Pescatores Schachanekdoten

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    • Pescatores Schachanekdoten

      Anmerkung:
      In diesem thread möchte Pescatore nach und nach seinen eigenen Erfahrungen schildern.
      Daher andere Schachanekdoten bitte hier unterbringen oder ggf. einen neuen thread öffnen.
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      Im alten Forum hatte ich mal diesen thread über meine im Laufe der Jahre erlebten Anekdoten, diese aber dann nicht mehr fortgesetzt. Früher oder später wird das alte Forum auf dem Müll landen, deshalb wärme ich, wenn es gestattet ist, ein paar Geschichten nochmal auf.

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      1) Vor Jahren hatte ich einen Gast aus Belgrad, der leider nicht mehr unter uns ist. GM Dragoljub Janosevic, er war bekannt dafür, daß er eine positive Bilanz mit Bobby Fischer hatte. Zudem war einer der wenigen Großmeister mit der Fähigkeit Blind-Simultan-Veranstaltungen durchzuführen.

      Ich fand einen hiesigen Augsburger Schachverein bei dem wir eine solche Veranstaltung machen konnten. Gespielt wurde an 14 Brettern.

      Unser GM setzte sich in eine Ecke im Nebenzimmer des Spiellokals und bat mich für ausreichend starken Kaffee und Remy Martin zu sorgen.

      Wie üblich beim Blind-Simultan riefen die Spieler ihm ihren Zug zu und führten diesen und den Gegenzug des Meisters selber aus.



      Es waren inzwischen 21 Züge an allen Brettern gespielt, als der Teilnehmer auf Brett 3 seinen nächsten Zug Springer auf d7 ansagte. Unser Gast dachte nur Sekunden nach und meinte: "Das geht nicht, sie können aber ihren Springer nach e7 ziehen" !! Darauf der Spieler: "Doch,doch, das geht" !!

      Janosevic wurde sehr ungehalten und forderte das Schlitzohr auf, das Brett neu aufzustellen und alle Züge auszuführen. Im Eiltempo verkündete er alle bisher gemachten 21 Züge und fragte ziemlich forsch den verdutzten "Betrüger":

      "Sehen sie es jetzt? Und wie wollen sie jetzt ihren Springer auf d7 ziehen" ???


      Wenn ich mich richtig erinnere, gewann der Meister 9 Partien, 5 endeten Remis.
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer
    • 2) Beim Blindsimultan zu schummeln ist schon ziemlich niederträchtig. Einen ähnlichen Fall erlebte ich bei einer Simultanvorstellung mit GM Ludek Pachman in Augsburg.

      GM Ludek Pachman hatte einen hervorragenden Ruf als Schachspieler, den er auch durch zahlreiche Buchveröffentlichungen untermauerte. Nicht ganz so meisterlich waren nebenbei bemerkt seine doch sehr kurvenreichen politischen Ansichten mit denen er hin und wieder für Schlagzeilen sorgte.

      Bei dieser Simultanvorstellung spielte er an etwa 25 Brettern. Mit einem Angriff auf der h- und g-Linie hatte er sehr bald meine Stellung zertrümmert und ich durfte anschließend bei den anderen Brettern zugucken.

      Während Pachman seine Runde drehte schubste ein junger Teilnehmer verstohlen seinen d-Bauern von d7 nach d6. Als der Meister vor das Brett trat, stellte der Bursche seinen Springer auf f6.

      Pachman beugte sich vor und sagte höflich lächelnd:

      "Junger Mann, während ich nicht hier war, spielten sie d6 und jetzt möchten sie auch noch den Springer auf f6 setzen. Beides geht nicht, also für welchen Zug möchten sie sich entscheiden"?

      Mit hochrotem Kopf nahm der Gauner sein Pferdchen zurück.

      Schiedsrichter, rote Karte bitte !! Aber schnell !!
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer
    • Danke Ursel, Cornelia, Chessok, Calle.

