Katalanische Eröffnung

    • Katalanische Eröffnung

      Katalanisch kann durch viele Zugumstellung erreicht werden, aber hauptsächlich durch: [LINK EÖ-Datenbank]

      ich spiele katalanisch gegen halbslawisch:

      ehrlich gesagt fehlen mir die pläne in diesem system, wenn schwarz nicht auf c4 nimmt.
      da mach ich meistens keine anstalten den bauer zurückzu erobern, sonder entwickle mich, und schwarz bekommt den damenflügel nich raus

      tja, mich würds freuen, wenn mir jmd die genauen pläne mal erklären kann, also z.b. druck gegen d5 aufbauen oder so was

      ente
    • Meines Wissens nach besteht die Grundstrategie in Dc2 um e2-e4 zu verwirklichen wobei man sich entscheiden muss, ob man seinen c-Bauern mit Sbd2 oder mit b3 (in Verbindung mit Lb2 und Sc3) deckt. Mit weitreichenderen Plänen kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
    • Ihren Namen verdankt die Eröffnung dem Schachturnier
      von 1929 in Barcelona. Die Organisatoren dieses Turniers baten den
      Großmeister Dr. Savielly Tartakower, eine Eröffnung zu schaffen und sie nach der Region Katalonien zu benennen. Nach
      dem Motto: Es gibt z.b. eine spanische, italienische, englische und
      holländische Eröffnung. So musste nun eine katalanische Eröffnung
      erarbeitet werden; alles im Sinne des Zeichens der Unabhängigkeit von
      Spanien.

      Ouelle:schachbund.de/intern/archiv/mayer/barcelona/index.html



      Dennoch kann Tartakower schwerlich als der Urheber
      dieser Eröffnung gelten, doch wird ihm das Verdienst zuteil, diese
      Spielweise systematisch untersucht und salonfähig gemacht zu haben. Für
      die "Erfindung" wurde ihm ein angemessener Geldpreis zuteil.
      http://www.schachbund.de/intern/archiv/mayer/barcelona/index.html

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    • Die am häufigsten anzutreffende Erwiderung auf Katalanisch ist ein Aufbau mit ...dxc4 ("offenes Katalanisch"). Dabei will Schwarz die Zeit, die Weiß zum Rückgewinn des Bauern benötigt, nutzen, um seine Entwicklung zu beenden und sich auf der langen Diagonalen mit ...b5 und ...Lb7 entgegenzustellen.

      offenes Katalanisch



      Siehe dazu die von Mihail Marinkommentierte Partie Ribli -Karpov, die zeigt, daß Weiß hier sogar beim Übergang in ein scheinbar einfaches Endspiel langanhaltenden positionellen Druck entfalten kann.

      In der Reihe "Test und Training" des Schach Magazin 64 zeigte Daniel King im Juni 2011 die Partie K. Sauravh (2324) – J. Gustafsson (2647). Diese Partie wurde im Thailand Open (Pattaya 2011) gespielt, und Jan Gustafsson hatte eine interessante und sehr kämpferische Variante im offenen Katalanen vorbereitet:

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    • Hola, wenn gusti das spielt wirds schon gehen, aber ich denke Weiß hat hier klasse Spiel. Die Diagonale h1-a8 ist doch total geschwächt.
      Ich glaube, da muss Schwarz schon richtig gut vorbereitet sein, um nicht in den nächsten 10-15 Zügen kaputt zu gehen.

      mfg ente
    • DIETIGERIN schrieb:

      Hatte mal reingeguckt. :)

      Hier eine CD zur Eröffnung:scleinzell.schachvereine.de/p_cbtrain/e00_e11.shtml

      Ein Partiebeispiel: Kramnik-Naiditsch ,Dortmund 2010:chessgames.com/perl/chessgame?gid=1587219

      Auch wenn ich Arkadij öfter kritisiere,eines darf man nicht vergessen,er ist mit aktuell 2706 Elo der beste deutsche Spieler. :!:


      Die von Naiditsch vor 2 Jahren in Dortmund gespielte Variante



      stand auch im diesjährigen Sparkassen Chess Meeting in Dortmund zur Diskussion. Georg Meier kommentiert seinen Sieg gegen Mateusz Bartel in Starker Auftakt der Deutschen

      Eine phantastische Partie gab es im gleichen Turnier zwischen Peter Leko und Sergey Karjakin zu sehen. Leko brachte in der häufig gespielten Variante
      eine brandgefährliche Neuerung, zu der er anschließend sagte: „Bei jedem anderen Gegner hätte ich die Partie im Handumdrehen gewonnen, doch Karjakin hat heute gezeigt, dass er ein Weltklassespieler ist“.
      Leko kommentiert diese Partie in Naiditsch rückt vor.

