeine Lösung für alle Turniere würde ich zumindest ablehnen.