      Anläßlich der ARTE-Doku über Bobby Fischer und der ausführlichen Erwähnung des WM-Kampfes B. Fischer- B. Spasskij erzähle ich euch folgende Geschichte.

      Im Bemühen eine schöne Schachveranstaltung in unserer Stadt durchzuführen sprach ich mit Boris Spasskij ob es möglich ist, bei uns eine Simultanvorstellung zu geben. Er unterstrich, daß er eher selten solche Vorstellungen gibt. Die Vergütung würde weitaus höher liegen als bei sonstigen Großmeistern üblich sei. Zudem bestehe er auf eine begrenzte Zahl von Brettern, weil ihm sehr daran gelegen sei, eine gute Bilanz zu erzielen.

      Wir waren uns dann doch schnell einig. Jetzt mußte nur noch ein würdiger Rahmen organisiert werden. Bloß kein verqualmtes Nebenzimmer in irgendeiner Gaststätte für den ehemaligen Weltmeister. Ideal war eine der berühmtesten Räumlichkeiten Süddeutschlands, nämlich der Goldene Saal im Augsburger Rathaus.

      Normalerweise decken die Teilnehmer die entstehenden Kosten ab. Da die Teilnehmerzahl aber eh begrenzt war, lag es auf der Hand, daß jeder der dem Weltmeister bei der Arbeit zugucken möchte, auch bereit sein müßte mit einem Eintrittsgeld zu den entstehenden Kosten beizutragen.

      Ich buchte für das Wochenende ein schönes Zimmer für Boris und seine Gattin Marina.

      Natürlich war mir bekannt, daß Tennis sein liebstes Hobby war. Schach ist ja nicht für jeden ein Hobby, sondern Beruf. Und so kam es wie gerufen, daß am Freitag abends gleich neben der Hotelanlage in der Sporthalle ein Länderkampf im Tennis zwischen Deutschland und Israel stattfand. Ich schnappte mir Tickets und wir gingen dort hin um unsere Tenniscracks zu beobachten.

      Vom leitenden Sportchef unserer Zeitung war mir bekannt, daß auch er ein leidenschaftlicher Tennisspieler war. Also fragte ich ihn, ob er nicht Lust hätte mit seiner Frau gegen den Schachweltmeister mit dessen Gattin ein kleines Match zu machen. Wir würden uns dann auch sehr freuen wenn die Zeitung einen schönen Bericht über unsere Veranstaltung bringen würde. Er war dazu gern bereit, meinte allerdings, da müsse für seine Zeitung auch was dabei herauskommen, z.B. ein Interview mit unserem berühmten Gast.

      Das würden wir sicher hinkriegen !

      Fortsetzung folgt
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer

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    • Danke sorim

      Fortsetzung:

      Für das Tennismatch zwischen Spasskij, Marina und dem Sportredakteur mit Gattin hatte ich einen Platz im bekanntesten Tennis-Center der Stadt reserviert. Anschließend ging es zum Interview. Natürlich war der Sportchef vorbereitet und begann mit den zu den erwartenden Fragen nach Robert James Fischer. Als einigermaßen gut informierter Schachfan wußte ich nicht nur nach dem Buch von Kraushaar, daß Fischer inzwischen in Pasadena lebte.

      Ich fand es schlicht sensationell wie Boris erzählte, daß er ständig Kontakt zu Bobby hat. Und, daß Fischer alle wesentlichen Turniere die weltweit gespielt werden in seiner Bude aufmerksam verfolgt. Die gespielten Partien analysiert und seine Notizen macht.