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    • Klasse :!: Das dieser Zug im Computer nicht vorkommt - wow! Ich hatte auch mal eine Zeitlang Katalansich gespielt - da war aber ab Gegner 1700+ schluß bei mir - und bestimmt hatte ich diesen auch schon mal ausgeführt aber in Anbetracht der Tatsache das ich dann eher dazu neigen würde die Dame auf a5 zu bedrohen oder in h7 einzuschlagen - zeigt halt was den großen Unterschied ausmacht - hier ein unfertiges Sandkorn dort der David von Michelangelo :thumbsup:

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    • In Meinem Buch 1. d4 Band 1 . sind ca. de hälfte bis zu 2/3 über katalanisch.
      Dort ist meistens diese Variante angegeben



      dort kommt eig. immer die Fortsetzung : Lc6,Sxc6,Sxc6,Da4,0-0,Dxc4,a6(oder Tb8 )
    • Jan Gustafsson kommentiert im Video die Partie Anish Giri - Vladimir Kramnik (5. Runde des London Chess Classic 2014), in der das in Posting 7 erwähnte offene Katalanisch zur Diskussion stand: London: Anand beendet 2014 mit einem Erfolg!

      edit Webmaster: Hier der korrekte Link
      youtube.com/watch?v=qTpWheyaDho

      [media]https://www.youtube.com/watch?v=qTpWheyaDho{/youtube]
    • Katalanische Modeideen: Sfd2,Sc3,e4 im geschlossenen- und b3 Opfer im offenen Katalanen

      In letzter Zeit sehe ich diese beiden Ideen immer öfter sowohl auf Turnieren, als auch im Internetblitz und Schnellschach.

      Nun würde mich interessieren:

      Ist bekannt, wer diese Ideen in die Praxis eingeführt hat?

      Gibt es irgendwo konkrete Varianten?

      Kennt jemand Modellpartien?

      Würde mich über Rückmeldungen freuen

      Gruß
      Wizz
    • geschlossenes Katalanisch

      Wenn Schwarz nicht auf c4 schlägt, sondern mit c6 den Punkt d5 befestigt, entsteht das geschlossene Katalanisch, häufig über diese Zugfolge:



      Diese Stellung war laut Datenbank schon fast 4000 mal auf dem Brett, und es wurden von Weiß schon nahezu alle erdenklichen Züge probiert. Es ist also gar nicht so leicht, etwas Neues zu finden, das irgendeinen Sinn ergibt. Dies gelang jedoch dem Katalanisch-Experten Levon Aronian beim Tata Steel Masters in Wijk aan Zee gegen Anish Giri. Er spielte den verblüffenden Zug 8. Sa3!?, was ein schnelles Tc1 vorbereitet, und gewann eine Glanzpartie mit einem sehenswerten positionellen Qualitätsopfer.

      Die Partie wird von Alejandro Ramirez kommentiert: Wijk: Spannende Partien in Runde 8.

      Auch Jan Gustafsson kommentiert als "Game of the Day":





      Yannick Pelletier analysiert im Chessbase Magazin 178 diese Variante. Sein 23-minütiges Video kann man hier ansehen: Aronians katalanischer Springer

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    • offenes Katalanisch mit 6.Sc3 / 7.Se5

      Bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Khanty-Mansisk mußte Dinara Saduakassova heute gegen ihre für Spanien spielende Gegnerin Ana Matnadze beim Stand von 1 : 1 nach den regulären Partien in den Tiebreak. Besonders beeindruckt hat mich dabei die zweite Partie, in der die Kasachin ein überzeugendes Konzept gegen eine derzeit unter den Weißspielern populäre Katalanisch-Variante (6.Sc3 in Verbindung mit 7.Se5) demonstrierte:

      IM Matnadze, Ana (2372) - IM Saduakassova, Dinara (2474)
      FIDE Women's World Championship, Runde 1 (2. Stichkampfpartie), 5.11.2018



      Nachdem sie schon die erste Tiebreak-Partie für sich entschieden hatte, bedeutete dieser Sieg für Saduakassova das 2 : 0 im Stichkampf und den Einzug in die zweite Runde, in der sie ab morgen auf Antoaneta Stefanova trifft.
    • Offenes Katalanisch mit 6.Sc3 dxc4 7.0-0

      Neu

      Anstelle von 7.Se5 (was Schwarz nicht zu fürchten braucht, wie die obige Partie von Dinara Saduakassova überzeugend zeigt) kann Weiß auch 7.0-0 spielen. Dies tat (unter Zugumstellung) der serbische GM Nikola Sedla in der 8. Runde des Staufer-Open gegen den für den SV Hofheim in der Bundesliga spielenden GM Jan-Christian Schröder. Dieser wählte einen interessanten Aufmarschplan am Damenflügel mit 7.-Sc6 und späterem Tb8, a6 und b5, neuerte mit 10.-Sb3 und gewann in überzeugendem Stil.

      GM Sedlak, Nikola (2607) - GM Schröder, Jan-Christian (2571)
      31. Staufer-Open in Schwäbisch-Gmünd, 8. Runde, 5.1.2019




      Dies war die Vorentscheidung über den Turniersieg, den Schröder mit einem Remis in der Schlußrunde problemlos über die Ziellinie brachte. Turnierbericht (mit Partiekommentar zu der obigen Partie) von Johannes Fischer: Jan-Christian Schröder und Fiona Sieber triumphieren beim Staufer-Open