Richter-Weressow-System

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    • Richter-Weressow-System

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      kennt jemand dieses System, bzw spielt es mit Weiß und könnte mir ein paar Hinweise geben.
      als Beispiel eine partie , in der ich mit Schwarz irgendwie schnell baden gegangen bin und mich eigentlich auch ständig mehr als unwohl gefühlt habe.




      Danke @ Bortwinnik für die Fehlerhinweise bei der Notation

      The post was edited 6 times, last by Hütchen ().

    • also , ich denke der erste "fehler " ist 3... e6, fesselt unnötig, lieber erst Sbd7 und dann e6
      schwarz sollte versuchen den e-bauer des weißen, nicht nach e4 kommen zu lassen
      mein aufbau:
      und dann folgt meist ein aufbau alla tarrasch: e6 b6 Lb7 Le7 0-0 c5 mit der variante bin ich eig immer ganz gut klar gekommen, da schwarz langsam druck gegen das zentrum aufbaut und weiß keine bauernhebel hat, der Lb7 verhindert auch den vorstoß e4

      hoffe ich konnte helfen
      ente
    • Ich würde schon im dritten Zug 3....Sbd7 spielen. Normal spielt Weiß dann 4.e3, 4.f3 oder 4.Sf3. Denn Weiß kann nach 3.Sbd7 nicht wie oben 4.e4 spielen, außer er möchte ein verzögertes Blackmar-Diemer-Gambit spielen, wobei dann der Einschub der Züge Lg5 und Sbd7 laut Theorie eher Schwarz geholfen haben.

      Veresov ist aber auf jeden Fall eine interessante Eröffnung gegen 1.d4 d5, denn viele Schwarzspieler werden nicht besonders gut vorbereitet sein.
    • hier noch eine von mir mit schwarz gespielte partie:
      aufgegeben

      man sieht, weiß hatte angriff, aber schwarz war schneller
      ente

      The post was edited 2 times, last by SnoopyDog: Notationsbug des Autors gefixed ().

    • Odysseus wrote:

      @Hütchen: e6 ist eine gute Wahl, denn nach 4...dxe4 bist du in der französischen Burnvariante gelandet. Ist kein Veresov mehr, aber vollkommen okay für Schwarz. Nach 7.h4?! Lxg5 8.hg Dxg5 sollte Weiß nicht genug für den Bauern haben, aber auch dein 7...Dxd4 müsste gut sein.

      Dies setzt aber voraus, dass Schwarz ein Französischspieler ist.
    • Neben 9...Lf6 würde ich auch 9...h6 in Betracht ziehen.



      Weiß hat für den Bauern Entwicklungsvorsprung, aber kaum Angriffschancen erhalten. Aber die 9...Lf6 ist ähnlich gut. Den Zug 7. h4 kannte ich noch nicht, gibts dazu schon gespielte Partien und irgendwelche theoretischen Empfehlungen oder ist das eine Neuerung (oder was man als Neuerung bezeichnet...)?
      Alles ist relativ und paradox.
      Honi soit qui mal y pense.
      Y Ddraig Goch ddyry cychwyn.

      http://chesswiki.ch.funpic.de
    • Rcihter-Weresow... etwas anders

      ich spiel seit kurzem auch richter weresov, allerdings platziere ich meinen läufer auf f4 statt g5.
      der plan ist irgendwann der vorstoß e4, im idealfall spielt schwarz Lf5 und tauscht dann auf d3, wonach der c-bauer schlägt
      hier mal eine partie von mir , wo ich zu e4 gekommen bin
      Psychoente vs. NN
      anfesichts von matt durch Dg6+ gab schwarz auf

      mfg ente
    • Hi, die beste Antwort für Schwarz meiner Meinung nach ist diese hier; ein kurzer Analyseausschnitt.


      1.Sc3 Sf6 2.d4!? d5 3.Lg5 Lf5! (Das ist der Anfang der Zugreihenfolge in der die Haupt-bzw. einzige Idee e4 zu spielen, welche stark ist, unterbunden wird.)


      4.f3 Sbd7 (Der Vorteil ist auch einfach das hier der weissfeldrige Läufer gut entwickelt wurde und nicht eingesperrt wird.) 5.Sxd5?! Sxd5 6.e4 h6! (Weiss wird gewzungen eine schlechte Entscheidung zu treffen welche Diagonale der Läufer behalten will. Zb. 7.Ld2? e5! -/+ oder 7.Lc1? e5! -/+)


      7.Lh4 S7b6 =/+ (Und schwarz hat eine gute Entwicklung, der Läufer auf h4 ist deplatziert und Weiss hat Probleme die Figur im richtigen Moment zurück zu erobern. Zb.) 8.exf5?! Se3 9.Dc1 (Und ich denke hier kann schwarz einfach einen Bauern gewinnen) 9...Sxf5 10.Lf2 Sxd4 -/+