      Boris Spasskij war vermutlich der einzige sowjetische Sportler der damals mit Duldung seiner Regierung im westlichen Ausland wohnte, nämlich in Paris. Wie nicht anders zu erwarten, versuchte unser Journalist eine Äußerung zu seinem Verhälnis zur SU herauszukitzeln. Aber auch nicht mal der Ansatz einer negativen Bemerkung kam Boris über die Lippen, auch nicht in Mimik oder Körpersprache. Spasskij hatte es nicht nötig und es kam ihm anscheinend auch nicht in den Sinn nach seinem Heimatland mit Steinen zu werfen. Dies war wohl die Antwort und der Schlüssel, wie es gelingt, den guten Kontakt zur SU zu pflegen aber gleichzeitig im Westen zu leben.

      Später dann im Goldenen Saal, ich hielt meine kleine Ansprache und der vormalige Weltmeister betrat den Saal um eine meisterliche Simultan-Vorstellung zu geben. Er beendete sie unter großem Interesse zahlreicher Schachfans aus der Region mit einer tollen Bilanz.

      Am Abend nahm ich ihn mit Marina in ein Restaurant in der Innenstadt, das für seine schwäbisches Spezialitäten bekannt war. Nach dem Abendessen und dem Eintrag ins Gästebuch plauderten wir über Dies und Das.

      Irgendwann witzelte Boris, daß er sich nach einer Weile vom "Schock" gegen mich im Rathaus zu spielen erholt hatte, was natürlich eine kleine Anspielung auf meinen Nachnamen war. Und dann machte er mir ein Kompliment, von dem ein durchschnittlicher Schachamateur wohl ein Leben lang zehren kann. Er sagte: " Du hast heute mit der Präzision von Lew Polugajewski gespielt und das bis ins Endspiel. Ich dachte er sitzt gegenüber mir am Brett. Wer so spielt, macht auch im Bauernendspiel keinen Fehler mehr. Und deshalb bin ich mit dem Remis gegen dich vollauf zufrieden".

      Vielen Dank Boris, hab's nie vergessen. Bleib gesund.
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer
    • Danke an die Queen von Oberbayern ! :)

      Damals war es nicht ungewöhnlich, daß ein Schachgegner beim nennen meines Namens für einen Moment nervöse Zuckungen bekam. Sie guckten mir kurz tief in die Augen und waren dann überzeugt, daß ja der Richtige immer noch weit weg in sunny Southern California ist. :)

      Hier hatte sich Boris auch wieder beruhigt und drehte seine Runden mit seinen gnadenlos starken Zügen.

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    • 4) Mehrere Schachprofis aus dem Balkan übernachteten immer wieder bei mir wenn ihre Reise zu einem Turnier durch Süddeutschland führte, oder wenn sie am Wochenende zu einem Mannschaftskampf in einer deutschen Liga mußten.

      Zum Abendessen war fast immer der gleiche Wunsch. Ein Kar mit Schweine- oder Lammbraten, Kartoffeln, Lauch, gelbe Rüben usw. im Ofen gebacken.

      Bei diesem Essen war allerdings nicht ich der Gastgeber, sondern Kr. H. ein Landesmeister und GM aus dem ehemaligen Jugoslawien. Er holte stolz das Kar aus dem Ofen, schnitt den Braten in mehrere Teile und stellte den Teller in die Tischmitte.

      Einer der GM's aus Zagreb kreiste mit seiner Hand wie ein Hubschrauber über die Fleischplatte und schnappte sich ein Stück mit den Fingern, betrachtete es von allen Seiten und legte es wieder ins Kar zurück um das nächste zu inspizieren.

      Der Hausherr drehte schier durch, rollte mit den Augen, stand auf und brüllte los:

      „taknuto – maknuto“ !!!

      zu deutsch: Berührt - Geführt !!!
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer
    • Wie wir alle wissen, ist die Presse nicht immer der beste Freund der Schachszene.

      Bei großen Turnieren erscheinen oft "auserwählte" Reporter(innen) - Frischlinge-, die sich zwar unendlich Mühe geben, Interesse vorzutäuschen, aber das Endprodukt in ihren Blättern , lässt trotz allen behutsamen und mit viiiiiiiiel Geduld vorgetragenen Erklärungen jede Hoffnung schwinden, dass sie sich jemals mit dem Spiel anfreunden werden.

