Pirc-Verteidigung/Moderne Verteidigung

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    • Also es kommt immer darauf an was weiß spielt. Ich hatte mal mit schwarz auf dem Brett 1e4 d6 2d4 sf6 3 sc3 g6 4 f4 lg7 5 sf3 c5 . Das ist prinzipiell soweit ich weiß das selbe da die Eröffnung nach Vasja Pirc und Antoli Umfizef benannt ist . Also alle Leute die ich kenne sprechen es Pirtsch
    • Also ich sage zur Pirc-Ufimzew-Verteidigung immer die Jugoslawische Verteidigung. Das ist leichter zu Merken und genauso korrekt.

      Ich empfehle dir den 150er Angriff nach Le3, Dd2 f3, 0-0-0 mit Angriff am Könogsflügel wie in der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung, wenn du schrafe und unausgewogene Stellungen (Grobs) bevorzugst, sollte dass das richtige sein...

      Aber Juuuuungs... da gehört in einen anderen Thread! Wenn ein Moderator das bitte splitten könnte...


      Viele Grüße,

      Paradoxon
      Alles ist relativ und paradox.
      Honi soit qui mal y pense.
      Y Ddraig Goch ddyry cychwyn.

      http://chesswiki.ch.funpic.de
    • Pirc-Verteidigung/Moderne Verteidigung

      Hallo meine lieben Schachfreunde,
      da ich in mmeinem letztenn threat auf die pirc verteidigung gekommen bin, fänd ich es schön, wenn ihr mir hier mal erklären könntet, welche pläne man im pirc bzw in der modernen verteidigung(die ja sehr nah mir dem pirc verwandt ist) verfolgt.
      pirc is ja e4 d6 d4 Sf6
      die moderne verteidigung is glaub ich e4 g6 d4 d6, kann das sein??

      lg ente
    • Das ist nicht ganz korrekt. Die Pirc-Ufimzew-Verteidigung entsteht nach den Zügen 1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6

      Während hingegen die Moderne Verteidigung nach 1.e4 g6 entsteht, wobei natürlich Zugumstellungen möglich sind.

      Jedoch gilt es zu beachten, dass Überleitungen in die Caro-Kann-Verteidigung, in die Königsindische Verteidigung, in die Sizilianische Verteidigung und in die Benoni Verteidigung möglich sind.
      Alles ist relativ und paradox.
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    • modern Defence

      HI

      Die beiden Eröffnungen sind natürlich bestimmt von der Idee, den Weißen erst ein Bauernzentrum aufbauen zu lassen, um es anschließend zu sprengen, und mitthilfe von gut positionierten Figuren zu kontern. Schwarz muss allerdings vor allem in der Eröffnungsphase aufpassen nicht direkt überrannt zu werden (passiert vor allem im Blitz häufig :))
      Ich spiele die "modern Defence" (ich beziehe mich auf die Nomenklautur von Feustel, der ja ganz gerne diese Stellungen gespielt hat) ab und zu.
      Ein großer Faktor ist "Reagieren". Erst sehen, was Weiß macht, und darauf antworten. (Bsp. Abtausch des Weißfeldrigen fianchettoläufers, wenn Weiß die Möglichkeit anietet in eine französischartige Struktur überzugehen ... ). Auch der charakterischtishce Bauernvorstoß im Zentrum, um das Weiße Zentrum zu sprengen wird gerne variiert ...
      Auch der schon von Paradoxon angesprohene Wechsel in andere Eröff nungssysteme ist regelmäßig zu sehen [einige Spieler versuchen dadurch KI aufs Brett zu kriegen, was wenn es funktioniert gegen e4 Spieler allzu oft relatibv effektiv ist ...
    • Mir sind beide Verteidigungen zu defensiv.

      Ich möchte mit Schwarz nicht nur um Ausgleich kämpfen,sondern selber die Initiative übernehmen.

      Abwarten und gucken ,wie sich Weiss aufbaut und verstärkt und dann irgendwann darauf zu reagieren,nichts für mich.