      Diesmal leider ohne Diagramm, da es nicht funktioniert hat, man kann weder Neben-bzw. Untervarianten angeben noch wird erkannt das es sich hier um den Springer von d7 handelt und nicht den Springer von d5.
    • IM Andrew Martin empfiehlt den Richter-Veresov-Aufbau als wartungsarme und für praktische Zwecke gut geeignete Eröffnung. Im Video



      zeigt er die Partie Barhudarian - Smirnov (St Petersburg 2011) mit der Variante



      Jetzt hat Andrew Martin auch eine DVD mit dem Titel The wicked Veresov attack herausgebracht. Rezension von IM Felix Graf: Warum nicht Veresov?

      The post was edited 1 time, last by Schroeder ().

    • Ich spiele ab und zu Richter-Weressow, nämlich dann wenn schwarz auf den Trompowsky-Angriff (1. d4 Sf6 2. Lg5) den etwas humorlosen aber populären Zug 2...d5 auspackt. Nach 3. Sc3 ist man (durch andere Zugfolge) ebenfalls in dieser Eröffnung.
      Vorteile sind, dass die Eröffnung eher unbekannt ist und manchmal unterschätzt wird. Zu aggressives Gegenspiel und "bestrafen wollen" kann, wie etwa die Beispielpartie von Schroeder zeigt, ins Auge gehen. Zudem ist das ganze grundsolide und auf jeden Fall gut spielbar für weiß, auch ohne übergroßes Variantenwissen.
      Als Hauptnachteil sehe ich, dass schwarz sehr viele Antworten hat und die Partie in ihm genehme Bahnen leiten kann. Übergänge ins französische (nach 3...e6), sei es Aljechin-Chatard, Rubinstein-Variante oder MacCutcheon, sind ebenso möglich wie andere Züge.
      Übergang in den Aljechin-Chatard Angriff:


      Nach 3...Sbd7 kommt es meist zu eher ruhigen Stellungen. Weiß kann sich "natürlich" mit 4. Sf3 weiterentwickeln oder den Damenzug nach d3 versuchen.

      Auch 3...Lf5 wird ab und zu gespielt. Hier empfiehlt es sich, meiner Meinung nach, die Grundidee des Trompowsky-Angriffs umzusetzen und den Springer auf f6 zu schlagen (4. Lxf6) um zumindest einigermaßen dynamisches Spiel zu bekommen.
      Ein mögliche Variante ist etwa:
      mit einem starken Bauernzentrum für weiß. Zusätzlich steht der Turm auf der halboffenen c-Linie.

      Nach 3...c5 oder 3...h6 schlage ich ebenfalls mit dem Läufer den Springer auf f6 um zumindest ein wenig Ungleichgewicht zu erzeugen und die schwarze Bauernstruktur etwas zu schwächen.

      3...c6 ist ebenfalls hin und wieder anzutreffen. Nach dem natürlichen Zug 4. e3 folgt öfters 4...Lf5. 5. Ld3 Lxd3 6. Dxd3 und weiß kann sich noch offen halten ob er lang oder kurz rochiert. Dazu gibt es Pläne nach wie vor das Zentrum mit e4 zu besetzen (evtl auch mit der Vorbereitung f3).

      The post was edited 1 time, last by tom_turbo ().

    • Die ambitionierteste schwarze Antwort in der Richter-Weressov-Eröffnung ist mMn der sofortige Gegenschlag im Zentrum mit 3.c5. Wie auch bei anderen Abspielen dieser Eröffnung kann weiß sehr natürliche Züge spielen. Obwohl Computer die Stellung meist als grob ausgeglichen einstufen hat weiß das leichtere Spiel und kann schwarz ständig Probleme bereiten. Deren Lösung ist zwar möglich, es bleibt aber dabei, dass weiß derjenige ist, der den Ton angibt.

      Auf der bereits angesprochenen DVD von Andrew Martin finden sich zur c5 Variante einige Partiebeispiele. Die Empfehlung lautet ganz klar zunächst auf f6 zu tauschen.

      Jakob A. Thomsen (2341) - Niels N. Laursen (2261) 29.03.13



      Generell fällt bei der Partie-Auswahl auf, dass weiß nicht wirkliche Kracher-Züge spielt, sondern sich einfach normal entwickelt, die Stellung aufreißt und schwarz irgendwie blöd aussieht, obwohl er natürlich aussehende Züge gemacht hat.

      Alexander Raetsky (2412) - David Burnier (2347) 16.07.2013



      1-0

      Wichtig zu wissen erscheint mir noch, dass 5...c4? kein sehr guter Zug ist, auch wenn das auf den ersten Blick (auf mich) etwas einschüchternd wirken mag. Nach 6.e4! steht weiß einfach etwas besser.