      Im Jahr 1996 richtete unserer Verein das 1. Pfingst-Open der Region aus. Dies wurde allseits freundlich aufgenommen und viele GM . IM unnd FM bereicherten es durch ihre Teilnahme. Selbst Genadi Nesis ließ es sich nicht nehmen , als "Oberschiedsrichter" mitzuwirken , nachdem er seinen Schüler und Jugend-WM Konstantin Sakaev ins Turnier brachte.
      Unter den Teilnehmers war auch der inzwischen leider verstorbene russische GM Arbakow, dessen Liebe zum Schach nur durch die zum Alkohol übertroffen wurde. Oft hatte man den Eindruck, dass er gleich am brett zusammenbricht, um dann plötzlich mit schönen Kombinationen zu triumphieren , was ihm letztlich nach 7 Runden den Sieg bescherte.
      Bei 2 weiteren punktgleichen GMs , hatte er nach Wertung die Nase vorn und war trotz allem verdient auf Platz 1 .

      Das Turnier wurde auch in der Presse gelobt und die Berichte waren immer nach Absprache weitgehend sachlich wiedergegeben.

      Nach der letzten Runde erschien Arbakow im gestreiften Pullover schwankend auf der Bühne, um den Beifall und seinen Preis im Empfang zu nehmen. Anlass genug für einen Berichterstatter eines Lokalblättchens zu schreiben :

      "Betrunkener im Matrosenanzug gewinnt Schachturnier"

      TF
    • es macht mir sehr großen spass deine anekdoten zu lesen pescatore.

      habe schon herzhaft gelacht. :thumbsup: vielen dank dafür.



      mfg mr_slippery

      p.s. ebefalls 5 sterne von mir

      The post was edited 1 time, last by Mr_Slippery ().

    • Danke HaJo und Mr.Slippery ;)



      In den "heiligen" Räumen der Schachgesellschaft Zürich hab ich in den Jahren so manche Cafehaus-Partie gespielt. Die SGZ ist der älteste Schachverein der Welt. Im Sommer 2009 wurde das 200-jährige Bestehen im Hauptbahnhof gefeiert.

      Alle lebenden Schachweltmeister waren geladen. Dort zuzugucken war natürlich für mich Pflicht !!

      Am Samstag waren Simultanvernstaltungen angesagt, am Sonntag ein Rapid-Chess-Turnier.

      Es war ein besonderes Erlebnis. Kasparov's Minenspiel ein Brüller, Spasskij's listige Kommentare zu den Zügen seiner Kontrahenten ein Genuss ohne Reue. Prof.Freise, den manche vielleicht mal bei seinem Durchmarsch in Jauch's "Wer wird Millionär" gesehen haben, hatte Mühe im Simultan mit Ponomariov, der doch glatte 100 % beim Simultan für sich verbuchen konnte.

      Hier ein schöner Link von den Chess Tigers mit tollen Fotos aus Zürich:

      http://www.chesstigers.de/index_news.php?id=1813&rubrik=3

      Nach dem Rapid-Turnier, das W.Kramnik gewann, war es Zeit wieder heimzufahren. Kurz vor dem Einbiegen in die Bahnhofstrasse sah ich einen leicht graumelierten Herrn, wie er ohne nach rechts zu gucken die Straße betrat um diese zu überqueren. Ich bremste unverzüglich noch eh der Fahrer vor mir eine Vollbremsung hinlegen mußte.

      Woahhh ! Nix passiert - alles gut gegangen !!


      Der Herr guckte noch immer nicht zur Seite. War wohl gedanklich noch mit was anderem sehr beschäftigt ?!

      Es war Anatoly Karpov
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer
    • Bei einem Turnier in Bad Wörishofen hatte ich mal einen FM aus Berlin als Gegner. Er spielte einen Sizilianer und ich brachte dieses bekannte Figurenopfer auf b5, etwas zweischneidig, aber mit Angriff.