      Wer sich als Schwarzer gut mit beiden Verteidigungen auskennt,wird das sicher anders sehen.
    • @zelenat: schwarz muss nicht g6 spielen: 1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.f3 e5 4.Se2 Le7 5.c4 0-0 6.Sbc3 c6 7.Le3 a6 8.d5 nebst Sg3/c1 , Ld3
      das ist Anti-Pirc aber schwarz wär mit sämisch viel besser dran, da hier der vorteil von weiß klar ist, b6 ist ein super springerfeld... ich hab keine ahnung, was der schwarze plan sein sollte..
      lg ente
    • Hallo zusammen!

      Es gibt Zeitgenossen, die eine Vorliebe für die Aufbau mit Läufer auf g7 haben. Das berümeste Beispiel ist GM Gufeld. So schlecht, wie ich mir diese Eröffnung früher vorgestellt hatte, ist sie mit Sicherheit nicht. Immerhin greift Kramnik, wenn er gezwungen wird, gegen 1. e4 auf Sieg zu spielen, darauf in der letzten Zeit zurück.

      Wenn man die Musterpartien sucht, sollte man die Partien eines anderen Weltmeisters sich anschauen - nämlich von Botwinnik, der diese Eröffnung überhaupt salonfähig gemacht hatte. In seiner Partien kann man deutlich sehen, welche Pläne Schwarz verfolgen sollte, die Gegner von Botwinnik haben selten starken Widerstand geleistet, da die Theorie sich damals erst entwickelte und viele Ideen nicht bekannt waren. Heute würden sogar Vereinspieler dem Schwarz mehr Probleme bereiten. Diesen Umstand dürfte man nicht vergessen. Die Varianten sind nicht besonders bekannt, jedoch tief ausanalysiert. Schwarzspieler sollen ihre Hausaufgaben gut machen und sich nicht überraschen lassen.

      Ich persönlich spiele gegen Pic 2 Varianten:

      I. 1. e4 d6 2. d4 Sf6 3. Sc3 g6 4. Lg5!? Lg7 5. f4! diese Varinate ist auf GM Keres zurückzuführen, wird heute von GM Dreev überzeugend gespielt.

      II. 1. e4 d6 2. d4 Sf6 3. Sc3 g6 4. f4!? (wenn die Luft brennt und Sieg zur Pflicht wird :) ) Lg7 5. Sf3 0-0 [5. .. c5 6. Lb5+ Ld7 7. L:d7+ Sf:d7 8. d5! mit kleinem und ausbaufähigem Vorteil für Weiß - die Parien von GM Shirov sind die besten Beispiele] 6. Ld3 Sa6 7. 0-0 c5 8. d5! der Vorteil ist nicht gross, dafür hat Schwarz kaum Gegenspiel!

      Mit besten Grüssen,
    • da ich jetzt net extra nen neuen threat aufmachen wollte und das hier gut reinpasst schreib ichs hier einfach mal nei:
      Das Tschechische System
      der plan ist glaub ich d6, c6,Sf6,Da5, Lg4, Sa6 und g6 nebst Lg7 oder Le7 ohne g6.
      genaueres weiß ich nicht, wär nett, wenn mir da mal jmd was zu erklärt, des web is nutzlos...

      ente
    • ich baue mich als schwarzer folgendermaßen auf:

      d6, Sf6, g6, Lg7, 0-0, c6, Dc7, e5, Sbd7

      falls weiß einen läufer nach c4 stellt oder lang rochiert spiele ich auch b5 und wenn es sinn macht auch a5 und/oder b4.
      natürlich mus man in der eröffnung immer aufpassen am königsflügel net kaputt zu gehen (vor allem wenn weiß lang rochiert. aber wenn man den springer von d7 wegstellt (wenn nötig nach f8 zur verteidigung) hat man zur not immer die option den f-bauer vorzuziehen um die 7.reihe zu verteidigen.schwarz hat hier einfach einen soliden aufbau wo man nichts befürchten muss, wenn man weiß wie man es spielen muss.hier kann man als schwarzeer allerdings nicht im mittelspiel gewinnen sondern muss seine endspielkunst unter beweis stellen.
      Meine DWZ liegt im moment bei 2009
    • Grave wrote:

      ich baue mich als schwarzer folgendermaßen auf:

      d6, Sf6, g6, Lg7, 0-0, c6, Dc7, e5, Sbd7

      falls weiß einen läufer nach c4 stellt oder lang rochiert spiele ich auch b5 und wenn es sinn macht auch a5 und/oder b4.
      natürlich mus man in der eröffnung immer aufpassen am königsflügel net kaputt zu gehen (vor allem wenn weiß lang rochiert. aber wenn man den springer von d7 wegstellt (wenn nötig nach f8 zur verteidigung) hat man zur not immer die option den f-bauer vorzuziehen um die 7.reihe zu verteidigen.schwarz hat hier einfach einen soliden aufbau wo man nichts befürchten muss, wenn man weiß wie man es spielen muss.hier kann man als schwarzeer allerdings nicht im mittelspiel gewinnen sondern muss seine endspielkunst unter beweis stellen.
      Und was machst du gegen meine Pirc-Waffe? :D


      Mfg
      endsp.
    • @ psychoente wir wäre es mit Kh8 ? Wenn du g5 spielst stellt man den Springer auf g8 und drückt als Schwarzer im nächsten Zug f5 durch .... und du würdest deinen Schawarzen Läufern nicht mehr zum Angriff kommen lassen . Aber die Idee ist bestimmt gut gibt auch eine interessante Partie in der so gespielt wurde chessgames.com/perl/chessgame?gid=1260270 dieser Donner spielt glaube desöftern Pirc vielleicht kann man wenn einem die Eröffnung interessiert von seinen Partien was lernen .

      The post was edited 1 time, last by Chessok ().

    • ich spiele auf e4 relativ häufig Pirc (meines Erachtens wird es [Pirtz] ausgesprochen, [Pirtsch] schriebe sich wohl Pirz).
      Die Vorteile dieser Eröffnung liegen für mich darin:
      - dass man (wenn man es einigermaßen beherrscht und nach f4 nicht die Nerven verliert) fast immer in ein stabiles Mittelspiel mit guten Aussichten im Endspiel kommt, weil es keine "Fallen" gibt
      - dass es auch auf (durchschnittlichem) Vereinsniveau nicht sehr viele Spieler gibt, die mit weiß diese Eröffnung gut kennen
      - dass man einen formidablen Damenflügelangriff starten kann, insbesondere nach 0-0-0 von weiß
      - dass diese Eröffnung vielfach als "schwach" eingeschätzt wird und Weiß deshalb nachlässig spielt - zu aggressiv, zu offen.


      Pric bietet hervorragende Diagonalen für die Läufer aus der Tiefe des Raumes und gut positionierte Springer - eine Stärke, die von weiß oft zu spät erkannt wird. Wenn es gelingt c5 und b5 durchzusetzten, ist der Drops meistens zu Gunsten von Schwarz gelutscht...

      Über welche weißen züge ich mich am meisten freue:
      - Läufertausch auf h6 x Dh6: auf h6 sieht die Dame zwar gefährlich aus, kann aber fast nichts ausrichten. Matt auf g7 wird bei Pirc kaum gelingen
      - Dreibauernangriff: auch hier - sieht gefährlicher aus als es ist. Durch die zurückgezogene Bauernstruktur wird ein Durchbruch nach e5, f5 oder gar f6 (dann sollte natürlich die weiße D nicht auf h6 stehen, aber beides geht auch kaum) zwar gelingen, dort aber recht wirkungslos verhallen, da dann die Musik längst auf dem Damenflügel spielt.

      Meine persönliche Pirc-Bilanz sieht wohl in etwa 50 - 30 - 20 aus

      Klar ist aber auch: Gegen deutlich stärkere Spieler hat Pirc bei mir noch fast immer versagt!

      Hier noch eine tolle Partie (3 Teile) mit Pirc, kommentiert von Helmut Pfleger:
      youtube.com/watch?v=vK5qUly5MJ4
      Auch wenn Topalov hier gegen Kasparov verliert - diese Partie gilt als eine der schönsten überhaupt (wohl mehr wegen des brillianten Spiels von Kasparov als wegen Pirc ;) :S ). Allerdings halte ich manchen Kommentar von Pfleger für allzu euphorisch, was die Weitsicht Kasparovs betrifft.

      The post was edited 1 time, last by Spartacus ().