      Es müßte mein 35. Zug gewesen sein, der FM versank in tiefes Nachdenken. Ich sah, daß er seinen Turm auf h2 opfern könnte und, daß er nicht meinen Angstschweiß erschnuppert, entfernte ich mich vom Brett und drehte eine kleine Runde.

      Ein Kumpel meinte auf der Tour durch den Saal: " Und ? Wie läuft's bei dir " ? Ich sagte; " Wenn der Typ jetzt auch noch seinen Turm bei mir auf h2 reinpfeffert, dann passiert dasselbe was am Sonntag hier passierte". " Wieso ? Was ist denn am Sonntag passiert " ?? " Da hab ich aufgegeben, bin ins Cafe und hab an der Bar ein Weizen getrunken ".

      Zurück am Brett, der Bursche rechnete noch immer, dann nahm er seinen Stift und schrieb seinen 35. Zug auf' sein Formular. Dann meinen 36. Ich hab doch noch garnicht gezogen !!

      Wieder wiegte er mit seinem Kopf hin und her, notierte Zug 37 und 38. Ich war schon ziemlich angefressen und dachte mir, ' wann er hört denn der Kerl endlich mit der verdammten Schreiberei auf ' ?!!

      Das war immer noch nicht genug ! Nach dem 40. Zug auf seiner Notation machte er auch noch ein Mattzeichen und schrieb für meine Begriffe etwas zu groß " 0 : 1 " aufs Blatt !!

      Dann legte er endlich den Stift auf den Tisch, schnappte seinen dämlichen Turm und pfefferte diesen krachend für den Nebentisch hörbar auf h2 !
      "If you don't win, it’s not a great tragedy - the worst that happens is that you lose a game." -- Bobby Fischer
    • Im TV sagte ein gewisser Schabowski etwas von "..sofort, unverzüglich.." Nicht nur mir blieb fast die Luft weg. Danach überschlugen sich die Ereignisse.

      So etwa gegen Mitternacht klingelte es am Haustelefon. Aus der Haussprechanlage hörte ich die überschwängliche Stimme: " Hey Tony, ganz Deutschland feiert, seid ihr schon alle betrunken" ?

      Ich erwiderte: " Ja Branko, heute abend feiert Deutschland und morgen, 'morgen' wird es dann einen sehr langen 'Kater' geben". Natürlich hatte er auf seiner Anreise aus Jugoslawien wie es da noch hieß, die sensationellen Nachrichten im Autoradio gehört.

      Branko Vujakovic, ein Internationaler Meister im Schach, einer meiner kostbarsten Freundschaften seit ein paar Jahrzehnten. Er war mal einer der sogenannten großen "Jungtalente" im Schach. Beim Schachländerkampf zwischen Jugoslawien und der UdSSR 1968 war er als Aktiver dabei.

      Bei diesem Länderkampf setzte man auch Damenbretter und Jugendbretter ein. Die UdSSR reiste nach Sochi u.a. mit GM David Bronstein und GM Efim Geller, die Jugoslawen setzten u.a. auf GM Svetozar Gligoric und GM Milan Matulovic.

      Während Branko Vujakovic auf dem Nachwuchsbrett aufgeboten wurde, war es schon interessant wen die Schachgroßmacht Sowjetunion als Jugendlichen dagegensetzte. Sie hatten einen vielversprechenden jungen Mann, er hieß Anatoly Karpov und dieser zeigte auch bei den vier Partien seine Klasse.

      Branko stand dann irgendwann wie alle großen Talente vor der Frage ob er Schach als Berufsziel auswählt oder sich vielleicht doch für einen "anständigen Beruf" entscheiden sollte? :) Er entschloss sich für letzteres, das hieß Studium und Ausbildung. Und so blieb dann der Internationale Meister sein höchster Titel.

      Fortsetzung folgt
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